Karlheinz Deschner ist tot

Wie alles anfing
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Pagan
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Re: Karlheinz Deschner ist tot

#71 Beitrag von Pagan » 19.04.2014, 11:13

Ambrosia hat geschrieben:sorry, aber das ist das reale Leben ;-)
Das reale Leben ist ... manchmal bitter und illusionslos, z.Bsp. auch dann, wenn Deschner über die Geschichte des Christentums und seiner Lehren aufklärt. "Es gäbe wenig Gläubige auf der Welt, kennten sie ihre Glaubensgeschichte so gut wie ihr Glaubensbekenntnis." meinte Deschner zu recht.

tergram

Re: Karlheinz Deschner ist tot

#72 Beitrag von tergram » 19.04.2014, 11:23

Zum Tod von Karlheinz Deschner:

Die Theologin Uta Ranke-Heinemann schrieb in ihrem Buch Nein und Amen. Mein Abschied vom traditionellen Christentum: „Der europäische Bürger, den beim Begriff ‚Christliches Abendland‘ satte Selbstzufriedenheit zu befallen pflegt, weil ‚Christliches Abendland‘ in seinen Ohren nach frommer Rechtschaffenheit klingt, sieht nach der Lektüre von Deschner seine Suppe voller Haare. Christliche Unwissenheit und Arroganz werden durch Deschner empfindlich gestört“.

Der katholische Theologe Adolf Holl: „Wie furchtbar der Glaubenseifer sein kann, ist in der ‚Kriminalgeschichte des Christentums‘ nachzulesen. Nach der Lektüre wirken all die Päpste, Kardinäle, Bischöfe und Äbte, Theologen, Nonnen, Mönche und Priester von den ersten Anfängen der Kirche bis in die katholische Gegenwart wie eine Bande von Gangstern, deren verbrecherische Machenschaften sich hinter Weihrauchwolken verbergen.“

Danke, Karlheinz Deschner. Ich habe durch Sie viel gelernt. Auch wenn ihr geradezu missionarischer Eifer und ihr Menschenbild nicht meine Denkwelt sind. Für Ihren Grabstein einen Spruch und meine schweigende Verbeugung:

"Ich hoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei!"

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