DAS SPRACHENWUNDER...

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Maximin
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DAS SPRACHENWUNDER...

#1 Beitrag von Maximin » 16.12.2007, 07:35

Predigt
im Pfingstgottesdienst, am 15. Mai 2005, in der Ev. Gemeinschaft Berlin-Buckow

Predigtlied: „Jesus nur alleine sei mein Losungswort! Nein, von meinem Heiland geh ich nicht mehr fort ( GLB 394 – 1-8 )
Gebet: HERR; heilige uns in deiner Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit.
Textwort:
(1) Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. (2 Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. (3) Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; (4) und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. (5) Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. (6) Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, dass sie mit seiner Sprache redeten. (7) Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? ( 8 ) Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind? (9) Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien, (10) Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom, (11) Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden. (12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? (13) Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. (Apostelgeschichte 2, 1 – 13 / Luther 1912)

Kanzelgruß: Ich grüße euch alle mit dem Gruß unseres auferstandenen Herrn Jesus Christus: Friede sei mit euch !
Predigtüberschrift: Das Sprachenwunder

Als ich vor einigen Wochen gebeten wurde, die heutige Pfingstpredigt zu halten, hat mich das tief bewegt. Der liebe Gott weiß warum, denn er sieht das Herz an. Nun bin ich aber nicht bei dieser inneren Bewegung stehen geblieben, sondern ich habe mich bewegt, um euch eine gehaltvolle Pfingstpredigt anbieten zukönnen. Ich hoffe, dass es gelingt.
Meine heutige Predigt hat 8 Teile:

1. Verständigungsschwierigkeiten.
2. Wie kommt es dazu?
3. Wie kann man das vermeiden?
4. Die erste Pfingstgemeinde.
5. Was glaubst du vom Heiligen Geist?
6. Wo ist der Heilige Geist?
7. Die Wirkungen des Heiligen Geistes.
8. Jesus nur alleine!

1. Verständigungsschwierigkeiten:
Anfang der 90er Jahre hat mich meine damalige Kirchenleitung auf Missionsreisen nach Russland geschickt. Einen russischen Analphabeten. Denn ich konnte russisch zunächst weder lesen, noch schreiben und schon gar nicht sprechen. Ohne einen zuverlässigen Dolmetscher wäre ich an Verständigungsschwierigkeiten gescheitert.

In Deutschland scheitert Jahr für Jahr jede 3. Ehe. Wie kommt es dazu? Meist geht eine schmerzhafte innere Trennung voraus. Man versteht sich nicht mehr, redet nicht mehr miteinander und am Ende trennt man sich und jeder geht eigene Wege. Früher weitgehend intakte Familienverbände fallen oft aus denselben Gründen auseinander: Erst reden sie hinterrücks übereinander. Schließlich redet keiner mehr miteinander. Da ist dann irgendwann ein Bruch unausweichlich.

Und was ist bei den Christen los? Ich meine so in den Gemeinden allgemein. Auch in unserer Gemeinde...!? (Pause)

2. Wie kommt es dazu?
Wie kommt es dazu, dass sich Menschen nicht mehr verstehen, selbst wenn sie dieselbe Sprache sprechen und oft lange Zeit scheinbar einträchtig oder doch wenigstens recht und schlecht zusammenleben? Sehen sie, um das wenigstens ansatzweise biblisch erklären zu können, möchte ich Ihnen etwas vom Anfang der biblischen Menschheitsgeschichte vorlesen. Es Steht im 1. Mose,11.1-7:

1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen! - und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel 4 und sprachen: Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. 5 Da fuhr der HERR hernieder, dass er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe! 8 So zerstreute sie der HERR von dort in alle Länder, dass sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen. 9 Daher heißt ihr Name Babel, weil der HERR daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.

Sie wollten sich mit dem Turmbau einen Namen machen und am Ende saßen sie auf dem Trümmerhaufen ihres ehrgeizigen Vorhabens. Keiner verstand mehr den anderen. Sprachenverwirrung! Aufgabe der Gemeinsamkeit! Trennung! Zerstreuung!

3. Wie kann man das vermeiden?
Am Beispiel der Geschichten vom gescheiterten Turmbau in Babel kam ich zu unserem Thema auf 4 Punkte, die mir wichtig erscheinen:

· Sich selbst nicht überschätzen und zu wichtig nehmen.
· Gott in allem die Ehre geben.
· Gottes Geist in uns wirken lassen.
· Alles mit IHM tun.

4. Die erste Pfingstgemeinde
Die wunderbare Pfingstgeschichte fängt zunächst undramatisch an. Da steht:... (1) Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. Herrliche erste Christengemeinde! Sie waren alle einmütig beieinander. Die Leute in Babel waren sich zunächst auch einig in der Absicht, sich einen Namen zu machen, also bedeutend zu werden. Und dann fingen sie an mit ihrem Turmbau.

Die erste Christengemeinde tut nichts. Sie wartet. Sie wartet auf das, was ihnen Jesus bei seiner Himmelfahrt versprochen hatte. Und dann wird´s höchst dramatisch: ... Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.

Und nun hören Sie mal genau was da steht: ... und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen.

Es erscheint mir wichtig, folgendes festzuhalten:
· er (der Heilige Geist) setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen;
· sie wurde alle voll des Heiligen Geistes;
· sie fingen (alle) an zu predigen wie es der Hl. Geist ihnen eingab.

Eine Predigt ist uns erhalten geblieben. Die Hauptpredigt vom Petrus kann man in der Apostelgeschichte komplett nachlesen. Ich möchte aber nur 2 Verse herausgreifen, weil die mir heute besonders wichtig sind:

Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.

Im Mittelpunkt der gewaltigen Pfingstpredigt des Petrus steht Jesus. Die Versammlung ist so sehr von dem beeindruckt was Petrus ihnen sagt, dass Petrus nicht nur ihre Gehirne, sondern ihre Gewissen und Herzen erreicht. Zwischenruf aus der Menge: ...„Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? “ Antwort vom Petrus:... „Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. “

Die klare und eindeutige Antwort des Petrus ist ebenso beeindruckend wie schlicht:
· erkennt, was wirklich wichtig ist im Leben. Ändert es!
· glaubt an den Herrn Jesus, nehmt seine Taufe an, damit euch eure Sünden vergeben werden;
· werdet mit der Kraft Gottes, dem Heiligen Geist, ein anderer, ein neuer Mensch.

5. Was glaubst du vom Heiligen Geist?
Fragen Sie mal ihre Freunde und Bekannten, was die über den Hl. Geist wissen. Sie werden stauen, was Sie da zu hören bekommen! Über Gott weiß fast jeder Bescheid. Der hat was gemacht. Das Weltall, die Erde, die Menschen und selbst die Gänseblümchen. Das wird Ihnen sogar jeder Mohammedaner bestätigen. Über Jesus wissen auch viele Bescheid. Ein wundertätiger Religionsstifter wäre er gewesen, ein edler Mensch und so weiter...! Aber über den Heiligen Geist werden Ihnen leider die wenigsten etwas Vernünftiges sagen können.

In einem Grundlagenwerk des Protestantismus, dem Heidelberger Katechismus (1563), wird auf die Frage: Was glaubst du vom Heiligen Geist? folgendes geantwortet:

Erstens, dass er gleich ewiger Gott mit dem Vater und dem Sohn ist (1.Mose 1,2; Jes 48,16; 1.Kor 3,16; 6,19; Apg 5,3.4). Zweitens, dass er auch mir gegeben ist (Mt 28,19; 2.Kor 1,21.22), mir durch einen wahren Glauben Anteil an Christus und allen seinen Wohltaten gibt (Gal 3,14; 1. Petr 1,2; 1.Kor 6,17), mich tröstet (Apg 9,31) und bei mir bleiben wird bis in Ewigkeit (Joh 14,16; 1. Petr 4,14).
[ s. a. http://www.ubf-net.de/heidelberg/hdkat/hdkat2c.htm ]

6.Wo ist der Heilige Geist?
Ich gebe Ihnen dazu nach meinem Erkenntnisstand eine klare und unmissverständliche Antwort: Er ist da! Der Heilige Geist, die Kraft Gottes, ist da und wirkt! Wir sollten diese Kraft Gottes nur in uns wirken lassen!

Nehmen Sie sich mal in einer ruhigen Stunde ihr Gesangbuch vor und schauen Sie sich die Pfingstlieder an. Erstens werden Sie nur verhältnismäßig wenige finden und zweitens, fangen die fast immer damit an, dass der Heilige Geist kommen möge. Er wird erbeten, erwartet, herbeigesehnt, aber es findet sich kaum ein Pfingstlied, das den Zustand der Gegenwart, die Wirkungen des Heiligen Geistes, beschreibt. Warum fallen die Pfingstlieder gegenüber den Lieder, die zu anderen Christfesten gesungen werden, eigentlich so kraftlos, so mickerig aus? Ist uns Pfingsten fremd? Bestenfalls noch ein Gedenktag an die Geburt der Kirche Christi?

7. Die Wirkungen des Heiligen Geistes
Vor Jahren bin ich einmal in eine Pfingstgemeinde eingeladen worden. Da war was los! Die Bude war gerammelt voll. Als die anfingen zu singen, wackelten beinahe die Kronleuchter. Helle Begeisterung in den Reihen. Der Pastor predigte so gewaltig, dass er kaum eine Augenblick lang an einer Stelle stille stehen konnte. Nix dagegen. Wer das so mag und darin die Wirkungen des Heiligen Geistes erkennt, bitte schön. Es soll jeder nach seiner Facon selig werden.

Ich für meinen Teil werde allerdings sehr still, wenn ich das lese, was Paulus in seinem Brief an die Galater über die (möglichen) Wirkungen des Heiligen Geistes (in uns) schreibt: Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. (Galater 5, 22 / Luther 1912). Und ganz leise werde ich, wenn ich mir die andere Seite der Medaille anschaue:

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. (Galater 5, 19-21 / Luther 1984)

Fassen wir zusammen:
Der Heilige Geist ist die Kraft Gottes! Denn es steht geschrieben, dass das Reich Gottes nicht in Worten steht, sondern in Kraft. (1. Korinther 4, 20).

Der Heilige Geist, die Kraft Gottes, ist da und kann in jedem Christen wirken - wenn ich IHN denn in mir wirken lasse.

Der Heilige Geist, die Kraft Gottes, greift unmittelbar in unser Leben ein, wann und wo ER will und - ER verändert den Menschen grundlegend.

Der Heilige Geist ist frei wie der Wind. Er kann von und an niemanden gebunden werden. Nicht an Kirchenordnungen, Bischöfe, Priester, Pfarrer, Pastoren, Prediger oder andere Seelsorgebeauftragte, die für eine wahrhaftige, echte und lebendige Christengemeinde zwar nützlich, aber ebenso schädlich sein können.

8. Jesus nur alleine
Vielleicht hat sich der eine oder die andere von euch über unser seltsames Pfingstprediglied gewundert. Zugegeben: Ein Pfingstlied ist das nicht! Ich habe es schon als Kind in der Sonntagsschule gesungen. Und nun möchte ich an diesem Lied für heute, an Pfingsten 2005, eine klitzekleine Veränderung vornehmen: Jesus möge nicht das Losungswort sein, sondern für unsere Fragen an und über den Heiligen Geist, die Kraft Gottes, das Lösungswort sein.

Petrus predigte nicht in Rätseln. Petrus predigte Jesus, den auferstandenen Christus: ...Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden. (Apostelgeschichte 2, 21).

Mir schrieb dieser Tage eine junge Frau, in deren Ehe es kriselt:
„Woher kommt das, fragst du, das man sich nicht mehr versteht. Es kommt daher, weil man verschiedene Sichtweisen hat und weil man sich schwer damit tut, mal zu versuchen mit den Augen des anderen zu sehen. Weil man vielleicht nicht bereit ist, mal ein Stückchen von seinem Standpunkt zurückzutreten. Es ist halt bequemer so. Und es ist auch bequem zu sagen: Du verstehst mich nicht. Nach dem Motto: Ich will und würde ja, aber du lässt es nicht zu. Schuldzuweisung! Und es kommt vielleicht auch daher, dass man nicht wirklich zuhört. Nicht mit dem Herzen hinhört“.

Ich wünsche mir, dass wir auf die in uns wohnende Stimme des Heiligen Geistes nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit unserem Gewissen, dem Herzen hinhören. Nicht nur an Pfingsten, sondern an jedem neuen Tag.

Amen
Michael Steinbach, Berlin, Pfingsten 2005
Zuletzt geändert von Maximin am 16.07.2008, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube.

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Joel
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Predigen

#2 Beitrag von Joel » 16.07.2008, 10:17

Hallo!

Sie schrieben, dass sie (die Jünger) vom Heiligen Geist erfüllt wurden und anfingen in fremden Zungen (Sprachen) zu predigen wie es der Geist ihnen auszusprechen gab.

In meiner Elberfelder steht aber:

Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.


Eine Predigt in fremden Zungen gibt es meines Wissens nicht, außer, dass es prophetisch ist und ausgelegt werden muss.

Das steht ja auch im 1. Korinther 14
Die Bibel sagt folgendes über die Zungenrede:

Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse.
1. Korinther 14:2 Elberfelder

Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst;
1. Korinther 14:4a Elberfelder

Weiterhin lesen wir in Apostelgeschichte 2, dass die Gläubigen nicht predigten, sondern Gott lobten!:

wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?
Apostelgeschichte 2:11b Elberfelder

Was wir in Apostelgeschichte 2 sehen, sind im Bezug der fremden Zungen zwei Wunder:

1. Ein Sprachwunder
Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.


2. Ein Hörwunder
7 Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? 8 Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden von Libyen gegen Kyrene hin und die hier weilenden Römer, sowohl Juden als auch Proselyten, 11 Kreter und Araber - wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden?


Das interessante ist, dass wir in diesem Abschnitt lesen können, dass die Anhänger der unterschiedlichsten Volksgruppen und Völker die geisterfüllten Jünger, jeder in seiner eigenen Sprache (und Dialekt) Gott loben hören!

Aus der Bibel können wir, wie oben schon erwähnt, entnehmen, dass Zungenrede von niemanden verstanden werden kann als von Gott alleine, aber dennoch hört jeder "Ausländer" jeden geisterfüllten Christen in seiner eigenen Sprache Gott loben.

Das finde ich sehr interessant...

Wenn der Heilige Geist heut noch in uns ist, dann muss das doch alles, was wir in Apostelgeschichte 2 und darüber hinaus ja im Grunde noch heute wirksam sein, jedenfalls finde ich in der Bibel keinen Vers, der das widerlegt.

Was meinen Sie??

MFG
Joel

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nikodemus
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#3 Beitrag von nikodemus » 16.07.2008, 14:47

Apg. 2
Hier erfüllt sich dass, was schon durch den Propheten Jesaja prophezeit wurde:

"Ja, durch stammelnde Lippen und durch eine fremde Sprache wird er zu diesem Volk reden, er, der zu ihnen sprach: Dies ist die Ruhe, schaffet Ruhe dem Ermüdeten; und dies ist die Erquickung! Aber sie wollten nicht hören." (Jes. 28,11)

Paulus betont sehr deutlich, daß Sprachenreden ein Zeichen für die Ungläubigen und daher nur sinnvoll ist, wenn Ungläubige anwesend sind, die entweder als Ausländer in ihrer eigenen Sprache das Evangelium hören, oder aber als ungläubige Juden erkennen müssen, daß Gott jetzt nicht mehr nur durch Juden und zu Juden spricht, sondern sich an alle Nationen wendet. Für die Juden - auch für die gläubigen Juden - war das zunächst eine unfaßbare Tatsache und wir wissen, daß selbst der Apostel Petrus Schwierigkeiten hatte zu lernen, daß Gott keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Heiden macht., Das Sprachenreden war das äußere Zeichen vom Anbruch dieser neuen Heilszeit. Sowohl in Markus 16 finden wir das Zungenreden in Verbindung mit dem Missionsauftrag, und ebenso lesen wir in 1. Kor. 14,22, daß das Zungenreden ein Zeichen "nicht den Glaubenden, sondern den Ungläubigen" ist. Das bedeutet aber, daß die Gabe der Sprachenrede heute nur dann einen Sinn hätte, wenn es darum geht, Menschen anderer, uns unbekannter Sprachen, das Evangelium zu verkündigen.

IN IHM
der Niko
Zuletzt geändert von nikodemus am 16.07.2008, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
http://www.chick.com/de/reading/tracts/0421/0421f_01.asp?dist=DE0100
http://www.chick.com/de/reading/tracts/5261/5261f_01.asp?dist=DE0100

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#4 Beitrag von nikodemus » 16.07.2008, 15:07

„Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. “

Der Gesammtkontext der Bibel besagt, dass der Glaube an Jesus Christus ausreicht um errettet zu werden. Du selbst kannst und brauchst dem nichts hinzuzufügen außer Deinen Glauben an das Erlösungswerk Christi.
Der Herr Jesus hat alles schon vollbracht. Trotzdem ist die Taufe sehr wichtig, und alle an Christus gläubig gewordenen Menschen sollten sich taufen lassen, weil Christus es befohlen hat.

In 1. Korinther 1,17 sagt der Apostel Paulus: "Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen."
Also wird man durch das Evangelium errettet, was von Paulus noch einmal in 1. Korinther 15,1-4 bestätig twird:
"Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe - es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften."

Epheser 5,26
26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,

Titus 3,5
5 da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,6 den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, 7 damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.

Taufe ist also kein Bestandteil der Errettung, sondern die Taufe ist etwas, was der Gläubige nach seiner Errettung praktiziert. Die Taufe ist ein Symbol der Errettung - und Symbole selbst retten nicht

Christus ist das Wasser und das Wort, welches Fleisch wurde. Joh 1

Wer von diesem "Wasser" nimmt und sein Fleisch isst, d.h. IHN im Herzen aufnimmt, der tut dies ja aus diesem Glauben heraus, und wird somit von Neuem geboren, und erhält somit jetzt schon ewiges Leben.
"Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." Joh 3,36

In IHM
der Niko
http://www.chick.com/de/reading/tracts/0421/0421f_01.asp?dist=DE0100
http://www.chick.com/de/reading/tracts/5261/5261f_01.asp?dist=DE0100

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#5 Beitrag von Joel » 18.07.2008, 15:59

Hallo Nikodemus

Ich verstehe nicht so genau, wie sie darauf kommen, dass man in fremden Sprachen zu Ungläubigen predigen soll.
In 1. Korinther 14 liegt der Fokus auf Gebet in Sprachen, bzw beten im Geist.

Ich glaube, dass Sie da auch irgendwie was durcheinander gebracht haben.
Paulus ging es bei den Korinther darum, dass sie es mit den Geistesgaben nicht (ich sag mal) übertreiben sollten, bzw. dass sie keine Abzeichen Gottes sind.

Wahrscheinlich (und genau davon sprachen Sie) predigten sie da alle wie verrückt in fremden Zungen und kein Mensch verstand auch nur eine Silbe.

Deswegen sagte Paulus ja auch:
Denn wer in Sprachen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht es, sondern er redet Geheimnisse im Geist.
1. Korinther 14:2 Schlachter 2000

Das Gebet in anderen oder fremden Sprachen dient hauptsächlich zur eigenen Auferbauung und Anbetung Gotte und nicht zur Predigt.

Aber was ich nicht verstehe ist, dass Paulus sagt, wie du schon aufgeführt hast, dass das Sprachengebet nicht für die Gläubigen ist, sondern für die Ungläubigen, wärend er im folgenden Satz dann wieder sagt, dass die Ungläubigen die Gläubigen für von Sinnen halten würden, wenn sie in Zungen beten, aber bei der Prophetie/Weissagung von allen durchleuchtet und überführt werden und sich somit anbetend vor Gott niederwerfen würden.

Das geht in mein kleines Hirn nicht rein. Ist das ein Fehler in der Übersetzung oder weiß Paulus nicht, was er meint??? Ich versteh das nicht.

Was sagt den der Urtext?
Haben Sie Altgriechisch studiert? Würde mich interessieren, wie das wortwörtlich übersetzt wäre.

Jedenfalls weise ich das Predigen in fremden Zungen weit von mir. Das lese ich so nicht im Wort. Weissagung klingt mir da einleuchtender.
Und die Predigt in einer erlernten "Erdensprache" sowieso. :wink:

MFG
Joel

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#6 Beitrag von Joel » 18.07.2008, 16:04

nikodemus hat geschrieben:
„Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. “

Der Gesammtkontext der Bibel besagt, dass der Glaube an Jesus Christus ausreicht um errettet zu werden. Du selbst kannst und brauchst dem nichts hinzuzufügen außer Deinen Glauben an das Erlösungswerk Christi.
Der Herr Jesus hat alles schon vollbracht. Trotzdem ist die Taufe sehr wichtig, und alle an Christus gläubig gewordenen Menschen sollten sich taufen lassen, weil Christus es befohlen hat.

In 1. Korinther 1,17 sagt der Apostel Paulus: "Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen."
Also wird man durch das Evangelium errettet, was von Paulus noch einmal in 1. Korinther 15,1-4 bestätig twird:
"Ich erinnere euch aber, ihr Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe - es sei denn, dass ihr vergeblich geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften."

Epheser 5,26
26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,

Titus 3,5
5 da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,6 den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter, 7 damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.

Taufe ist also kein Bestandteil der Errettung, sondern die Taufe ist etwas, was der Gläubige nach seiner Errettung praktiziert. Die Taufe ist ein Symbol der Errettung - und Symbole selbst retten nicht

Christus ist das Wasser und das Wort, welches Fleisch wurde. Joh 1

Wer von diesem "Wasser" nimmt und sein Fleisch isst, d.h. IHN im Herzen aufnimmt, der tut dies ja aus diesem Glauben heraus, und wird somit von Neuem geboren, und erhält somit jetzt schon ewiges Leben.
"Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." Joh 3,36

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der Niko
Ich stimme Ihnen zu, allerdings ist mir nicht ganz klar, was das mit dem Thema zutun hat.

Die Erretung durch Jesus und Sein Opfer ist das Fundament meines Glaubens und des Glaubens eines jeden wiedergeborenen Christen.
Darauf baut sich alles auf.

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nikodemus
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#7 Beitrag von nikodemus » 19.07.2008, 23:41

Ich bezog mich auf das erste Post und auf den einen Punkt
· glaubt an den Herrn Jesus, nehmt seine Taufe an, damit euch eure Sünden vergeben werden;

Man könnte damit verstehen, dass die Vergebung auch von der Wassertaufe abhängig wäre.


Sei Lieb gegrüßt ( Matthias? ) :)
der Niko
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