Gott Mutter

Diskussionen über Bibeltexte aus dem alten Testament
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Lobo
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Gott Mutter

#1 Beitrag von Lobo » 24.03.2008, 17:46

Gott Mutter
...Vielmehr ist die Bibel das Werk einer kleinen Elite von Schriftgelehrten, die vor gut 2.600 Jahren in drei, vier Generationen eine Vielzahl von mythischen Erzählungen und neuen Texten zu jenem Korpus zusammenstellten, das die Juden heute als Tanach und die Christen als Altes Testament verehren. Damals war Israel ein Spielball der angrenzenden Großmächte...

...Die Ausstellung Gott weiblich hat also nicht nur ein religionsgeschichtliches Interesse, sondern eine klare theologische Botschaft. »Wir wollten zeigen, dass die Erfahrungen Israels mit dem Göttlichen nicht ausschließlich männlichen Charakters waren«, sagt Bibelforscher Keel...
Beim lesen des Artikels merkt man, wie ganz bestimmte Bilder eines "männlichen" Gottes im Kopf wach werden und mit dem Bericht konkurrieren.

Gruß
Lobo
[color=black][size=75]Indonesisches Wort für Hoffnung: durch den Horizont blicken.[/size][/color]

Kreuz

#2 Beitrag von Kreuz » 02.12.2008, 20:16

Hy,

weiß gar nicht wo es herkommt, das Gott eine Frau sein soll,
was ich gar nicht damit einverstanden bin.

Denn in der Bibel steht oft, Gott der Vater und Vater war schon immer männlich.

Jesus wurde als Sohn geboren und nicht als Tochter.

Von daher kann man die weibliche Bezeichung als Irrlehre
betrachten.

dietmar
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#3 Beitrag von dietmar » 02.12.2008, 20:39

gut :lol:
in Franken sind die Dinge halt noch einfach.Da habt ihr es gut... :wink:

tergram

#4 Beitrag von tergram » 02.12.2008, 22:38

Kreuz hat geschrieben:Von daher kann man die weibliche Bezeichung als Irrlehre betrachten.
Ja. Selbstverständlich. Gott ist männlich.

Und die Erde ist eine Scheibe.

abendstern_
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#5 Beitrag von abendstern_ » 03.12.2008, 06:53

tergram hat geschrieben: Ja. Selbstverständlich. Gott ist männlich.
....und hat einen langen weißen Rauschebart. Jawoll! Hört endlich mit dem feministischen Quatsch auf

Adventskalendertürchen für Kreuz

:wink:

Dieter

#6 Beitrag von Dieter » 03.12.2008, 07:21

1. Mose 1, 27 hat geschrieben:Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib
Also kann Gott weder als Mann noch als Frau gedacht werden, denn beides sind seine Ebenbilder. Oder seine Schatten.

Eine Geschlechtszuweisung Gottes halte ich für völlig falsch, denn es widerspricht 2. Mose 20, 4: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist" und ebenso 5. Mose 5, 8: "Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist."

Dieter

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tosamasi
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#7 Beitrag von tosamasi » 03.12.2008, 10:41

Das männliche Attribut wurde ihm aufgepfropft.
Menschlich, männlich halt. :lol:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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organa
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#8 Beitrag von organa » 03.12.2008, 12:29

Buchtipp für EinsteigerInnen in die Thematik:

Thomas Staubli: Begleiter durch das Erste Testament
Patmos-Verlag Düsseldorf, 3. Auflage 2003

Hierin:

4. Gottheiten, Tempel, Kulte

Das religiöse Umfeld der Bibel
Die kanaanäische Religion
Die Göttin
Der Gott
Das Drama zwischen Gott und Göttin
Das Weltbild
Die Alltagsfrömmigkeit
Der ägyptische Einfluß
Der assyrische Einfluß
Der Weg zum einzigen, bildlosen Gott und weiter
Die kanaanäischen Tempel und Höhen
....

sowie

8. Mütter, Väter und Schöpfung
"Es wurden schon viele Kirchen leergepredigt, aber noch keine leergesungen..."

Sigvrid
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Gott eine Frau

#9 Beitrag von Sigvrid » 20.03.2010, 14:58

oder

Virginia R. Mollenkott
Gott eine Frau ?
Vergessene Gottesbilder der Bibel, 1990

oder sehr gut:

Gerda Weiler
Ich verwerfe im Lande die Kriege
Das verborgene Matriarchat im alten Testament, 1984

Sigvrit

Adler

#10 Beitrag von Adler » 20.03.2010, 16:27

Gott in irgend eine Geschlechterrolle stecken zu wollen halte ich für ausgemachten Unsinn!

Da Gott sowohl die Menschengeschlechter als auch Flora und Fauna, zweigeschlechtlich, zum Zwecke der Fortpflanzung, geschaffen hat, lässt dies unzweifelhaft darauf schließen, dass Gott sowohl das Weibliche, als auch das Männliche in sich vereint! Diese Tatsache mag für den menschlichen Verstand unmöglich erscheinen, aber - bei Gott ist kein Ding unmöglich ...

LG Adler

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