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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 08:47 
Maximin,

ich weiss immer noch nicht, was du mit diesem Thema wirklich bezweckst... du Schelm... sitzt schmunzelnd im Hintergrund und hörst dem Geplapper der Unmündigen zu? :wink: :lol:

Ja, diese Welt ist ein Irrenhaus - aber das war sie schon immer - auch ohne Handy und Laptop. Und: Wir haben nur diese eine. Ja, der Mensch ist des Menschen Feind - das war er auch schon immer... Ja, des Menschen Herz ist böse von Jugend auf - das wusste schon "der alte Gottesmann".

Und nu? :shock:

Der Bogen lässt sich weiter spannen - vom Schlußverkaufsgehabe über die Handynutzung bis zu internationalen Konflikten und Eltern, die ihre Kinder mißhandeln.

Und nu? :shock:

Die Frage ist doch auch, was man sehen will. Die Schrecken dieser Welt und der Menschheit oder das Positive, das Gute - Liebe, Achtung, Rücksichtnahme, Toleranz...

Maximin, sag uns, was du lernen willst... und wir liefern das Ergebnis... :wink:


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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 08:54 
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Beiträge: 1076
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steppenwolf hat geschrieben:
weil wir gerade bei Zivilisationskritik sind: Stellen wir uns doch mal vor, uns - die wir schon so richtig schön ´forenabhängig´sind - würde von Heute auf Morgen ohne Vorankündigung das Internet abgestellt. Wohlgemerkt - wir haben nicht freiwillig darauf verzichtet!

Diese Freude möchte ich sehn... - ruckizucki gebärden wir uns, als ob man einem Neandertaler das schon sicher geglaubte Wildschwein entrissen hätte. Wetten? :lol:



Wenn ich da mal von mir reden darf: Ich werde zum Tier und schrecklich reizbar, wenn mein Blutzucker unter normale Werte sinkt und nichts Essbares in Sicht ist, auf dem Gebiet bin ich noch ganz Neandertaler.

:wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: LERNEN, LERNEN, LERNEN...!
BeitragVerfasst: 08.01.2008, 09:18 
Maximin hat geschrieben:
...ne, ne, mein Freund! Ich lerne. Wenn nicht hier, wo denn sonst ?
Micha :wink:

Micha,

noch was zum Thema: schau Dir doch das einmal an. Da wurde ein Menschenversuch in einer Schule gestartet, der scheinbar in kürzester Zeit völlig ausser Kontrolle geriet. Und das, obwohl jeder Beteiligte sowohl mit Gehirn ausgestattet war, als auch wusste, dass es ein "Spiel" ist!

Oder lies einmal das Buch von Morton Rhue "Die Welle". Da wird ein ähnliches Experiment beschrieben! Und immer wieder möchte ich auf "Die Entstehung der Realität" von Jörg Starkmuth hinweisen (http://www.schoepfungsprinzip.de/inhalt.htm). Eines der wichtigsten Bücher, die ich gelesen habe.

Wenn das keine Hinweise auf "urzeitliche Reste in uns" sind! :?

Gruss
Hannes


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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 10:24 
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Beiträge: 2141
Wohnort: tief unten
Zitat:
Die Menschheit steuert - gerade auch wegen der allgemeinen Reitüberflutung - mit Vollgas auf den Wahnsinn zu. Viele sind nur noch Nervenbündel. Ein Funke genügt und sie explodieren bzw. implodieren...
Verzeihung, steppi, musste jetzt sein.
Vielleicht sollten wir vom hohen Ross steigen und uns der Ursprünglichkeit wieder ein wenig annähern. :wink:

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Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi


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 Betreff des Beitrags: URZEITLICHE INSTINKTE ...
BeitragVerfasst: 08.01.2008, 14:26 
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Beiträge: 3268
Wohnort: Berlin
:) Lieber Hannes,
dieses mir bekannte gruppendynamische Rollenspiel hatte mich unlängst sehr nachdenklich gemacht. Warum? Weil es mich an die Ebeneneinführung im Nachbarforum erinnerte. Unter anderem auch, weil mich die Erklärungsversuche des dortigen Forumsinhabers nicht überzeugten, bin ich jetzt hier und erlebe, dass es in den Diskussionen auch hier zu Unangemessenheiten und Überempfindlichkeiten kommt.

Und dann hörte ich vor wenigen Tagen im Deutschlandfunk einen hochinteressanten Vortrag mit der Feststellung, dass in uns allen, Weiblein oder Männlein, urzeitliche Instinkte schlummern, die sich dann und wann bemerkbar machen. Manchmal zum Schutz und manchmal auch zum Schaden.

Ich möchte verstehen lernen, warum sich erwachsene Menschen beim Gedankenaustausch über religiöse Frage manchmal so sehr in die Haare kriegen, dass Dritte eingreifen müssen. Was kann uns dazu verführen, aus interessierter, vielleicht sogar heiterer Gelassenheit, in erbitterten Zorn zu verfallen und, statt mit gut durchdachten Argumenten, mit Beleidigungen auf unser Gegenüber einzudreschen? Übrigens kann auch beißender Spott als beleidigend und erniedrigend erlebt werden...

Ja, wenn es denn wie bei den Steinzeitmenschen um die Verteidigung der Familie, der sicheren Unterkunft, des Feuers oder um die Nahrungssicherung ginge, das leuchtete ein. Aber hier geht es doch nur um religiöse Lehrmeinungen und nicht um das nackte Überleben. Sind da vielleicht Ängste im Spiel, die wir, so oder so, überspielen?

Ich will einfach verstehen lernen, weshalb Verschiedenheiten scheinbar so schwer zu ertragen sind und weshalb Feindschaft stärker sein soll als Freundschaft, Hass stärker als Liebe.

Liebe Grüße, landauf und land ab von Eurem
Micha :wink:

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Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube.


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 Betreff des Beitrags: Re: URZEITLICHE INSTINKTE ...
BeitragVerfasst: 08.01.2008, 14:44 
Lieber Micha,

dann geh mal los und und besorg Dir dieses Buch: Thomas Klüh "Mein Weg zum Glück". Er beschreibt das mit den (Steinzeit-) Ängsten, die uns auch heute noch umtreiben (Ausgestossensein aus der Herde, Verhungern) sehr verständlich und nachvollziehbar!

Später mehr ...

Gruss
Hannes


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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 14:52 
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Registriert: 11.11.2007, 15:54
Beiträge: 3268
Wohnort: Berlin
Rollenspiel geriet außer Kontrolle - Ein Auszug:

In einem Spiel sollten texanische Schüler etwas über den Nationalsozialismus lernen. Dazu übernahmen einige von ihnen die Rolle der verfolgten Juden. Doch dann gerieten die Neuntklässler in einen Strudel aus Hass, Verachtung und Gewalt.
[...]
Schüler und Eltern erzählten dem örtlichen Rundfunksender KTVT, das Rollenspiel sei eskaliert: Die als Juden deklarierten Klassenkameraden seien bespuckt und geschlagen worden. Der Schüler Texas Medley hatte dem Sender gesagt: "Wir haben Schlagstöcke gebaut, um die anderen zu verprügeln." Das Rollenspiel sei zwar eine gute Übung gewesen, habe aber zu lange gedauert. Die Schülerin Tiffany Zimmermann hielt die Übung hingegen für "zu hart und übertrieben". Einige Klassenkameraden seien ausgesprochen grob gewesen, meinte auch der Schüler Trevor Smith. "Aber wir haben etwas darüber gelernt, was damals passiert ist.

Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,15 ... 13,00.html

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BeitragVerfasst: 08.01.2008, 16:04 
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Registriert: 26.10.2007, 10:09
Beiträge: 889
Weltmensch hat geschrieben:
@Steppenwolf

Es ging nicht um Abhängigkeiten. Es ging – mir – darum aufzuzeigen, dass unser Hirn mittlerweile überfordert wird. Dass es für diese Art zu leben, zu schaffen, funktionieren zu müssen, nicht geschaffen ist.

Man kann vielleicht manches Engagement in den Foren kritisch auch sehen, aber sich auszutauschen, über welche Themen auch wieder, ist ein Bedürfnis.

LG,
Weltmensch


Die Wissenschaft besagt doch, daß etliches über 90% der menschlichen Gehirnkapazität überhaupt nicht genutzt werden. Es geht hier also nicht um mangelnde Ressourcen, sondern um mangelnde Organisation.
Ein steinzeitlicher Jäger z.B. mußte STÄNDIG wachsam sein, da ging es nicht um verpaßte Termine, sondern um lebensbedrohliche Situationen. Ein gebrochenes Bein, auch nur eine Erkältung, eine verpaßte Jagdbeute konnten das Aus für eine Sippe bedeuten.

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''If you have never been called a defiant, incorrigible, impossible woman… have faith… there is yet time." (C.P. Estes)


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 Betreff des Beitrags: Re: URZEITLICHE INSTINKTE ...
BeitragVerfasst: 08.01.2008, 16:10 
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Registriert: 26.10.2007, 10:09
Beiträge: 889
Maximin hat geschrieben:
Ja, wenn es denn wie bei den Steinzeitmenschen um die Verteidigung der Familie, der sicheren Unterkunft, des Feuers oder um die Nahrungssicherung ginge, das leuchtete ein. Aber hier geht es doch nur um religiöse Lehrmeinungen und nicht um das nackte Überleben. Sind da vielleicht Ängste im Spiel, die wir, so oder so, überspielen?


Bei religiösen Lehrmeinungen geht es ja durchaus um das Leben- um das eigene, ewige Leben oder Nicht-Leben nämlich. Das sind durchaus Existenzängste, die da durchschimmern, der Sinn des so sorgfältig und mühsam zusammengebastelten eigenen Weltbildes, der da auf dem Prüfstand steht. Zusammen mit einem drohenden Gesichtsverlust schon eine bedrohliche Mischung...schließlich werden wir heutzutage ja gelehrt, erstens alles wissen zu müssen oder zumindest das, was wissenschaftliche oder sonstige Autoritäten für wahr erachten, wir werden gelehrt, keine Fehler zu machen oder wenigstens keine zuzugeben. Alles andere zieht u.U. gesellschaftliche oder sonstige Ächtung nach sich. Und das war nicht nur in der Steinzeit bedrohlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: URZEITLICHE INSTINKTE ...
BeitragVerfasst: 08.01.2008, 16:37 
Maximin hat geschrieben:
Ja, wenn es denn wie bei den Steinzeitmenschen um die Verteidigung der Familie, der sicheren Unterkunft, des Feuers oder um die Nahrungssicherung ginge, das leuchtete ein.


Maximin, gibt es Intimers, als die tiefsten persönlichen Glaubensüberzeugungen?

Verteidigung der eignen Grundüberzeugung, eine sichere geistliche Heimat, die Wärme und Geborgenheit in der eigenen Überzeugung und die Sicherung der geistlichen Nahrung - das alles sollen keine Werte sein, für die es sich zu streiten lohnt?


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