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 Betreff des Beitrags: FÜRCHTET EUCH NICHT !
BeitragVerfasst: 28.12.2009, 14:07 
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Predigt am 27. Dezember 2009, in der Ev. Gemeinde Haus Gotteshilfe, in Berlin-Neukölln

Predigtlied: „Herbei, o ihr Gläubigen...“ GLB Nr. 57, (1 - 4) – EvGB Nr. 45
Gebet: Ewiger Gott, unser lieber Vater. In Wahrheit ist es würdig und recht dir immer und überall zu danken. Heilige uns in deiner Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Gib uns dein Wort und lass es bewirken, wozu du es sendest. Amen.

Textwort: Lukas 2, 8 – 10
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;


Predigtüberschrift: Fürchtet euch nicht !

1. Die Nachtarbeit
2. Die Klarheit des Herrn
3. Die große Freude

Zu 1.: Die Nachtarbeit:
Wissen sie was es bedeutet, nachts arbeiten zu müssen und bis zum Morgen durchzuhalten? Fragen sie mal eine junge Mutter, deren Kind wie am Spieß brüllt und nicht zu beruhigen ist. Fragen sie mal eine Krankenschwester auf der Intensivstation oder Soldaten im Felde...

Als Junge wollte ich unbedingt meinen Vater zu seiner Nachtschicht begleiten. Schließlich nahm er mich einmal in sein Büro mit. Herrlich fand ich das. Nicht so früh ins Bett müssen, sondern wie ein Erwachsener die ganze Nach aufbleiben dürfen. Bis gegen 02 Uhr Nachts habe ich durchgehalten. Dann bettete mich Vater auf sein Feldbett...

In unserem Textwort geht es um die Nachtarbeit der Hirten bei Bethlehem. Junge frische kräftige Kerle, die etwas aushalten können. Gewiss waren die einfach gestrickt und sicherlich auch keine Schriftgelehrten. Was mögen die von den uralten Prophezeiungen gewusst haben, wonach ein Messias, ein Erlöser angekündigt worden war.

Ich nenne nur eine: „Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist noch ein kleines dahin, dass ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene bewegen werde. Ja, alle Heiden will ich bewegen. Da soll dann kommen aller Heiden Bestes; und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth.“ (Haggai 1, 5 + 6)

Nachtarbeit ist gegen unsere Natur. Unser Gott arbeitet nicht im Schichtbetrieb, sondern rund um die Uhr. Jesus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ Na klar kommen wir auch in Bedrängnisse. Und wenn es mal besonders dicke kommt, dann sei dir gewiss: „Deine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet schläft nicht.“ (Psalm 121, 2 + 3) Fürchte dich nicht!

Zu 2.: Die Klarheit des Herrn
Haben sie in allen Dingen Klarheit? Klare Verhältnisse in ihrem Gewissen? Es ist ein Geheimnis des Glaubens: Durch unseren Glauben an unseren Herrn Jesus Christus sind wir im Reinen mit Gott, mit uns selbst und mit unseren Mitmenschen können wir das auch erreichen...

Die glaubensfestesten und echte Gottesmänner fürchteten sich, wann immer ihnen des Herren Wort begegnete. Aber am Anfang stand immer die vorbereitende Ermutigung: „Fürchte dich nicht!“

Fürchte du dich auch nicht, wenn dich mal ein echtes Gotteswort erschreckt. Ein Gotteskind braucht dennoch keine Angst zu haben. Anders sieht es aus, wenn Gott scheinbar schweigt, oder wenn wir mit ihm nicht mehr reden wollen.

Das Boot der Jünger war einmal in Seenot. Sie drohten abzusaufen. Jesus schlief hinten im Boot. Voller Angst weckten sie ihn. Er bändigte den Sturm und die Wellen. Der Himmel riss auf und alle hatte klare Sicht. Man kann eine Kirchengemeinde mit einem Boot vergleichen. Manchmal wackelt dieses Boot auch, gerät vielleicht sogar in Not. Hoffentlich ist dann der im Boot, auf den alles ankommt.

In unserem Textwort heiß es: „Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie;...“ Eben fürchteten sie sich noch. Aber von einem auf den anderen Augenblick wich die Angst von ihnen. Warum? Der Engel des Herrn nahm ihnen ihre Angst weg und ersetzte sie durch große Freude.

Nein, man muss kein Schriftgelehrter sein, um in Glaubensfragen Klarheit zu finden. Denn es steht geschrieben: „Alle Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5, 7) - s. a. Ps. 55:23; Matth 6:25; Phil 4:6) Unsere Sorgen loslassen müssen wir allerdings schon...

Zu 3.: Die große Freude
Nach dem ersten Erschrecken haben sich die Hirten gefreut! Warum? Na sie gingen nach Bethlehem und fanden alles genau so vor, wie es ihnen gesagt worden war. Den Stall, Maria, Joseph, das Kind in der Krippe und nach der Überlieferung auch einen Ochsen und einen Esel.

Nun muss ich aber doch ein wenig skeptisch nachfragen.

· Glauben sie wirklich, dass sich Maria gefreut hat? Ich meine ein Kind in einem Viehstall zur Welt zu bringen ist ja auch nicht gerade gemütlich – oder? Von den hygienischen Bedingungen in einem ordentlichen Kreissaal ganz zu schweigen.

· Glauben sie, dass sich Joseph wirklich gefreut hat? Da nimmt er sich eine schöne junge Frau, will mit ihr glücklich werden und dann bekommt die ein Kind. Eigentlich der Normalfall! Nur Joseph weiß, dass das Kind nicht von ihm ist.

· Glaubt jemand ernsthaft, dass sich der Ochse und der Esel gefreut haben? Ich meine, die Krippe, aus der sie normalerweise ihr Heu fraßen, die war anderweitig belegt. Zweckentfremdet als Kinderbett.

· Der König Herodes, hoch oben in seiner Burg, der hat sich auch nicht gefreut. Er fürchtete sich vor einem Kind und hatte Mordgedanken.

Wenn man die Dinge so betrachtet, dann war da wenig Anlass für große Freude. Verständlich wird das Weihnachtswunder erst durch das, was der Engel des Herrn erklärt hatte:

„Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“ Denn als der Engel das gesagt hatte, da freute sich der Himmel.

Denn es heißt weiter: “Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ (Lukas 2, 11 – 14)

Wissen Sie warum sich der Himmel gefreut hat? Deshalb, weil Gott der Herr, in seinem Sohn, freiwillig in die Niedrigkeit gegangen war. Selig sind die Menschen, in deren Herzen Freude wohnt. Denn diese Freude kommt von Gott.

Zum Schluss noch kleine Frage: Was bitteschön hat das alles mit dir und mit mir in unserem Heute zu tun? Hören wir, was der Engel des Herrn genau gesagt hat: „Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;...“ Er sagte: ...allem Volk! Der Heiland der Welt ist für alle da! Für dich, für mich und für unseren schwierigen Nachbarn auch...
Amen

Es gilt das gesprochene Wort

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Der kleine Glaube hat denselben starken Heiland wie der große Glaube.


Zuletzt geändert von Maximin am 28.12.2009, 17:45, insgesamt 4-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.12.2009, 17:08 
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Maxi[size=75](ad)[/size]min hat geschrieben:
Es gilt das gesprochene Wort


Maxime, ich denke, es war ein wahrhaft fesselndes gesprochenes Wort.

:wink:

Doch sag', mein Lieber, wie sieht es mit dem geschriebenen Wort aus?

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"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)


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 Betreff des Beitrags: ES GILT DAS GESPROCHENE WORT...
BeitragVerfasst: 28.12.2009, 17:39 
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Beiträge: 3268
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:) Meine liebe Evahstochter,
ich will es Dir an anderer Stelle gerne erklären. Hat mit meinen früheren Predigterfahrungen in der NAK und mit denen in meiner jetzigen Glaubens- und Lebenswelt zu tun...! Aber das ist eine andere Geschichte :mrgreen:
LG vom Micha :wink:

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