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Wen interessiert der NAK Forschungsbericht?
Ist doch alles kalter Kaffee. Mich interessiert das nicht! 4%  4%  [ 1 ]
Doch unbedingt! Der Forschungsbericht muss der Öffentlichkeit zugänglich sein! 96%  96%  [ 25 ]
Abstimmungen insgesamt : 26
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BeitragVerfasst: 03.12.2017, 18:46 
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Datum, 3.12.2017, Quadratur des Kreises
https://www.canities-news.de/die-neuapo ... ation-nak/

Warum wurde bisher das letzte Schaf vor Mitternacht nicht gefunden worden. Warum ist Jesus noch nicht wiedergekommen. Er konnte nicht kommen.
Wir haben nicht genug geliebt. Unsere Motivation war eine falsche, ein bisschen zu egoistisch. Das mit der letzten Seele war falscher Denkansatz.
Endlich, endlich, endlich, dem Stammapostel sei Dank für die hoffentlich letztige Aufklärung des Heilsplans Gottes. :D
Hoffentlich diesmal die richtige Auslegung. :D Es nicht dazu kommt, dass der nächste Stammapostel nach Schneider, dass vollkommen anders sieht. Wieder die Rolle rückwärts im Programm aufnimmt, oder noch ein drauf setzt :D


Zuletzt geändert von fridolin am 03.12.2017, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 03.12.2017, 19:06 
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Kommentare von Jahrgängen nach 1970 bzw. 1980 geborenen. Denke, es dürfte für Sie nicht zutreffen, eher nach 1990 geboren.


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BeitragVerfasst: 04.12.2017, 08:30 
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Beiträge: 190
Als jemand, der deutlich unter 60 ist, interessiert mich der Inhalt schon.
Andersherum kenne ich selbst die Denkweise in der Gemeinschaft - das Statement des Hochschulmenschen ist identisch mit dem meines Vaters vor einem halben Jahr zum gleichen Thema. Sehr interessant.
Da ja ne genaze Menge im Internet schon lesbar ist, erwarte ich auch keine Neuigkeiten in den Zeitzeugenberichten. Im Grunde ist alles schon mal gesagt und geschrieben. Das die KL ihn zurückhält ist ein deutliches Zeichen. Im Vatikan gibt es wohl auch einige Archive, in die kein Sterblicher es reinschafft.... :?

Was haltet ihr davon, selbst eine Zeitzeugenbefragung aufzusetzen? 30...40 Zeitzeugen gesucht, einen Geschichtswissenschaftler beauftragt (damit es keine Interessenskonflikte gibt, jemanden anders als die damalige Wissenschaftlerin) und dann das Ding veröffentlicht. Es müssten eben paar Euronen gesammelt werden, um die wissenschaftliche Arbeit zu entgelten, das ist vermutlich das schwierigste an dem Job. Aber eine Studie zu veröffentlichen ist ja nix, was nur ne Weltanschauungs-Organisation kann und machen darf .....

Viele Grüße am Zürich-Infoabend-Jubiläums-Tag!!! 8)
4.12.2007 - 4.12.2017

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"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015


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BeitragVerfasst: 04.12.2017, 15:44 
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Beiträge: 46
Wohnort: Am Rande des Degerlochs
hans hat geschrieben:
Denke, es dürfte für Sie nicht zutreffen, eher nach 1990 geboren.

Ich war damals zwar noch nicht konfirmiert, kann mich aber noch gut an die Übertragungs-GDs an Neujahr
mit Walter Schmidt erinnern. Ich fand, der schrie immer so. Gut, Streckeisen war noch lauter und kippte
zuweilen in den Diskant. Erst mit Urwyler wurde es leiser...

Das Thema war bei uns ein Tabu. Keiner sprach darüber, also erfuhren die Jungen auch nichts. Den Namen Kuhlen
habe ich das erste Mal hier im Forum gelesen. Ich hätte mir gewünscht, schon viel früher "mit den Füßen abstimmen"
zu können.


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BeitragVerfasst: 04.12.2017, 18:30 
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Registriert: 28.11.2007, 00:15
Beiträge: 1193
@ Bezirks – Elster

Liebwerte Bezirks-Elster,

wenn Sie lange genug hier im Forum die Abteilung „ Neuapostolische Kirche „ beackert haben, benötigen Sie - m.M. nach - keinen Forschungsbericht mehr.

Es mag sein, dass im besagten Forschungsbericht noch ein paar Leichen im Keller lagen, die aber die Quintessenz der Bischoffs-Ära nicht wirklich verschlechtern können.

Bischoff hat mit der Zuspitzung des neuapostolischen Glaubens auf die Wiederkunft Jesu zu seiner Lebenszeit der endzeitlichen Apostelsendung den finalen Garaus gemacht, Willensänderung hin oder her.

Wer eine Glaubenslehre derart durchpeitscht, persönliche Jesus-Gespräche vorgibt, Bezirksämter einer Gewissensprüfung zur Botschaft unterzieht (Stuttgart), wer eine Kirchenspaltung in Kauf nimmt (VAG) 10.000-de die Glaubensbasis unter dem Hosenboden entzieht, Apostel, Bischöfe und Amtsträger exkommuniziert, usw.usw. und scheitert dann an seinen eigenen Apostelworten, hat jegliche Berechtigung einer solchen Bezeichnung verwirkt, egal ob da noch weitere Unregelmäßigkeiten auftauchen.

Sollten Sie aber nicht genügend Material zur Bischoff-Ära besitzen, könnten Sie im Verzeichnis Neuapostolische Kirche einen Thread eröffnen unter dem Begriff „ Details zur Botschaft“. Hier könnten dann noch vorhandene Zeitzeugen - ebenso wie Kirchen-Geschichts-Forscher zu Wort kommen.

Es ist im Nachhinein auch erklärbar, weswegen die NAK nach dem Bischofsdesaster nicht zerfallen ist. Ich nenne Ihnen hier die wichtigsten.

Schamgefühl gegen Familienmitglieder oder befreundeter NAK-Christen, Zweifel zu offenbaren.
Schamgefühl bei Eingestehen, einer irrigen Lehre zugestimmt zu haben.
Schamgefühl der Familie nicht mehr als Hauspriester vorzustehen.
Schamgefühl den im NAK-Glauben erzogenen Kindern den eigenen Irrtum einzugestehen.
Furcht vor Leere im freundschaftlichen Umfeld.
Furcht vor Leere in Bezug auf Freizeitaktivitäten.
Ärger über jahrzehntelange verlorene Beitragszahlungen.
Angst eine vielleicht doch bestehende Erwählung zu missachten.
Scham Gott und die Vorangänger zu enttäuschen.
Angst vor ewiger Verdammnis.
Angst vor Spott im kritischen Umfeld, z.B. am Arbeitsplatz.
Angst vor Segensentzug und heilsamem Erschrecken.
Angst vor eventuell eintretende Reuegefühle.
Erwartung der Loyalität neuapostolischer Eltern oder nächster Familienmitglieder.
Hemmnisse für die Niederlegung eines Amtes der NAK

Die Frage

Bist du ein Gefangener der Erwartung deiner neuapostolischen Umgebung?
Bist du ein Gefangener des Stolzes gegenüber deiner Familie und Verwandten?
Bist du gefangen im Exklusivdenken dieser Glaubenslehre?
Bist du ein Gefangener deiner zugestimmten Amtsverpflichtung?
Bist du Gefangener des Vertrauens deiner Mitbrüder und Segensträger? Möchtest du die zugetraute Befähigung als Amtsträger zu fungieren nicht enttäuschen?
Bist du stolz weil du für würdig befunden wurdest und veränderst deshalb nichts?
Bist du ein Gefangener deines Amtsauftrags der zum Hobby wurde?
Bist du ein Gefangener deines missbrauchten Pflichtgefühls?
Bist du Gefangener deiner eigenen, vom Altar gepredigten Appelle?
Bist du ein Gefangener der erhebenden Momente, wenn dich Gemeindegesang mit Orgelbegleitung zum Altar begleitet und du darauf an erhöhter Stelle stehst?
Bist du ein Gefangener der dir ans Herz gelegten Seelenpflege?
Bist du ein Gefangener deiner Ewigkeitserwartungen?
Bist du gefangen in der Vorstellung, den Himmel durch die Arbeit im “Werk des Herrn“ zu verdienen?

getraute man sich nicht zu beantworten. Da war die faule Ausrede von der „Willensänderung Gottes“ doch mehr als willkommen !!!

Tatsächlich hat man seitens der jeweiligen Kirchenleitung zu keiner Zeit zugegeben, dass der Tod des „ unsterblichen J.G.Bischoff “ am 6.Juli 1960 „dessen Botschaft“ ad absurdum geführt hat.

Lediglich Wilhelm Leber hat die „Willensänderung Gottes“ verworfen, seinen Schwiegeropa JGB. und dessen Botschaft dabei aber tunlichst verschont.

In einem Interview mit Redakteuren der EKD sagte Stammapostel Leber zur sogenannten Botschaft:
„Dass sich die Vorhersage von Stammapostel Bischoff nicht erfüllt hat, bleibt für mich eine ungeklärte Frage. Über die wahren Zusammenhänge möchte ich kein abschließendes Urteil fällen. Vielleicht hat Stammapostel Bischoff etwas falsch gedeutet, oder es wurden Bedingungen genannt, die wir nicht kennen. Das Thema ist kein Dogma mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“

Man stelle sich diese Veräppelung vor: Über fünfzig Jahre nach Bischofs Tod erklärt dessen fünfter Nachfolger im Amt, dass die Botschaft kein Dogma mehr sei !!! (Es soll Menschen geben, die diese Feststellung unmittelbar nach JGB´s Tod getroffen haben) In sofern hat Lebers Feststellung den kräftigen Beigeschmack von Albernheit.

Ein Historiker schrieb:

Die erlebte Wahrheit ist, dass Bischoff die NAK konsequent auf autoritären Kurs gebracht und dafür das perfide Mittel des Botschaftkonstrukts benutzt hat. Um die gelehrte „Heilsvermittlung im Apostelamt“ unbeschädigt zu erhalten, meinte man, die Botschaft als göttlich und wahrhaftig durchsetzen zu müssen. Leider gaben sich alle nachfolgenden Stammapostel-Amtsinhaber der verhängnisvollen Ansicht hin, sich nicht von dieser Machenschaft distanzieren zu dürfen. Deshalb hat sich auch keiner bisher für die Irrlehre entschuldigt.

Die entscheidende Wahrheit aber ist, dass Bischoff mit dieser konstruierten Botschaft einen tödlichen Keim, für die bis dahin geglaubte „Apostelsendung der Endzeit“ gelegt hat. Diesen Keim in seiner Gefährlichkeit richtig einzuschätzen und ihn durch schonungslose Wahrheit zu entfernen, wäre die einzig zukunftsgerichtete und gottgewollte Therapie gewesen, die Kirche vor weiterem Schaden zu bewahren. Statt dessen gaben sich bisher sämtliche amtierenden Kirchenleitungen dem verhängnisvollen Irrtum hin, dass die Zeit heilt und es in spätestens zwei Generationen niemand mehr interessiert, was ein Stammapostel Mitte des letzten Jahrhunderts gepredigt hat. Die Rechnung ging durch das Entstehen des Internets nicht vollständig auf.

Schlimmstenfalls - so glaubt man noch immer, muss man an die Stelle von „Herumwühlen in längst vergangene Zeiten“ Wohlfühlgemeinde einrichten und die Leute mit Arbeitskreisen beschäftigen. Schließlich wollen ja alle Opfergeldentrichter auch etwas zu sagen haben.

Immer mehr Glaubensgeschwister erkennen in den immer neuen Angeboten der Teilnahme an Gremien und Arbeitskreisen die Wassersucht, der NAK einen neuen Kopf zu bieten, zumal die erarbeiteten Ergebnisse prinzipiell der Entscheidungsbefugnis der Kirchenleitung vorbehalten sind.

( E.B. 2010 )

Ein anderer Kirchenkritiker schrieb:

Die Traditionsverwurzelten machen den größten Teil der Gottesdienstbesucher in der NAK aus. Sie sind sonntäglich und auch im wöchentlichen Abendgottesdienst anwesend. Dabei gehen sie in "ihre Gemeinde" vor Ort, egal, wer die Predigt hält. Es ist für sie unbedeutend, weil der Heilige Geist überall das richtige und wichtige Gotteswort bewirkt. Traditionsverwurzelte prägen das Bild der sogenannten Kerngemeinde.
Diese Mitglieder pflegen typisch neuapostolisches Brauchtum. Stammapostel- und Apostelverehrung sind für sie nicht nur schön und wichtig, sondern gehören zum elementaren Inventar ihrer Religiosität. Bilder von den Segensträgern hängen prinzipiell in der Sakristei, oft aber auch in der eigenen Wohnung und die NAK-Zeitschrift "Unsere Familie" liegt meistens griffbereit.
Für die Traditionsverwurzelten ist die NAK ihre “Heimat“, wo man die vertrauten Kirchenlieder kennt und den seit Kindesbeinen geübten neuapostolischen Soziolekt spricht.
Theologische Höhenflüge oder Diskurse sind dabei nicht gefragt, sie stören und irritieren vielmehr und werden i.d.R. abgelehnt. Man bleibt “auf dem Boden“, beim Gewohnten, Altbekannten und erwartet seitens der offiziellen Kirchenvertreter klare, einfache und gewohnte Aussagen und Antworten. Die NAK-Kirchengemeinde vor Ort, mit ihren vertrauten Regeln, Strukturen und Formen ist nicht nur das, was anderen ihr Verein ist, sondern ein geradezu schützender, bewahrender, gegen “außen“ abgegrenzter Lebensbezirk. Die NAK hat für sie die Funktion einer “Arche Noah“, die sie vor dem unmittelbar bevorstehenden Verderben retten wird.
Kirchenmitglieder, die sich erlauben, bisherige Strukturen in Frage zu stellen, werden von den Traditionsverwurzelten weitgehend abgelehnt. Jegliche Form der Frage wird als Angriff auf den Glauben gewertet. Kirchenmitglieder, welche die Kirche nur gelegentlich aufsuchen, oder sich dann und wann eine rituelle Dienstleistung abholen, eine Rosine herauspicken, ohne kontinuierlich an der heimatlichen Gemeinschaft teilzunehmen oder sich für sie zu engagieren, gehören zu den “Säumigen“.
Menschen innerhalb der Traditionsverwurzelten setzen die Kirche Christi mit der NAK gleich. Der Konfessionelle oder gar religiöse “Blick über den Tellerrand“ ist nicht ihre Sache und wird überwiegend als fahrlässiges Begeben in die Anfechtung gewertet. Die meisten Traditionsverwurzelten lehnen ökumenische Themen ab. Sie haben ihre Lebenswurzeln auch eher in der vorökumenischen Phase der Kirchengeschichte - soweit man davon überhaupt reden kann.
Da die Kirchenleitung der NAK (damals St.-Ap. Fehr) die ökumenische Diskussion erst nach sich steigerndem Druck durch die Kritikerbewegung in den 90er Jahren ins Rollen gebracht hat - und dies sehr, sehr vorsichtig, wurde und wird das Thema bei den Traditionsverwurzelten fast gar nicht zur Kenntnis genommen und hat für sie wenig bis keine Relevanz.

Für viele der jetzigen Generation ist dies alles nicht nachvollziehbar. Zwischenzeitlich ist es so, dass sie das Gespräch zu diesen Vorgängen als störend für die Fortführung ihrer NAK-Funktion und ihrer Zukunftserwartung empfinden. Sie wenden sich teilweise massiv gegen Aufklärung und blasen ins Horn derer, die behaupten, Kritiker wollten das Werk des Herrn zerstören.


Was also – liebe Bezirks-Elster, fehlt Ihnen noch ?

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Zuletzt geändert von Brombär am 04.12.2017, 19:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04.12.2017, 19:14 
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Die Fragen, die sich aus Brombärs hervorragender Systemanalyse damals stellten, stellen sich im Grunde allen Mitgliedern und erst recht allen Amtsträgern und sonstigen Funktionären heute noch.
Danke lieber Brombär für diese wirklich erhellende und auf den Punkt gebrachte Systemanalyse.
Dazu passend folgender Auszug aus dem Wireless Lifeguide:
Zitat:
"Ideen sind wie Ketten, derer man sich nicht entreißt, ohne sein Herz zu zerreißen." - Karl Marx
Als Kinder spiegeln wir das Verhalten unserer Eltern und anderer "Vorbilder". Wir übernehmen deren Haltungen, bis sich in unserem Gehirn neuronale Verbindungen festsetzen, die fortan unsere Sicht der Welt und damit auch unser Denken und Handeln bestimmen.
Abhängig von diesen entwickelten Mustern basiert unser Weltbild maßgeblich auf unserer subjektiven Bewertung und unterschiedet sich von der Wahrnehmung unserer Nachbarn, Landsleute und Menschen, die in anderen Kulturen aufgewachsen sind.
All die erlernten Strategien zum Umgang mit bestimmten Situationen führen dazu, dass wir unsere ursprüngliche Offenheit aus dem Kindesalter verlieren. Einmal gewonnene Überzeugungen aufzugeben fällt schwer, da uns diese vielleicht in der Vergangenheit nützlich waren oder uns mit Menschen verbindet, denen wir uns zugehörig fühlen. Es "zerreißt unser Herz", denn an diesen Ideen hängen Gefühle und zuletzt auch unsere Identität.
Und obwohl sich unsere Welt ständig verändert, passen wir unsere Ideologien nur sehr widerwillig an die neuen Gegebenheiten an. Eher versuchen wir Probleme durch Ideen zu lösen, die genau diese Probleme verursacht haben (z.B. Entwicklungshilfe, Drogensucht, Kriege, Medizin, ...).

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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)


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BeitragVerfasst: 04.12.2017, 19:31 
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werter Brombär,
Ihrem Beitrag von heute 18:30 Uhr stimme ich uneingeschränkt zu. Sie beschreiben bzw. zitieren Beschreibungen von Situationen z.B. in einer NAK-Familie zwischen Vater und Sohn. Der Vater hat genau diese Überlegungen ( Es kann doch nicht alles vergeblich gewesen sein, es kann doch nicht alles nur Spinnerei gewesen sein ) und schämt sich, seinem Sohn / seinen Kindern gegenüber zuzugeben, dass man einem psychopathischen Intriganten namens J.G.Bischoff mehr Glauben geschenkt hat als den Aussagen Jesu Christi in der HS bzw. dem eigenen Verstand. Es wäre für viele Eltern nach dem Nazi-Wahn ein weiteres Eingeständnis des intellektuellen Versagens. Wohl nirgends wurde die Botschaft so bereitwillig aufgenommen wie in ex-Nazi-Deutschland. So wie es auch heute in DE immer noch Faschisten / ex-Nazis gibt, so gibt es auch heute immer noch Nakoliken, die "traditionsverwurzelt" wider besseres Wissen und wider Tatsachen strammnapostolisch glauben. Genau so wie Nazi-Bonzen Werte beiseite geschafft haben, genau so schaffen die Bavianer die mit Opfergeldern geschaffenen Werte für sich beiseite.

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Sverdrup


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BeitragVerfasst: 04.12.2017, 19:39 
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Bezirks-Elster hat geschrieben:
Als jemand, der deutlich unter 60 ist, interessiert mich der Inhalt schon.
Andersherum kenne ich selbst die Denkweise in der Gemeinschaft - das Statement des Hochschulmenschen ist identisch mit dem meines Vaters vor einem halben Jahr zum gleichen Thema. Sehr interessant.
Da ja ne genaze Menge im Internet schon lesbar ist, erwarte ich auch keine Neuigkeiten in den Zeitzeugenberichten. Im Grunde ist alles schon mal gesagt und geschrieben. Das die KL ihn zurückhält ist ein deutliches Zeichen. Im Vatikan gibt es wohl auch einige Archive, in die kein Sterblicher es reinschafft.... :?

Was haltet ihr davon, selbst eine Zeitzeugenbefragung aufzusetzen? 30...40 Zeitzeugen gesucht, einen Geschichtswissenschaftler beauftragt (damit es keine Interessenskonflikte gibt, jemanden anders als die damalige Wissenschaftlerin) und dann das Ding veröffentlicht. Es müssten eben paar Euronen gesammelt werden, um die wissenschaftliche Arbeit zu entgelten, das ist vermutlich das schwierigste an dem Job. Aber eine Studie zu veröffentlichen ist ja nix, was nur ne Weltanschauungs-Organisation kann und machen darf .....

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4.12.2007 - 4.12.2017


werter Bezirks-Elster,
ich bin mir nicht sicher, ob Ihr Vorschlag ernst gemeint wäre. Es dürfte äußerst schwierig werden, nach der Leber'schen Null-Nummer und Androhung von Rechtsfolgen bei Zuwiderhandlung auch noch einen reputierten unabhängigen Historiker zu finden, der - mit Verlaub - sich nicht bereits nur bei Ihrer entsprechenden Anfrage schon vernappelt fühlen würde.
Vielleicht wenden Sie sich besser an Herrn Mehrich ....

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Sverdrup


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BeitragVerfasst: 05.12.2017, 08:40 
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Danke Brombär für Ihren sehr ausführlichen Beitrag.
Um es gleich vorweg zu nehmen - ich benötige nichts mehr, mir fehlt nichts.
Ich wünsche mir die Veröffentlichung des Zeitzeugenberichts - aber ich denke, in den nächsten 15...20 Jahren wird es nicht passieren. Und ich habe keine Zeit, darauf zu warten. Ich bin nicht persönlich betroffen, kenne auch niemanden in der Familie, der darunter erkennbar stark gelitten hätte (komme aus einer NAK-Compliance-Linie ... :wink: ) Den Bericht zu lesen, würde eben nur meine Neugier bedienen.....
Und natürlich möchte ich jedem, der historisch davon betroffen ist, gönnen, durch die Veröffentlichung - und vermutlich einer sich daran anschließenden ehrlichen Entschuldigung seitens der aktuellen KL - Gerechtigkeit zu empfangen.

Und lieber Sverdrup, mein Vorschlag war ernstgemeint. Ich würde sogar eine gewisse eigene Kollekte bereitstellen, um die Kosten für den Historiker zu kompensieren. Das wäre mir meine Neugier und Mithilfe für die Betroffenen wert.
Zum Glück habe ich mich nun doch relativ weit von der NAK emotional abgenabelt, so dass ich eigeninitiativ nichts starten werde. Und auch nicht kaputt gehe, wenn der Leber/Schneidersche Zeitzeugenbericht nun doch nicht in der nächsten Dekade kommt.
Was meinen SIe mit der Leberschen Androhung von Rechtsfolgen? Verstehe ich nicht. Ich kann doch Leute befragen und einen Honorarvertrag mit einem Wissenschaftler abschließen. Ich bin der Auftraggeber. Wer soll mir da in die Suppe spucken?

Nochmal hierzu:
Brombär hat geschrieben:
....In einem Interview mit Redakteuren der EKD sagte Stammapostel Leber zur sogenannten Botschaft:
„Dass sich die Vorhersage von Stammapostel Bischoff nicht erfüllt hat, bleibt für mich eine ungeklärte Frage. Über die wahren Zusammenhänge möchte ich kein abschließendes Urteil fällen. Vielleicht hat Stammapostel Bischoff etwas falsch gedeutet, oder es wurden Bedingungen genannt, die wir nicht kennen. Das Thema ist kein Dogma mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“

Man stelle sich diese Veräppelung vor: Über fünfzig Jahre nach Bischofs Tod erklärt dessen fünfter Nachfolger im Amt, dass die Botschaft kein Dogma mehr sei !!! (Es soll Menschen geben, die diese Feststellung unmittelbar nach JGB´s Tod getroffen haben) In sofern hat Lebers Feststellung den kräftigen Beigeschmack von Albernheit.

Ich stelle mir mal vor, ich wäre die gegenwärtige KL. Decke ich über alles den Mantel der Verschwiegenheit und trete jeden Aufklärungsversuch zu Boden: bekomme ich Kritik. Mache ich die ersten zaghaften Versuche, etwas aufzuklären (in einer Umgebung, wo das bisher nicht der Fall war) bekomme ich auch Kritik und Worte wie "Albernheit", "Veräppelung", .... usw fallen.....
Ich denke mal, wir Kritiker akzeptieren nur einen schmalen Korridor, in dem sich die KL bewegen darf, um von uns gelobt zu werden .... ?!

Zumindest die katholische Kirche hat es wirklich 1992 schon geschafft, das wissenschaftliche Weltbild von Galileo zu akzeptieren und den guten Mann posthum zu rehabilitieren. Großes Lobb!!!! :idea:

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BeitragVerfasst: 05.12.2017, 09:56 
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Beiträge: 1193
Bezirks-Elster schrieb:

Ich stelle mir mal vor, ich wäre die gegenwärtige KL. Decke ich über alles den Mantel der Verschwiegenheit und trete jeden Aufklärungsversuch zu Boden: bekomme ich Kritik.

NIEMAND MUSS SICH DER KRITIK STELLEN. IM ZEICHEN DES ZERFALLS ABER IST SIE ANGESAGT.

Mache ich die ersten zaghaften Versuche, etwas aufzuklären (in einer Umgebung, wo das bisher nicht der Fall war) bekomme ich auch Kritik und Worte wie "Albernheit", "Veräppelung", .... usw fallen.....

SIE SOLLTEN HIER DIR FAKTENLAGE SEHEN. JGB LEHRTE DAS DOGMA „ICH STERBE NICHT“ UND ERST 50 JAHRE NACH SEINEM TOD STELLT HERR LEBER FEST, DASS DIESES VERSPRECHEN KEINS MEHR SEI!

WENN DAS KEINE VERALBERUNG IST, WAS DANN?

Ich denke mal, wir Kritiker akzeptieren nur einen schmalen Korridor, in dem sich die KL bewegen darf, um von uns gelobt zu werden .... ?!

WAS HEISST HIER SCHMALER KORRIDOR? UND VON WELCHEM LOB SPRECHEN SIE? DER NAK-KL. WAR DAS LOB DER KRITIKER NOCH NIE VON BEDEUTUNG! AUSSER EIN PAAR UNBEDEUTENDEN ÄUSSERLICHKEITEN UND VERWIRRUNGEN IM WORDING GABS DOCH GAR KEINE VERÄNDERUNGEN?

DER SCHMALE WEG bzw. KORRIDOR, WIE SIE DAS BEZEICHNEN, IST NICHT MEHR - UND AUCH NICHT WENIGER ALS DIE WAHRHEIT, UND DIE DARF IM „EXTRAKT DER KIRCHE CHRISTI“ (Erlösungswerk) DOCH WOHL ENTHALTEN SEIN, ODER?

Zumindest die katholische Kirche hat es wirklich 1992 schon geschafft, das wissenschaftliche Weltbild von Galileo zu akzeptieren und den guten Mann posthum zu rehabilitieren. Großes Lobb!!!!

TJA, WERTE BEZ.-ELSTER, DANN HAT DIE NAK JA NOCH VIIIIIIIIIIEL; VIIIIIIIIIIEL ZEIT, DEN NEUAPOSTOLISCHEN GLAUBEN DER SCHRIFT ANZUPASSEN UND DER VERSTÄNDLICHKEIT IHRER MITGLIEDER ZU VERDEUTLICHEN, NICHT WAHR?

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