Schneiders Theologieverständnis

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detlef.streich
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Schneiders Theologieverständnis

#1 Beitrag von detlef.streich » 31.01.2018, 12:08

Zur Info:

Am 21.1.2018 hat Stap Schneider überraschend einen Ämtergottesdienst in Berlin gehalten und sich in der Predigt u.a. wie folgt geäußert:

„Ja, jetzt seid ihr ganz auf Theologie, früher haben wir gepredigt aus dem Heiligen Geist, jetzt kommt ihr mit Theologie, was soll denn das.“

Um auf diese Aussage einzugehen, muss man zuvor fragen, was Theologie eigentlich bedeutet. Hier zunächst als kurze Einführung der Versuch einer zusammengerafften Kurzbeschreibung. Rein begrifflich meint das Wort die „Lehre von Gott/ Göttern“ verbunden mit den spezifischen Inhalten und Heilsordnungen eines bestimmten religiösen Glaubens. Dabei muss aber die Theologie vom Glaube an sich bzw. der allgemeinen Glaubenspraxis unterschieden werden. Dies ist für den heutigen theologischen Disput maßgeblich. Während zu früheren Zeiten die Theologie dem Glauben vorgeordnet war, wird sie heute eher als mögliche Reflexionsform gegenüber dem Glauben oder der (jeweils spezifischen) Religion sekundär. Die je nach Konfession stark verschiedenen christlichen Theologien verstehen sich grundlegend als Auseinandersetzung mit den historischen Quellen und der jeweiligen Glaubenspraxis und beschäftigen sich mit den Fragen des interkulturellen wie interreligiösen Miteinanders.
Zudem gibt es in jeder spezifischen christlichen Theologie wiederum verschiedene Ansichten, die durchaus miteinander in starkem Disput stehen. Von den einen wird die Theologie als Wissenschaft angesehen, was hingegen von anderen zum einen wegen der damit verbundenen Bekenntnisgebundenheit als unsinnig bezeichnet wird, zum anderen deshalb, weil der eigentliche Gegenstand der Theologie, also Gott, in direkter Weise natürlich weder erforscht noch beschrieben werden kann, da er sich dem Zugriff vollständig entzieht.
Die Sache ist also komplizierter als so mancher meint. Alleine Fragen zur Trinität und Soteriologie lassen so manche Gemüter (zu Recht) in hitzige Diskussionen geraten. Zu erwähnen wäre noch, dass es außerdem eine Ökumenische Theologie, Befreiungstheologie, feministische Theologie, systematische Theologie und dergleichen mehr gibt.

Nun hat sich jüngst auch Stap Schneider in Berlin zu dem Thema geäußert:

„ Man hat mir schon mehrmals gesagt: Ja, jetzt seid ihr ganz auf Theologie, früher haben wir gepredigt aus dem Heiligen Geist, jetzt kommt ihr mit Theologie, was soll denn das! Muss man Theologie studieren, um jetzt gut zu predigen? Nein. Der Heilige Geist hat jahrelang ohne theologisches Wissen gewirkt in unserer Kirche und das ging ganz gut. Aber, ja, es hinkt ein bisschen, das Beispiel, aber, ich sage immer, es ist wie mit der Grammatik oder mit dem Schreiben.
Ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist, in Frankreich ist das absolut katastrophal, die Leute können nicht mehr richtig schreiben. So, die schreiben Briefe, schreiben Reports, alles Mögliche, stimmt alles, man kriegt alles mit, aber es ist so unangenehm, wenn man sieht, ach, da sind so viele Fehler drin. Man kann ja auch die Botschaft so schreiben, dass sie angenehm zu lesen ist, wenn alles stimmt und wenn die Rechtschreibung stimmt, wenn die Grammatik stimmt.
Genauso ist das mit der Predigt. Natürlich kann man die Botschaft sagen und ausrichten ohne Theologie, ist aber doch viel schöner, wenn alles in der rechten Weise vorgestellt ist und wenn jeder sagt: Ja, das stimmt, da ist jetzt kein Denkfehler drin, ja, das macht Sinn, das ist in Ordnung.
Theologie im Glaubensleben ist wie Grammatik im Schreiben. Man kann ohne leben, aber es geht doch viel besser mit. Ändert an der Wirksamkeit des Heiligen Geistes nicht, aber macht einfach die Speise angenehmer zu empfangen.“


Laut Schneider dient die Theologie also lediglich dazu, die Inhalte der Predigt besser aufzubereiten (Speise…), damit sie dem Zuhörer schmackhafter erscheint und Denkfehler vermieden werden. Und speziell diese Behauptung ist interessant:

"Der Heilige Geist hat jahrelang ohne theologisches Wissen gewirkt in unserer Kirche und das ging ganz gut…. (Die Theologie ändert an der Wirksamkeit des Heiligen Geistes nichts!“

Der Heilige Geist als Bestandteil des trinitarischen Gottesbildes und damit originärer Hauptgegenstand der Theologie hat also selbst keine Ahnung von Theologie. Das ist durchaus witzig und schon einmal interessant!
Und bemerkenswert ist auch, was Schneider nach eigenem Anspruch aus diesem Heiligen Geist heraus, der ja bekanntlich laut Joh. 16, 5-15 in alle Wahrheiten führen soll, der Amtsträgergemeinde als „Evangelium“ noch zu sagen hat – ob mit oder ohne theologische Grundlage, mag jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Weitere unkommentierte Aussagen Schneiders aus seiner Predigt in Berlin 2018 sind zu lesen unter:
http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/ ... #theologie

Amtsträger als Sklaven Christi:
Aufgabe von Amtsträgern:
Das Evangelium ist gebunden an die Apostellehre:.
80jährige bedürfen einer anderen „Speise“ als Jugendliche:
Warum die strenge Amtshierarchie nicht mehr funktioniert:
Für morgen und übermorgen wird die Kirche auf den Kopf gestellt:
Hörerwartung der Geschwister ist die neuapostolische Lehre:

Fasst man Schneider Ausführungen kurz zusammen, kommt das hier raus:
„Wir sollen das Wort Gottes recht verteilen und somit das Heil für die Menschen zugänglich machen. Das ist der einzige Grund unserer Amtstätigkeit, das Wort Gottes auszuteilen in rechter Weise, damit das Heil zugänglich wird. (…) Also lasst uns da auch treu den Geschwistern liefern, was ihnen zu gute steht, worauf sie warten mit recht, das Evangelium Jesu Christi, die Apostellehre. (…)Und die Geschwister erwarten, wenn sie in die Neuapostolische Kirche kommen, dass da die neuapostolische Lehre gepredigt wird und nicht sonst irgendwas. Insofern müssen wir auch da treue Diener sein und das liefern, was der Gemeinde zusteht. Noch einmal bibelkonform, der Lehre der Apostel, dem Katechismus, dem Glaubensbekenntnis, das erwarten sie von uns und dafür sind wir eingestellt, das sollen wir machen.“

Also gilt laut Schneider: Evangelium = Apostellehre = neuapostolische Lehre = Katechismus = Glaubensbekenntnis!

Und genau das zu verkünden sind laut Stap Schneider die Amtsträger und klugen Haushalter „eingestellt“, denn „Der Haushalter ist ein Knecht, bzw. ein Sklave, wie alle anderen Knechte, wie alle anderen Sklaven im Haus. … Er hat null Autonomie, er kann nur das machen und ausführen, was der Meister entschieden hat und ihm befohlen hat. Und das ist insofern ein schönes Bild für unsere Tätigkeit in unserem Amt, in unserem Dienst. … Was er uns sagt, das machen wir. Wir sind und bleiben Diener, Knechte, Sklaven Jesu Christi.
Nichts von dem, was von Schneider hier behauptet und proklamatisch verkündet wird, kann man dem „Meister“, also Jesus in die Schuhe schieben. Die Amtsträger der NAK sind in Wirklichkeit Sklaven, eine wahrlich treffende Bezeichnung, der NAK und ihrer obersten Funktionäre mit null Autonomie auf den unteren Ebenen!

Aber das alles hat mit der selbstherrlich behaupteten Bibelkonformität und mit Christentum absolut nichts zu tun!

(Passend zum Thema Heiliger Geist eine alte Ausarbeitung von Will Andrich: http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/ ... sonneu.doc)

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Bezirks-Elster
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#2 Beitrag von Bezirks-Elster » 31.01.2018, 13:29

Also gilt laut Schneider: Evangelium = Apostellehre = neuapostolische Lehre = Katechismus = Glaubensbekenntnis!
Bei solchen Zirkelschlüssen bekomme ich ein komisches Gefühl in der Bauchgegend ..... :?

(BTW, "Glaubensbekenntnis" - ist damit das Nicaeno-Konstantinopolitanum gemeint, oder die 10 NAK-Glaubensartikel?)
„Der Haushalter ist ein Knecht, bzw. ein Sklave, wie alle anderen Knechte, wie alle anderen Sklaven im Haus. … Er hat null Autonomie, er kann nur das machen und ausführen, was der Meister entschieden hat und ihm befohlen hat. Und das ist insofern ein schönes Bild für unsere Tätigkeit in unserem Amt, in unserem Dienst. … Was er uns sagt, das machen wir. Wir sind und bleiben Diener, Knechte, Sklaven Jesu Christi.“
Wer ist denn dass "wir" im letzten Satz? Zählen sich die Apostel auch darunter? Wie sieht das aus, wenn Jesus was "sagt" oder "befiehlt"? Könnte man davon eine Tonbandaufnahme machen - so man das Equipment an diesem Zeitpunkt verfügbar hätte?
Oder sind es Vermutungen, die die Apostel haben: "Im Geiste Jesu denken wir, wir sollten dies und das jetzt tun" ("Lebendige Gemeinden" - Zusammenlegungen, Großevents, Zurückhaltungen von wissenschaftlichen Berichten).
Dann stellt sich mir die Frage, warum die Apostel dass alles selbst entscheiden dürfen und den darunterliegenden Hierarchiebenen diese Gottesnähe absprechen......
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015

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Lulo
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#3 Beitrag von Lulo » 31.01.2018, 14:57

Schneider gibt also zu, dass bisher nur mit rudimentärem thelogischem Grundwissen gepredigt wurde. Ist doch schon mal etwas. Auch wenn es keine neuen Erkenntnisse sind, denn wir (Aussteiger) wissen das ja schon lange.
detlef.streich hat geschrieben:"Der Heilige Geist hat jahrelang ohne theologisches Wissen gewirkt in unserer Kirche und das ging ganz gut…. “

Der Heilige Geist als Bestandteil des trinitarischen Gottesbildes und damit originärer Hauptgegenstand der Theologie hat also selbst keine Ahnung von Theologie. Das ist durchaus witzig und schon einmal interessant!
Vielleicht hat sich Schneider hier nur ungenau ausgedrückt und meint: "...ohne theologisches Wissen (der Amtsträger) gewirkt ...." Also, theoretisch hätte das funktionieren können. Wenn wirklich ein Heiliger Geist vorhanden gewesen wäre, hätte es auch keinerlei theologischer Kenntnisse der Amtsträger bedurft. Hat aber nicht funktioniert. Die ständige Schwarz-Weiß-Malerei in den Predigten und haarsträubenden Gleichnisse, die nach hinten losgingen, fand ich schon zu meiner aktiven NAK-Zeit mehr als öde. Was sagt uns das? Es kann nicht so weit her sein mit dem viel gepriesenen Heiligen Geist. Oder der Heilige Geist ist auch nicht mehr das, was er mal war. :wink:

Wie auch immer. Im Grunde ist das Umschwenken von reiner Improvisation (Heiliger Geist) auf theologische Inhalte ein Eingeständnis der KL. So wird es zwar nicht kommuniziert (und von den Gläubigen wohl auch nicht erkannt), aber es kommt auf dasselbe hinaus. Denn wenn der heilige Geist bisher ohne theologisches Wissen der Amtsträger gewirkt hat, warum nicht auch in Zukunft? Gerade die NAK hat doch in der Vergangenheit immer betont, dass die Predigten frei gehalten werden und dass der Heilige Geist durch den Dienenden wirkt. Insofern erstaunt mich dieser Kurswechsel schon sehr. Wo ist er geblieben, der Heilige Geist? War er möglicherweise niemals da?
Wer loslässt, hat beide Hände frei. :arrow: Status: 2009 aus der NAK ausgetreten

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#4 Beitrag von Heinrich » 31.01.2018, 18:19

Wo ist er geblieben, der Heilige Geist?
Tja, Herr Schneider wird es nicht wissen und der Rest der finanziell bestimmenden Kirchenpräsidenten auch nicht.

Der Heilige Geist ist der Neuapostolischen Kirche abhanden gekommen. Und das schon lange.

Ich verstehe die Amtsträger in den Gemeinden, die irgendwie versuchen, den zugrunde gehenden "Laden" noch zusammenzuhalten,
Euch allen viel Erfolg!


Gruss aus dem windigen Süden,
Heinrich
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#5 Beitrag von Heidewolf » 31.01.2018, 20:01

Der Heilige Geist ist der Neuapostolischen Kirche abhanden gekommen. Und das schon lange.
Wenn wir uns darauf einigen können, dass der HG in der NAK nicht immer vorhanden ist, dann passt das.

Deer Brd. Kiefer sagte neulich mal: Der Heilige Geist weht wo er will.

Dann geh ich davon aus, das diese Bibelstelle also auch in der NAK bekannt ist.
Hat man den Gläubigen nur noch nicht mitgeteilt. Das läuft dann unter dem Motto: Der Stap offenbart etwas neues aus dem HG.
17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden (1.Kor. 15)

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#6 Beitrag von Wolf » 06.06.2018, 22:08

Gottes Wort den Boden bereiten
http://nac.today/de/158033/589475

Der Herr begegnet uns im Gottesdienst und will uns trösten. Wir sehen ihn nicht als Person, sondern erkennen ihn durch die gepredigten Worte eines Menschen.“ Das gelinge besser, wenn eine bestimmte Voraussetzung erfüllt sei, erinnerte er an die Emmaus-Jünger: Sie verfügten über große Kenntnisse der Heiligen Schrift und auf diesem Wissen baute Jesus auf

Wir müssen die Bibel kennen. Es ist nötig, dass wir regelmäßig in der Bibel lesen“, betonte der Kirchenleiter. „Es ist wichtig und nützlich, die Predigt vor- und nachzubereiten, indem wir in der Bibel lesen; das ist unsere Aufgabe.“ Denn die Kenntnis der Bibel …
… schenkt Sicherheit und Trost,
… vertieft die Predigt und steigert deren Wirksamkeit,
… lässt Auffassungen erkennen, die mit dem Evangelium unvereinbar sind.

Wir wollen uns bemühen, die Bibel noch besser zu kennen, damit der Heilige Geist seine Predigt auf unserem Wissen aufbauen kann, uns durch das Wort stärken und trösten kann“,

Damit bringt JLS seine ATs in Zugzwang sollte man doch erwarten können dass der am Altar predigende mehr Wissen angehäuft hat als der Zuhörer.
Ich habe ATs kennengelernt die die Leitgedanken und die UF als theologische Quelle
für absolut ausreichend halten. Was nicht heißen soll daß das für alle ATs gilt, sicher forschen viele ernsthaft in der Bibel. Schade isr dann nur dass sie durch die vielen Lehränderungen nie wissen können ob die Wahrheit von heute morgen für überholt erklärt wird.

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Re: Schneiders Theologieverständnis

#7 Beitrag von Heidewolf » 07.06.2018, 05:52

Ach, hätte Stap Schneider doch einfach mal in der Bibel gegoogelt.
Dann wäre er auch auf Den Galaterbrief gestoßen. Kapitel 3 und insbesondere Kapitel 4 sagt uns durch Paulus doch ganz deutlich, dass wir durch Christus keine Sklaven mehr sein sollen und auch keine sind. Sondern in Freiheit sein sollen. Und in der Freiheit gerne dem Herrn nachfolgen.
Und, da wir ja die Reformation im letzten Jahr gewürdigt haben, müsste doch so manchem aufgefallen sein, dass sich schon Luther vor 500 Jahren ganz intensiv mit dem Begriff Freiheit als Kernbegriff des christlichen Glaubens auseinandergesetzt hat.

So kann sich die NAK dank ihrer Kornbauernschlauen Führer mal wieder den abgewandelten Würtembergspruch auf die Fahnen schreiben: Wir können alles. Außer Evangelium.
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Re: Schneiders Theologieverständnis

#8 Beitrag von Wolf » 07.07.2018, 13:15

Habe in den „Wort zum Monat“ vom Februar 2006 einen paasenden Beitrag zum Thema gefunden
Hier der Link http://www.nak.org/de/glaube-kirche/wor ... icle/9375/

Und der Textauszug
Wen hat Jesus Christus heute gesandt? Der Herr hat gesagt: "Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." (Johannes 20,21). Und: "Ich bitte … auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden." (Johannes 17,20). Das alles hat er seinen Aposteln gesagt. Es geht also auch heute darum, die Apostel des Herrn aufzunehmen und ihrem Wort zu glau-ben. Wer das tut, erlebt Nähe und Gnade Gottes; wer das tut, den führt der Herr in die Herr-lichkeit. Glauben wir denen, die der Herr heute sendet, seinen Aposteln - das ist Gottes Werk.

Ich möchte es noch etwas verdeutlichen, was das bedeutet, den Aposteln Jesu Christi zu glauben. Man kann sehr intensiv, aber auch sehr oberflächlich glauben. Der Herr erwartet einen tief gehenden Glauben. Das ist ein Glaube, bei dem man nachfolgt. Das ist ein Glau-be, bei dem man unbegrenztes Vertrauen zu den Boten Jesu hat. Das ist ein Glaube, bei dem man geduldig ist. Und das ist ein Glaube, bei dem man eine feste Hoffnung hat. Unsere Hoffnung ist: Unser Herr kommt!
(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)

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