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 Betreff des Beitrags: LEBENDIGE HOFFNUNG
BeitragVerfasst: 12.04.2010, 07:36 
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Predigt am 11. April 2010, in der Ev. Gemeinde Haus Gotteshilfe, in Berlin-Neukölln

Predigtlied: „Die Sach ist dein Herr Jesus Christ...“ GLB Nr. 535 (1 - 3)
Gebet: In Wahrheit ist es würdig und recht, dir ewiger Gott immer und überall zu danken und dir in allem die Ehre zu geben.
Amen !

Textwort: 1. Petrus 1, 3 - 7 (Luther 1984):
3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, 5 die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit. 6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.

Liebe Geschwister im Herrn!
Das vorgelesene Textwort ist eine kompakte Zusammenfassung des Evangeliums in 2 Sätzen. 2 Mammutsätze! Doch wenn ich die Aussagen voneinander trenne, dann bekomme ich Klarheit für mein Heute und sogar einen Einblick in das, was noch kommt.

Der Herr Jesus sprach nicht in Rätseln. Seine Rede war klar, deutlich und für jeden verständlich. Sein Handeln war praktische Lebenshilfe für Kinder ebenso für Erwachsene. Für Gläubige wie für Zweifler. Für Gesunde und für Kranke.

Das Geheimnis des Evangeliums besteht nämlich darin, dass es sich stets dem einzelnen Menschen zuwendet. Da wo er ist und in welchen Lebens- und Gemütszuständen er sich auch immer befindet.

Ich habe deshalb aus unserem Textwort 3 Aussagen herausgenommen über die ich mich mit Euch ein wenig unterhalten möchte.

Predigtüberschrift: Lebendige Hoffnung

Ich habe 3 Predigtteile:
1. Lebendige Hoffnung
2. Gottes Macht
3. Freude nach Traurigkeit


Zu 1.: Lebendige Hoffnung
Gibt es auch eine tote Hoffnung? Ja, die gibt es. Wir haben das alles schon durchgemacht. Das ist, als wenn man in den Keller nach unten gehen muss und das eigentlich gar nicht möchte:
· große Hoffnung,
· kleine Hoffnung,
· ungewisse Hoffnung,
· schwindende Hoffnung.


Am Ende lebt man dann in Hoffnungslosigkeit. Und die Hoffnungslosigkeit hat eine große Verwandtschaft: Enttäuschung, Verlassenheit, Einsamkeit, Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit und Angst.

Lebendige Hoffnung gehört aber in unser Leben auch hinein. Lebendige Hoffung ist genau so wichtig wie atmen können. Wie hören, sehen, sprechen, riechen, denken und gehen zu können. Wenn ich meine Hoffnung aber nur in einen zukünftigen Himmel und in eine neue Erde verlege, dann werde ich Mühe haben, mit meinem Heute zurechtzukommen.

Ein lebendiger und mündiger Christenmensch der kann gar nicht anders, als seine Hoffnung an dem festzumachen, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Dein und mein Leben lenkt.

Gottes Geduld erhält meine Hoffnung lebendig. Jesu Verdienst auf Golgatha und die Tatsache seiner Auferstehung nimmt mir meine Lebensängste. Das Versprechen Jesu: „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welten ende.“ gibt mir Kraft und Mut für jeden neuen Tag.

Zu 2.: Gottes Macht
Unser Textwort sagt: „Aus Gottes Macht werden wir durch den Glauben bewahrt.“ Da betet jemand gläubig so: „Allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott...“! Wer sein Gebet so beginnt, der spricht wie Petrus in unserem Textwort: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus“.

Loben wir Gott nur dann, wenn uns alles gelingt? Wenn alle unsere Hoffnungen in Erfüllung gehen? Gehen wir mal in Gedanken an ein Krankenbett. Die ärztliche Diagnose ist niederschmetternd und die Prognose ungünstig. Was wird ein solcher Mensch beten? Anfänglich wird er leise bitten und betteln. Später wird sein Gebet lauter werden wenn er ruft: Gott ich erwarte von dir dass du mir hilfst.

Nun habe ich schwerkranke Menschen so beten hören: „Ich lege meine Hände, o Herr in deine Hand“. Das ist eine lebendige Hoffnung in die Allmacht Gottes die meinen Glauben auch in dunklen Stunden nicht zu Schanden werden lässt.

Jetzt denke ich an Martin Luther. Der hinterließ uns eine starke Hoffnung mit dem Lied: Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten.

Zu 3.: Freude nach Traurigkeit
Wir haben vorhin gesungen: Du, Herr, heißt uns hoffen und gelassen vorwärts schauen, deine Zukunft steht uns offen, wenn wir dir fest vertrauen.

Unser Textwort sagt, dass wir uns freuen werden wenn unsere Traurigkeit und unsere Anfechtungen ein Ende haben. Dürfen wir uns erst im Himmel freuen? Gewiss, diese Freunde wird mal unbeschreiblich sein. Kaum auszudenken...!

Als kleiner Junge habe ich meine Großeltern fröhlich singen hören: Jeder Tag mit Jesus ist schöner als der Tag vorher. Jeden Tag mit Jesus, ich lieb ihn mehr und mehr. Jesus liebt und führt mich, ich lebe nur zu seiner Ehr´. Jeder Tag mit Jesus, ist schöner als der Tag vorher.

Das waren keine reichen Leute. Sie lebten im Mangel. Es blieb ihnen nur das Nötigste zum Leben. Ihr Reichtum war ihr starker Glaube und ihre lebendige Hoffnung, obwohl sie deshalb in der damaligen DDR um ihres Glaubens willen drangsaliert wurden.

Nach der Karfreitagskatastrophe verließen zwei Jünger Jerusalem. Sie waren schwer enttäuscht und traurig. So machten sie sich auf den Weg nach Hause, zurück in ihre alten Lebensumstände. Sie hatten gedacht Jesus würde das Volk Israel von der römischen Besatzungsmacht befreien. Mit seinem Kreuzestod war ihre Hoffnung wie eine Seifenblase zerplatzt.

Noch bevor sie daheim ankamen war Jesus neben ihnen. Nicht der tote Jesus als Gespenst, sondern der auferstandene Christus. Aber sie erkannten ihn nicht. Erst als er mit ihnen am Tisch saß und das Brot mit ihnen teilte, da erkannten sie ihn. Ihren auferstandenen, lebendigen Heiland.

Selig, das heißt überglücklich, machten sie sich noch in derselben Stunde auf den Weg zurück nach Jerusalem. Und dort berichteten sie den anderen Jüngern was sie erlebt hatten. Da war Hoffnungslosigkeit in eine lebendige Hoffnung verwandelt.

Fassen wir das Ostergeschehen mit wenigen Worten zusammen: Jesus ist wahrhaftig auferstanden ! Jesus ist und bleibt Sieger !

Gehen wir nachher getrost in unsere Lebensumstände zurück und sagen wir diese frohe Botschaft weiter: Herr, du gibst uns Hoffnung, du änderst unser Leben. Großes wird groß, Kleines wird klein.

Segen:
Der Herr segne und behüte euch. Er lasse sein Angesicht über euch leuchten und sei euch gnädig. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der heilig Geist.
Amen

Es gilt das gesprochene Wort!
Michael Steinbach (Berlin)

_________________
Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube.


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