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BeitragVerfasst: 10.01.2018, 17:08 
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... und wie „dient man Gott“, als (einfaches) NAK-Mitglied?

Zu meiner Zeit war das anscheinend sehr einfach zu beantworten: Ein aktives „Gotteskind“ war jemand (halt leider nur Männer), der ein Amt innehatte. Auch aktiv nannte man es, wenn es an Singstunde, also im Chor teilgenommen hat, und in die Weinbergsarbeit ging. Bedingt „aktiv“ waren die Gehilfinnengattinen, die halt die Familie ob der permanenten Abwesenheit des Göttergatten einigermaßen zusammengehalten haben.

Alle „Gotteskinder“, die regelmäßig zum Kirchgang gingen, waren „regelmäßig Teilnehmende“. Eventuell auch noch „treu im Glauben Stehende“ – weil eben regelmäßig den Worten vom Altar lauschend.
„Laue“ gab’s relativ selten, weil es da hieß: „Und die Lauen werde ausspucken aus meinem Mund“.

Das hat sich heute mächtig geändert, wie ich vielerorts erfahre.
Heute ist man offenbar schon „aktives Mitglied“, wenn man … sagen wir mal … alle vier Wochen in die Sekte geht?
Heute scheint es sogar möglich zu sein, ein Amt zu haben, auch wenn man vieles, was von der Kirchenleitung vorgegeben wird, nicht so sieht?

„Dem Herrn dienen“ konnte man zu meiner NAK-Zeit, indem man (s.o.) ein Amt bekleidete. In seltenen Fällen war’s sogar möglich Dirigent des Kirchenchors zu sein, ohne Amt. Aber da folgte dann meist das eine dem anderen …
„Dienen“ konnte man auch durch die Weinbergsarbeit oder indem man im Chor mitgesungen hat.
Ggf. galt noch sehr abgespeckt die wöchentliche Reinigung der Kirche als „Dienst“.

Also, wer oder was ist heute ein „aktives NAK-Mitglied“?
Wie „dient“ man heute, als „aktives Mitglied“ oder einfaches Mitglied dem Herrn?

fragt sich
Jinn


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BeitragVerfasst: 10.01.2018, 17:20 
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Liebe Jinn,

aktiv sind wohl die in der NAK, die freiweg ihren Zehnten abdrücken, nichts hinterfragen, jeden Sch... mitmachen und Andersdenkende brav denunzieren. Die sich jeden Sonntag und Mittwoch den Hintern in der Kirche platt sitzen, auch wenn Viele garnicht wirklich wissen, warum sie überhaupt hingehen.Hauptsache "im Gehorsam stehen", jede Kirchenveranstaltung mitmachen, und jeden neumodischen Sch..., etc.. Eigenes Denken absolut unerwünscht...Ich zähle mich nicht als "lau" Gott gegenüber, aber ich habe eine gehörige Portion Wut im Bauch, über die falschen Spielchen in der NAK...


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BeitragVerfasst: 10.01.2018, 17:30 
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Registriert: 08.11.2011, 00:44
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P.S. Eigenes Denken ist nach wie vor unerwünscht, und ein AT, der sowas versucht, z.B. in der Ämterstunde, der wird ignoriert oder gnadenlos platt gemacht.
Wer sich von Kirchenveranstaltungen fern hält ( Spielchen und Treffen, etc.) oder wer nicht regelmäßig in die Kirche geht, der wird schon schief angeguckt, schräg angemacht, oder auch mal fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel. Wer davor Angst hat, der wird schön regelmäßig in die Kirche gehen und auch den größten Mist mitmachen.. Das sind dann die "Eifrigen", wie gehabt.. 8)


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BeitragVerfasst: 10.01.2018, 23:02 
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Registriert: 03.12.2017, 23:07
Beiträge: 43
lieber Jinn,
was heute als aktives Mitglied zur NAKI zählt, weiß ich nicht.
Es wird nur ständig betont, daß es heute ganz anders ist als früher. So, wie du es beschreibst, kenne ich es auch.
Ganz wichtig war früher die "Treue" zu den GD- Besuchen und die "gehorsame" Nachfolge.
Ich war früher gelegentlich Zeuge bei Getuschel über "gewisse" Geschwister, sei es homosexuell, Fremdgänger/in,
Betrüger --- aber sofern sie ständig die GD besuchten, wurde auch über sie gesagt: ihre Treue wird ihnen belohnt.
Ich bin gespannt auf die Beiträge --- gute Nacht --- hatikwa


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BeitragVerfasst: 10.01.2018, 23:29 
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Beiträge: 1794
Die NAK hat ihre Anforderung wer als aktiv zu bezeichnen ist wohl runtergeschraubt. :D
Wie schon des öfteren im Netz zu lesen war, soll das arithmetische Mittel der sonntäglichen Gottesdienstbesuche in der BRD zur Zeit bei etwa 27-28% der eingetragenen Mitglieder liegen. Der Wochengottesdienst darunter. Über 70 % bleiben also fern. :D
Vielleicht kennt jemand die NAK spezifischen Vorgaben, wer als aktiv zu gelten hat, oder als nicht aktiv?


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BeitragVerfasst: 11.01.2018, 06:44 
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Registriert: 03.12.2017, 19:30
Beiträge: 18
Hallo
Zum Thema Gottesdienstbesuch bzw. aktives Gotteskind hier ein Auszug aus dem Katechismus

Bei dem, der dem Gottesdienst häufig ohne zwingenden Grund fernbleibt, kann das Verlangen nach dem Empfang des Sakraments und nach dem geistgewirkten Wort schwinden. Zudem fließen ihm die Kräfte aus dem Heiligen Abendmahl nicht zu, die Sünden werden ihm nicht vergeben und ihm entgeht der mit dem Gottesdienst verbundene Segen.
Wer Gott die ihm gebührende Anbetung verweigert, indem er den Gottesdienst und die angebotene Gnade bewusst ablehnt oder gering achtet, lädt Sünde auf sich, und zwar unabhängig davon, ob er dem Gottesdienst beiwohnt oder nicht.

Ganzer Text hier:
http://www.nak.org/de/katechismus/12-go ... begegnung/

Wie oft habe ich wohl schon Sünde auf mich geladen, ob als passiver Gottesdienstbeiwohner oder als aktiver Nichtteilnehmer.


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BeitragVerfasst: 11.01.2018, 09:38 
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Beiträge: 54
Zitat:
Bei dem, der dem Gottesdienst häufig ohne zwingenden Grund fernbleibt, kann das Verlangen nach dem Empfang des Sakraments und nach dem geistgewirkten Wort schwinden. Zudem fließen ihm die Kräfte aus dem Heiligen Abendmahl nicht zu, die Sünden werden ihm nicht vergeben und ihm entgeht der mit dem Gottesdienst verbundene Segen.

Man könnte es also tatsächlich mit einer Sucht vergleichen?

„Wer häufig ohne zwingenden Grund das Suchtmittel meidet, bei dem lässt das Verlangen nach dem Suchtmittel und seiner Wirkung immer mehr nach. Zudem verursacht das Suchtmittel dann keine Wesensveränderung mehr, und es entstehen daraus keine Probleme mehr. Dem Wirt entgehen dabei die aus der Sucht resultierende Einnahmen …."

Meine Frage ist damit trotzdem noch nicht beantwortet.
Wie in jedem Verein gibt es aktive und passive Mitglieder. Ein passives Mitglied kann m. E. durchaus regelmäßig bei Veranstaltungen präsent sein, sich aber aktiv nicht an der Vereinsarbeit betätigen.
Auch die Frage nach dem „Status“ ist nicht geklärt.
So könnte z. B. ein passives Mitglied nur jeden 4. Sonntag in die Kirche kommen, seinen Zehnten in den Opferkasten werfen, ansonsten aber fern bleiben.
Angenommen die Alt-Vorderen hätten davon Kenntnis (was sie wahrscheinlich hätten, wenn immer dann, wenn dieses Mitglied anwesend ist plötzlich so viel Knete im Opferstock liegt), wären ihm dann seine Sünden (mit) vergeben?

Zitat:
Wer Gott die ihm gebührende Anbetung verweigert, indem er den Gottesdienst und die angebotene Gnade bewusst ablehnt oder gering achtet, lädt Sünde auf sich, und zwar unabhängig davon, ob er dem Gottesdienst beiwohnt oder nicht.

Das muss man sich erst mal sehr gründlich durch den Kopf gehen lassen.
Einerseits „indem er den Gottesdienst zu gering erachtet“ (also nicht regelmäßig kommt), lädt er Sünde auf sich, egal ob er „dann doch“ kommt oder „dann doch nicht“?
Kommt mir sehr „merkwürdig“ vor. Zumal doch meines Wissens nach auch bei seltener Teilnahme beim Abendmahl alle Sünden vergeben werden?


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BeitragVerfasst: 11.01.2018, 10:03 
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Registriert: 24.03.2017, 17:13
Beiträge: 205
Mein Statement bezieht sich auf vor 3...4 Jahren, als ich mich noch in den Reihen befand. Momentan besuche ich 1...2 GD im Jahr in der NAK, einfach, weil dort liebe Menschen sind und ich den Abstand zu ihnen nicht zu groß werden lassen möchte ....

"Aktiv" im MItgliederdatenbestand war damals 1x GD- Besuch pro Jahr. Das Karteikartensystem ist ja vor Jahren auf ein elektronisches Datenverabeitungssystem ausgetauscht worden.
Jinn, Sie müssten versuchen, das Kürzel "kAe" (keine Ansprache erwünscht) zu bekommen, so Sie noch in der Database schlummern sollten. Was auch wirkungsvoll war, war der Status "unbekannt verzogen". :wink:

Ansonsten sind "aktiv" alle, die irgendwie mitmachen. Hin und wieder zum GD sich sehen lassen. Beim Sommerfest mal ne Wurst essen. Mit dem Priester mal ne Zigarette auf dem Kirchengrundstück rauchen. Aus meiner Sicht jedenfalls.

Den Begriff "Sünde" kann man sicherlich etwas entspannter angehen.
Zitat:
Sünde ist ein religiös konnotierter Begriff. Im christlichen Verständnis bezeichnet er den unvollkommenen Zustand des von Gott getrennten Menschen und seine falsche Lebensweise (d. h. das Übertreten von oder Herausfallen aus der göttlichen Gesetzesordnung).
https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCnde

Sünde heisst, dass zwischen mir und Gott eine gewisse Distanz ist. Jeder Mensch sündigt. Gott versteckt sich sogar vor mir, ich konnte ihn noch nie anfassen oder sehen. Da ist Distanz, mehr oder weniger, nicht so schlimm denke ich.
Sünde "auf sich laden" finde ich problematisch als Wortgruppe. Ansonsten ist doch die Definition der Kirche OK. In meiner Familie gibt es auch paar Regeln, wann gegessen wird, Handys aus beim Essen, Geschirrspüler einräumen, wer bringt wann die Kinder weg und holt sie wieder ab. Wenn dann davon abgewichen wird - "gesündigt" wird als Fremdwort - wird man mal etwas laut und versucht Ordnung wieder herzustellen.

_________________
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015


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BeitragVerfasst: 11.01.2018, 10:50 
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Registriert: 08.06.2015, 17:34
Beiträge: 29
Ein sonniges "Moin" allen aktiven gf24 Fories! – Selbst gehöre ich den weniger "aktiven" Fories an, dafür aber lange schon den "passiven", den nämlich "aktiv" lesenden! – Aber doch ein Wort zu diesem Thema: Wenn man heute vielleicht von 340.000 registrierten Mitgliedern in Deutschland ausgehen kann (S. REMID, Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V., Marburg - http://remid.de/info_ zahlen/protestantismus/), dann bedeutet das wohl kaum mehr als zwischen 5 und 10% sonntäglicher Gottesdienstbesucher, also irgendwo zwischen 20´ und 30.000 "Treue". Davon ein Großteil Senioren (65+), die sich mehr oder weniger regelmäßig zu ihren Treffs, oft auch als Kaffeekränzchen, zusammenfinden. Wie hoch wird ihr Anteil heute sein? – 40, 50 %, also maximal ca.. 15.000 …? – Und Jugendliche? Vielleicht 10 – 15%, ergo um die 5.000 …? Ja - und davon beteiligt sich ein Teil noch über einen gewissen Zeitraum (Musik, Jugendstunden, Freizeittreffs etc.), doch heutzutage nicht mehr grundsätzlich, sondern nur, wenn man "Bock" drauf hat. – Und das "Mittelalter" – vielleicht 35 – 40% der Population "getreuer" NAKis …?: Eheleute, Eltern, Singles, Berufstätige , Kranke und nicht wenige Frustrierte … Woraus bestehen ihre Aktivitäten? - OK, Amtsträger. Aber dann …? Ich sag mal: sitzen, singen, putzen und opfern. Oder was mehr …? – Was ich wahrnehme, ist ein spezifisches NAK-Schrumpf-Syndrom! Und zwar quantitativ wie qualitativ. Demografischer Wandel? Natürlich auch. Aber wenn ich mich umschaue, was alleine in meiner Verwandtschaft, aus meinem Umfeld an jungen Leuten und Mittelalter weggebrochen ist … Und allein in meiner Heimatstadt binnen 20 Jahren von sieben Gemeinden runter auf noch eine. Und die schrumpft weiter … Statt eines befreienden Lachens könnte man auch heulen!


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BeitragVerfasst: 11.01.2018, 11:35 
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Registriert: 21.06.2013, 16:12
Beiträge: 434
Zitat:
BE: Sünde heisst, dass zwischen mir und Gott eine gewisse Distanz ist. Jeder Mensch sündigt. Gott versteckt sich sogar vor mir, ich konnte ihn noch nie anfassen oder sehen. Da ist Distanz, mehr oder weniger, nicht so schlimm denke ich.
Sünde "auf sich laden" finde ich problematisch als Wortgruppe. Ansonsten ist doch die Definition der Kirche OK. In meiner Familie gibt es auch paar Regeln, wann gegessen wird, Handys aus beim Essen, Geschirrspüler einräumen, wer bringt wann die Kinder weg und holt sie wieder ab. Wenn dann davon abgewichen wird - "gesündigt" wird als Fremdwort - wird man mal etwas laut und versucht Ordnung wieder herzustellen.

Gerade der Sündenbegriff zeigt, wie stark vermenschlicht bzw. wie wenig göttlich biblische Aussagen zu verstehen sind. Alleine eine halbwegs Vernunft orientierte Kontextualisierung des Sündenbegriff deckt u.a. folgendes auf:
1. Sünde bedarf eines Gesetzes oder einer Regel, welche definiert, was, wann warum zur Sünde wird.
2. Wo diese Definition transzendiert, also auf eine Gottheit geschoben wird, tangiert sie die gesamte Problematik des Gottesbegriffes (z.B. dass wir Menschen hier im Grunde genommen keinen objektivierbaren Zugang haben)
3. Sünde setzt des Weiteren sowohl eine Unterscheidungsfähigkeit (gut und böse usw. zu unterscheiden) als auch eine willentliche Freiheit und Handlungssouveränität voraus. Ein Alkoholkranker kann beispielsweise für die Sünde wider seinen Leib bzw. seine leibliche Gesundheit weniger Verantwortung übernehmen als einer, der im Vollbesitz seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten ist.
Hier kommt auch der Begriff der Mündigkeit ins Spiel (Stichwort "Jugendsünden"), der besagt, dass bei fehlender oder mangelhafter Reife die Verantwortungs- und mit ihr die Schuld- und damit Sündenfähigkeit entsprechend eingeschränkt ist.
Alleine vor diesen Hintergründen relativiert sich die biblische Sündenvorstellung doch erheblich. Aber leider ist das bisher nur marginal im Kreis der Kleriker angekommen (wissen tun sie's sicherlich). Ist freilich auch kein Wunder - wer sägt schon an dem Ast, auf dem er so gemütlich sitzt ...

_________________
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)


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