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evah pirazzi
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Re: Notensuche

#12 Beitrag von evah pirazzi » 07.12.2011, 23:17

autor hat geschrieben:... nur noch ein Fragment ist vorhanden.

Fragment

... auch hatte ich dis-Moll vorgesehen statt D-Dur.
Sach mal, autörchen,

was hast du dir eigentlich bei dis-moll gedacht und war deine Komposition nicht "für kleinen Männerchor" gesetzt - mir ist da dunkel etwas in Erinnerung...

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]


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August Prolle
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Re: Notensuche

#14 Beitrag von August Prolle » 09.12.2011, 01:57

BildBild
        • (Abb. 1: Fragment autor) ......................................... (Abb. 2: Fragment Prolle)

Werter autor,

dein Beitrag hat mich zu einer gründlichen Durchsicht meiner Kompositionsskizzen veranlasst. Dabei stieß ich auf den oben abgebildeten Papierfetzen (Abb. 2). Wie auch immer er in meinen Fundus gelangt sein mag: Er ist offensichtlich deiner fragmentarisch erhaltenen Komposition "Stille Na..." (Abb. 1) zuzuordnen. (Unnötig zu sagen, dass jedwede Plagiatsvorwürfe - ungeachtet sonstiger Gründe - bereits deswegen als "abstrus" anzusehen sind, weil ich bei meiner Bearbeitung auf das Setzen einer abschließenden "Fußnote" verzichtet habe. :wink:)

Bei aller Bestürzung über meinen unwissentlichen Rückgriff auf dein geistiges Eigentum: Die nunmehr mögliche Rekonstruktion deiner Gesamtkomposition eröffnet der Leben-autor-Forschung einzigartige Möglichkeiten. Ohne detaillierten wissenschaftlichen Auswertungen vorgreifen zu wollen:
  • Bemerkenswert erscheint zunächst das stringente Durchhalten des 6/8-Taktes. In diesem Zusammenhang sei auf die 247 Fachbeiträge verwiesen, die vor einigen Jahren auf Anregung eines gewissen Herrn Gaildorfer HIER niedergelegt wurden. (Besondere Beachtung verdient die Abstimmung des Fachpublikums, die mit deutlicher Mehrheit dem "Achteltakt" als solchen eine "wegweisende" Bedeutung zuerkannte.)
  • Auffällig ist zum anderen der abrupte, enharmonische Tonartwechsel von dis-Moll nach es-Moll in Takt 2. Der kundige Rezipient wird sofort die Parallele zu Bachs Tonschaffen entdecken. Wahrscheinlich ist die Veranlassung hier wie dort dieselbe: Bequemlichkeit. Alles deutet darauf hin, dass das in dis-Moll begonnene Werk mit einer bereits vorhandenen (Männerchor?)-Komposition in es-Moll verknüpft wurde, um sich der lästigen Mühe zu entziehen, die gesamte Partitur transponieren zu müssen.
  • Nicht zuletzt bedarf die Wahl der Tonart einer gründlichen Analyse. Stellt bereits die Verwendung des weiblichen Tongeschlechts an sich einen Affront gegenüber traditionellen Hörgewohnheiten dar, so erscheint die Ausführung im "gräßlichen" dis- bzw. es-Moll - das gemäß einschlägiger Tonartencharakteristik (vgl. Schubart) "Empfindungen der hinbrütenden Verzweiflung und der schwärzesten Schwermuth" ausdrückt - als geradezu schreiende Anklage gegen die latente Destruktivität weihnachtlicher Gefühlsduselei.
Oder so.

Empfange dies als Ausdruck meiner Bewunderung mit herzlichen Grüßen

Dein A.P. :wink:

PS: Persönlich ziehe ich der Moll-Interpretation den "kleinen Männerchor" vor ... 8)

shalom
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Re: Notensuche

#15 Beitrag von shalom » 09.12.2011, 13:01

…lassen sie sich mit einigen Takten von John Cage mit (4'33'') verzaubern. Lauschen sie in der verlautbarten stillen Permanentadventszeit den zarten Piano-Klängen und fühlen sie den ungebändigten Rhythmus der inneren Ur… .

Wenn dann auch noch ein liedurgisch wertvoller ( Apostelschmeichler ) zur Hand geht (VFB-Modell „Du bist einzigartig“), dann schlagen selbst hart gesottene Apostelselbstbildherzchen höher… .

s.

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