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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 13:11 
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AMEN!

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Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 14:58 
ICH GLAUBE DAS NICHT! Ich glaube, dass sich viele in der Einschätzung der Entwicklung der Neuap. Kirche ähnlich irren, wie sich der Stammapostel der Neuap. Kirche J.G. Bischoff geirrt hat, als er sagte, dass „Gottes Werk erledigt wäre, wenn er sterben würde“. Ich glaube vielmehr, dass Entstehung und Entwicklung der Neuap. Kirche und anderer Sondergemeinschaften von einigen Defiziten der großen Kirchen bestimmt wurden und ferner bestimmt werden; dabei geht es vor allem um eschatologische Defizite der großen Kirchen, auf die die Neuap. Kirche mit fundamentalistischem Endzeitverständnis reagiert, und außerdem geht es für viele Menschen um eine Alternative zur großkirchlichen Anonymität. Die eschatologischen Defizite der großen Kirchen werden vermutlich größer - und dann könnten Sondergemeinschaften davon „profitieren“. Die Anonymität der großen Kirchen könnte geringer werden, wenn die großen Kirchen kleiner werden und das gemeindliche Leben persönlicher wird; ich glaube aber nicht, dass die großen Kirchen so klein werden, dass Anonymität gleichsam von selber verschwindet. Deshalb kann man durchaus erwarten, dass kleine Kirchen eine gewisse Attraktivität behalten.

Die internen Probleme der NAK will ich nicht bagatellisieren und nicht übersehen. Sie sollten aber nicht aufgeblasen und überbewertet werden; vor allem sollten Kritiker ihre je persönlichen Erfahrungen nicht zum Maßstab machen und nach dem Motto "pars pro toto" verfahren. Ein realistischer Blick ist notwendig - und das heißt auch, dass die Entwicklungen räumlich und zeitlich großflächig gesehen müssen. Und da wollen wir mal abwarten. Freilich gibt es hier ein Problem: Die NAK wird uns alle überleben; wir werden also nicht beobachten können, „was passiert“. Ansonsten noch eine kleine Geschichte: Vor vielen Jahrhunderten wurde ein Mönch gefragt, wie er sich die Zukunft vorstellt. Der Mönch sagte: „Ich lebe und arbeite hier. Zum nächsten Kloster sind es fünf Tagesreisen. In dreihundert oder vierhundert Jahren wird das ganz anders sein. Da wird das nächste Kloster nur eine Tagesreise entfernt sein, und hier und da wird man sogar von einem Kloster ein anderes Kloster sehen können.“ Nun - die Geschichte hat sich anders entwickelt. Es gibt weniger Klöster, aber es gibt viele Kirchen, deren Türme immer noch die Stadtbilder dominieren und die dabei mit Hochhäusern der Banken und Versicherungen und irgendwelcher Industriekonzerne konkurrieren. Die Botschaften der Kirchen werden mit den Botschaften dieser Institutionen - der Banken, Versicherungen und Industriekonzerne - verglichen.

Hoffentlich sind Sie alle gut versichert.
Ihr Cemper


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 15:08 
Cemper hat geschrieben:
.... Die eschatologischen Defizite der großen Kirchen werden vermutlich größer - und dann könnten Sondergemeinschaften davon „profitieren“.


Diese Bewegung sehe ich nicht. Es gbit kaum Menschen, die von den "Großkirchen" in die NAK wechseln. Das ist - bis auf unbedeutende Einzelfälle - nicht erkennbar. Im Gegenteil: In den letzten Jahren haben insbesondere jüngere und engagierte Menschen die NAK in Richtung "Großkirchen" verlassen.

Meine (naturgemäß begrenzten) Beobachtungen weisen auch nicht darauf hin, dass eine nennenswerte Zahl der Großkirchenmitglieder sich nach Vertiefung der Eschatologie sehnt. Die Menschen scheinen eher konkrete Antworten und Hilfestellungen für die Probleme des immer komplexer werdenden Alltags in der globalisierten Gegenwart zu suchen (und häufig nicht zu finden).


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 15:36 
Zu 1: Ja - aber das ist bei Relationen 40 Millionen zu 350.000 (in Deutschland) nicht überraschend. Da sieht man wenig. Entscheidend sind aber die objektiven Zahlen.

Zu 2: Die religionssoziologischen Befunde hinsichtlich des Interesses an Antworten auf „letzte Fragen“ sind anders. Hinsichtlich der Alltagsprobleme haben Sie wohl recht. Aber man muss ja immer fragen, mit welchem Problem man wohin geht. Kirchen sind nur begrenzt für Alltagsprobleme zuständig.


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 15:48 
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Cemper, Sie stellen u. a. fest: „Kirchen sind nur begrenzt für Alltagsprobleme zuständig.“ Ihre Formulierung „nur begrenzt zuständig“ irritiert mich. Könnten Sie das bitte präzisieren? Vielen Dank im Voraus.
Maximin + + +

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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 16:07 
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Zitat:
Agape, den Laden könnten auch wir nicht mehr retten. Weil er nicht gerettet werden will. (Schöne Grüße an Tom a.F.) Und am Ende ist es auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass möglichst viele sich - ohne Schaden an ihrer Seele zu nehmen - noch retten. In die Boote...
Vielen Dank für die Grüße! Sie sind angekommen. Es hat schon immer und wird es auch immer unterschiedliche Auffassungen von Geschehen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft geben. So auch in diesem Fall. Warten wir ab, was geschieht.


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 16:07 
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Beiträge: 357
@ cemper:

sie meinen wohl Altersprobleme? :lol:


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 16:17 
Cemper hat geschrieben:
Entscheidend sind aber die objektiven Zahlen.


Ah... interessant. Ihnen liegen Zahlen vor? Ich habe schon auf den Seiten mehrerer Gebietskrichen vergeblich gesucht. Wieviele Mitglieder aus Großkirchen sind denn in den letzten 2-3 Jahren zur NAK konvertiert?

Dass übrigens Kirchen nur begrenzt für das Diesseits zuständig sein sollen, irritiert mich auch. Es ist nämlich bei mir so, dass ich bisher nur das Diesseits kenne und das Jenseits bisher nur eine Hoffnung ist.

Halten wir fest: Für das Diesseits sind Kirchen nicht recht zuständig, über das Jenseits wissen sie nichts, jedenfalls nichts gesichertes - ... und wozu... braucht man sie dann?
:shock:


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 17:03 
tergram hat geschrieben:
Cemper hat geschrieben:
Entscheidend sind aber die objektiven Zahlen.


Ah... interessant. Ihnen liegen Zahlen vor? Ich habe schon auf den Seiten mehrerer Gebietskrichen vergeblich gesucht. Wieviele Mitglieder aus Großkirchen sind denn in den letzten 2-3 Jahren zur NAK konvertiert?

Dass übrigens Kirchen nur begrenzt für das Diesseits zuständig sein sollen, irritiert mich auch. Es ist nämlich bei mir so, dass ich bisher nur das Diesseits kenne und das Jenseits bisher nur eine Hoffnung ist.

Halten wir fest: Für das Diesseits sind Kirchen nicht recht zuständig, über das Jenseits wissen sie nichts, jedenfalls nichts gesichertes - ... und wozu... braucht man sie dann?
:shock:


Werteste tergram!

Ihre Antwort ist etwas irritierend. Ich habe darauf hingewiesen, dass objektive Zahlen entscheidend sind. Dazu schreiben Sie: "Ah... interessant. Ihnen liegen Zahlen vor?"

Mein Hinweis, das objektive Zahlen entscheidend sind, ist sachlich richtig. "Interessant" ist das nicht. Und aus dieser sachlich richtigen Feststellung kann nicht - auch nicht in Frageform - abgeleitet werden, dass mir Zahlen vorliegen.

Sie werden doch nicht - soweit ich Sie kenne - bestreiten, dass objektive Zahlen entscheidend sind; Sie sind doch eine realistische Dame. Sie werden also wie jeder andere die objektiven Zahlen zur Kenntnis nehmen. Die Zahlen können so oder so oder so sein. Ich kenne sie nicht - und es ist auch vollkommen egal, ob ich solche Zahlen habe oder nicht.

Im Übrigen sollten wir eins bedenken: Die Neuap. Kirche hatte in den letzten Jahrzehnten weltweit einen "rasanten Mitgliederzuwachs". Sie ist immer noch eine kleine (eine klitzekleine) Kirche, aber die Mitgliederzahlen haben sich - je nach Zeitraumbetrachtung - verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht. Und mittlerweile ist sie wohl zu 80 Prozent eine "afrikanische Kirche". Angesichts dieser Gesamtlage ist es ein wenig unrealistisch, vom Untergang dieser Kirche zu reden. Ausschließen kann man einen Untergang freilich nicht. Für den Fall ist ja kirchenrechtlich auch schon vorgesorgt. Nur - ob der Fall eintritt? Ich glaube das eben nicht.

Mit den beiden anderen Absätzen kann ich nichts anfangen. Ich hatte geschrieben: "Kirchen sind nur begrenzt für Alltagsprobleme zuständig." Weiter nichts. Wo ist denn da ein Problem? Natürlich ist das so. Oder gehen Sie - wenn Ihr Auto nicht anspringt - zum Pastor? Und zur Jenseitsproblematik: Kirchen haben hier kein konkretes Wissen in einem banalen Sinn. In einem "höheren Sinn" haben sie aber einige Kompetenzen. Nun können Sie antworten: "Ah - erläutern Sie doch mal den höheren Sinn. Sie kennen ihn?" Darauf würde ich Ihnen dann gern antworten.

Ihr Cemper


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BeitragVerfasst: 08.07.2011, 17:05 
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:) Tergram, ohne Herrn C. vogreifen zu wollen: "Kirchenbetriebe sind für das Diesseits und die Alltagsprobleme von uns Menschlein zuständig." Nein, unsere Lebensentscheidungen müssen wir am Ende schon selber treffen. Aber Wegweisung, etwa ob nach links, nach rechts, nach geradeaus oder ggf. auch einsichtsvoll zurück, das darf man von den Kirtchenbetrieben erwarten. Manche nennen das beistehende Seelsorge...! :mrgreen:
LG Maximin :wink:

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