NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

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Boris
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#11 Beitrag von Boris » 08.03.2018, 14:10

Ja lieber Fridolin,
manchmal lässt sich die Fratze des Teufels in der NAK sehr deutlich erkennen,

findet Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Boris
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#12 Beitrag von Boris » 08.03.2018, 14:41

Danke für den Link, Fridolin.

Einen Teil davon kannte ich schon. Nun ist mir speiübel geworden.
Wenn ich daran zurückdenke, dass diese Fratzenbilder in den Ämterzimmern hingen/hängen ...

LG Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Hatikwa
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#13 Beitrag von Hatikwa » 15.03.2018, 22:29

guten Abend,
ich finde es empörend, daß bei diesem hochinteressanten Thema, es bei "teuflichen Fratzenbildern" das Thema abgeschlossen sein soll.
Das scheinheilige Vorgehen der NAKI macht mich auch wütend, denn sie verhält sich respektlos gegenüber jüdisch gläubigen Menschen. Auch in meiner Stadt werden Führungen zu den Stolpersteinen gemacht; in meiner Straße stolpere ich über manchen solcher Steine. Aber es endet nie in einer Gedenkfeier im Okkultismus. So wie Richard Fehr es in einem GD in Nazareth praktiziert hatte: "Abraham ist bei uns, und Jesaja," usw. --- Martin Luther, einer der größten Judenhasser und Antisemit, ist auch schon längst neuapostolisch.
Ähnlich wie "Stolperstein- Besichtigung" ist auch ein Chor der NAKI, die sich am Entschlafenen - GD im Elsaß aufmachten, und auf dem jüdischen Friedhof in Rosheim ihre Lieder sangen. Ganz sicher wußten die Teilnehmer nicht, daß ein jüdischer Friedhof ein absoluter ungestörter Ort nur den Verstorbenen gilt.
Aber arrogant, wie die NAKI ist, poltern sie respektlos in diese Ruhe: Achtung! wir NAKI´S kommen!
Die jüdischen Angehörigen besuchen die Grabstätten ihrer Verstorbenen am Todestag. Und das war´s.
Okkultismus gibt es im Judentum nicht. Beten für Verstorbene ist im Judentum auch unbekannt.

Wenn das Rabbinat in Jerusalem sich verbittet, daß der Papst für sie, "die Juden" betet, dann ist das richtig. Denn ein Jude braucht nicht das Gebet eines Papstes, oder von sonst wem.
Im Judentum gibt es keinen "autorisierten" Vermittler zwischen Gott und dem Gläubigen. Jeder gläubige Jude ist nicht mehr oder weniger wert, als der größte Rabbiner aller Zeiten. Der Jude ist allein für alle seine Taten vor Gott verantwortlich, und er kann zwar den Rabbiner bitten, für ihn zu beten --- doch wenn er das nicht selber tut, wenn er nicht selber mit Gott ins Reine kommt, nutzt ihm das wenig.
Das Gespräch mit Gott ist also ein direktes und unmittelbares.
Was will also der Papst mit seinen Gebeten? Und --- Entschuldigung bei den neuapostolischen Lesern---
das Auftreten der NAKI mit ihren knapp 150 jährigen Schauermärchen ???
WIR ! NAKI ! haben Jerusalem erobert !!! yes, we can !!!!!!!!!!!!!!!

schönen Abend, und gute Nacht --- hatikwa

Hatikwa
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#14 Beitrag von Hatikwa » 15.03.2018, 23:16

guten Abend noch einmal,
ich weiß, daß das Problem größtenteils darin liegt, das wenige über jüdische Kultur und Religion wissen.
Leider wird das Judentum, das Interesse daran, auf die Shoa reduziert. So schrecklich und unbegreiflich die Shoa --- und das erst vor 80 Jahren auch war --- der Weg dazu wurde über zwei Jahrtausende vom Christentum, auch von einigen Autoren der Evangelien, und später von vielen Kirchenvätern, durch die Judenverfolgungen vorbereitet.

Nach wie vor gibt es zahlreiche Klischees über Juden, die in den Köpfen der Menschen herumspuken.
Selbst der aufgeklärteste und liberalste Geist wird nicht immer frei sein von solchen "images".
Nach mehr als 2000 Jahren antijüdischer Tradition darf das nicht verwundern. Ob der bleiche Kaftanjude oder der mit Kippa und Maschinengewehr bewaffnete Israeli, in den seltensten Fällen kommenen solche Vorstellungen der Wirklichkeit nahe, die wie stets aus vielen Grautönen besteht und nicht nur aus Schwarz und Weiß.

Immer noch gehen Juden und Nichtjuden in Deutschland nicht selbstverständlich miteinander um. Die Bürde der Geschichte, die Schuld der Täter, aber auch die Scham ihrer Nachkommen und schließlich die Gleichgültigkeit oder sogar die Wut der Jüngeren, die das "leidige Thema" nicht mehr hören können - das alles sind wesentliche Gründe, warum Begegnungen zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland häufig ein Problem sind.
Doch zum Glück gibt es von nichtjüdischer Seite auch Neugier. Was sind das für Menschen, diese Juden?
Wenn sie dann einmal die Chance haben, einem Juden leibhaftig zu begegnen, dann sollte er allerdings alle, aber auch wirklich alle Fragen zum weiten Feld "Judentum" beantworten können. Am besten wäre er Zeithistoriker, Nahost- Experte und Rabbiner in einem.
Natürlich ist damit jeder Jude heutzutage restlos überfordert. Er kann die Erwartungen, die an seine Sachkenntnis gestellt werden, oft nicht erfüllen; auch ein normaler nichtjüdischer Deutscher kann nicht alles über deutsche Geschichte, die deutsche Mentalität, über Kultur und religiöse Bräuche wissen.
Je mehr wir voneinander wissen, um so größer sind die Chancen auf ein friedliches, aber auch wechselseitig befruchtetes Miteinander. Zu jeder Zeit, in jedem Alter.

jetzt aber: endgültig gute Nacht --- hatikwa

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Heinrich
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#15 Beitrag von Heinrich » 16.03.2018, 15:12

@Hatikwa

(was bedeutet dieser Name eigentlich, stammt er aus dem skandinavischen Raum?)
Martin Luther, einer der größten Judenhasser und Antisemit, ist auch schon längst neuapostolisch.
Wo haben Sie das denn bitte her? Glauben kann ich das nicht und wer in aller Welt kann so etwas behaupten?

Gruss aus dem evangelischen Süden,
Heinrich
In der Kirche halten zurzeit nicht wenige ihren eigenen Vogel für den Heiligen Geist.
(Ludwig Schick, Erzbischoff Bamberg)

Schwäble
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#16 Beitrag von Schwäble » 16.03.2018, 18:42

Hallo Heinrich
Das wissen wir im wilden Süden schon lange. Auch Beethoven konnte sich dem Ruf nicht entziehen und ist schon lange versiegelt.
Es wimmelt "drüben" nur so vor Prominenz

Grüßle vom Schwäble

fridolin
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#17 Beitrag von fridolin » 16.03.2018, 19:32

Wo haben Sie das denn bitte her? Glauben kann ich das nicht und wer in aller Welt kann so etwas behaupten?
Heinrich, bist du nicht auf dem laufenden. Die NAK in ihrem frühkirchlichen Entstehungsprozess.
Ostern 1874 wurde Martin Luther versiegelt. Im gleichen Jahr am Himmelfahrtstag wurden auch Melanchthon, Zwingli, Calvin und andere bekannte historische Persönlichkeiten versiegelt.
Damals wurden die versiegelten noch namentlich benannt.
Drüben wimmelt es anscheinend vor Prominenz die in der Ewigkeit nachträglich neuapostolisch wurden. :D


http://nak-kritik.ruf-vita.de/doku.php? ... fenenwesen
Apostel Schwartz begann damit, „Taufen und Versiegelungen an Entschlafenen über Lebende als Schale durchzuführen“13). Begründet wurde die Einführung dieser Praxis mit 1 Kor 15,29:
Was machen sonst, die sich taufen lassen über den Toten, so überhaupt die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen über den Toten?14)
Anfangs nannte man die Entschlafenen, die z. B. versiegelt werden sollten, namentlich15). Am zweien Ostertag 1874 wurde der Reformator Martin Luther versiegelt, am Himmelfahrtstag des gleichen Jahres auch Melanchthon, Zwingli, Calvin und andere bekannte historische Persönlichkeiten16). Darüber schrieb Apostel Schwartz in De Herinnering unter anderem:
Und denkt euch nur, am Ende des Gottesdienstes kam eine Weissagung (doch ich habe sie noch nicht empfangen): „Ich, der Herr … gedenke heute an meinen Knecht Martin Luther, damit er zu meiner Braut gehöre. Mein Knecht Verkruisen, gehe zu meinem Knecht, dem Apostel, und lasse dich taufen für meinen Knecht Martin Luther.„ Mithin gehört Vater Luther fortan zu den Erstlingen und wohl zum Stamme Juda!

Hatikwa
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#18 Beitrag von Hatikwa » 16.03.2018, 22:29

guten Abend,
danke Schwäble und Florian für eure Aufklärung über Martin Luther. Ich wunderte mich schon, daß dies Heinrich unbekannt ist und er entrüstet über diese "Behauptung" ist. Von wem nur kann denn so etwas
behauptet werden ? Doch nur von der NAKI selbst!!!
Lieber Heinrich, warum weißt du das denn nicht? --- In den 70 - er Jahren wurde das gelegentlich sogar geistgewirkt vom Altar verkündet, bes. wenn der Entschlafenen GD nahte. Auch viele alteingesessene Geschwister erzählten darüber.
Nun habe ich doch im Internet gesucht, und der von mir sehr geschätzte Dieter Kastl hat zu diesem Thema folgenden Bericht bei --- NAK- Talk - Martin Luther vor 143 Jahren konvertiert ---
oder in den Westfälischen Nachrichten: Martin Luther und die Neuapostolen --- Lies´ dort mal bitte, dann weißt du bescheid.

Erstaunlich für mich ist aber, daß auf NAKI - eigene Sites, z.B. NAC- today mit keinem Wort erwähnt wird, daß Martin Luther längst Glaubensbruder und ein Gotteskind ist, mit allem pipapo versehen ist.
Warum wohl wird heute damit nicht mehr geprotzt ?

Mein Nick - Name "hatikwa" ist das hebräische Wort für "Hoffnung"

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende - wie immer --- hatikwa

Schnoogele
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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#19 Beitrag von Schnoogele » 20.03.2018, 18:37

NAK gedenkt den jüdischen Mitbürgern -

ich sehe auf dem Bild 4 NAK-Mitglieder

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Re: NAK-Gemeinde gedenkt ehemaliger jüdischer Mitbürger

#20 Beitrag von Schnoogele » 20.03.2018, 18:40

fridolin hat geschrieben: Drüben wimmelt es anscheinend vor Prominenz die in der Ewigkeit nachträglich neuapostolisch wurden. :D
Aber davon sind doch fast alle in den 50ern exkommuniziert worden weil sie sich nicht zur Bischoffschen Botschaft bekannt haben ;)

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