60 Jahre danach - und nun?

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agape
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60 Jahre danach - und nun?

#1 Beitrag von agape » 23.01.2015, 20:19

Heute vor 60 Jahren - am 23. Januar 1955 - wurden im Rheinland sämtliche Bezirksämter ihres Amtes enthoben und aus der NAK ausgeschlossen.
Dazu gibt es nirgendwo ein erinnerndes Wort von der NAK!
Geht man weiter seinen Weg und schweigt dazu?

Die Versöhnungsstunde kann doch nicht alles zu diesem Thema gewesen sein.

UND: Was ist eigentlich aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Erinnerung an diese Zeit geworden?



"Als ab 1954 der Glaube an die sogenannte „Botschaft“ des Stammapostels J.G. Bischoff, dass er bis zur Wiederkunft Christi nicht sterben werde, mit der Aufnahme in die Neuapostolische Kirche verknüpft werden sollte, wandte sich Apostel Kuhlen gegen dieses Vorhaben. Er und seine beiden rheinischen Amtskollegen Siegfried Dehmel (Oberhausen) und Ernst Dunkmann (Düren) forderten, die Annahme oder Ablehnung der „Botschaft“ in die freie Entscheidung jedes Einzelnen zu legen. Die Situation eskalierte, so dass am 23. Januar 1955 sämtliche Bezirksämter aus dem Rheinland in Frankfurt ihres Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen wurden. Am 24. Januar 1955 gründeten sie in Düsseldorf die Apostolische Gemeinschaft. Ihnen folgten ca. 10.000 Mitglieder. Insgesamt verließen während dieser Zeit ca. 20.000 Menschen die Neuapostolische Kirche." (wiki)
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

tergram

Re: 60 Jahre danach - und nun?

#2 Beitrag von tergram » 23.01.2015, 20:25

Ooooch Schwesther, das kennste doch: Versöhnungsfarce und fertig isses. Bei der "Versöhnungs"veranstaltung wurden übrigens die ausgeschlossenen/ihrer Ämter enthobenen Menschen nicht rehabiltiert! Leider hat das auch niemand gefordert. Alle sassen brav da und taten, was man von ihnen erwartete: Selig lächeln und klatschen.

Man musste nicht in die Glaskugel gucken um zu wissen, dass man in dieser Sache nie wieder ein Wort hören würde. Alles in den Mantel der Liebe gewickelt und im Meer des Vergessens versenkt. (Ist übrigens eine beliebte Mafia-Methode - mit Betonklotz.)

"Wir wollen uns doch mit den alten Geschichten nicht aufhalten, sondern freudig in die Zukunft schauen und an der Hand unseres Stammapostels das herrliche Ziel unseres wunderbaren Glaubens..." *einschlaf*

Daher gut, dass Du ausdrücklich erinnert hast. Auf dass nicht vergessen werde, was die Kirche nur zu gern vergisst...

tergram

Re: 60 Jahre danach - und nun?

#3 Beitrag von tergram » 23.01.2015, 22:37

Ich bekomme eben Kenntnis von einer Stellungnahme der EZW:

(Zitat, Hervorhebungen von mir)
Eine Kirchenvereinigung ist mit dem jetzigen Schritt ausdrücklich nicht verbunden. Auch wenn einige Redner eine Weiterarbeit an der Deutung der historischen Ereignisse ankündigten, so ist doch klar, dass es viel evidentere theologische Fragen zu klären gilt: Was bedeutet es für die Amtsfrage, wenn die damaligen Ausschlüsse aufgrund falscher Entscheidungen vorgenommen wurden? Und was bedeutet die Antwort hierauf dann für die Gültigkeit der Amtshandlungen der ausgeschlossenen Amtsträger? Beide apostolischen Kirchen werden sich der Frage stellen müssen, wie sie das apostolische Amt der jeweils anderen sehen. Das hat ekklesiologische Implikationen. Die NAK begäbe sich damit erstmals in theologische Gespräche mit einer Kirche, der sie nicht ohne Weiteres ein Defizit mangels lebender Apostel attestieren könnte.
(Zitatende)

Quelle und Text zum weiterlesen: http://ezw-berlin.de/html/15_5358.php

Herzlichen Dank an "chorus".

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