Was wir der progressiven Basisbewegung mit auf den Weg geben

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detlef.streich
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Was wir der progressiven Basisbewegung mit auf den Weg geben

#1 Beitrag von detlef.streich » 17.11.2017, 17:31

An curato anknüpfend (ohne dass ich da mitmachen würde :-) ):
In einem Forum hatten wir vor 15 Jahren mal verschiedene Aspekte aufgezählt, wie und was unter Kirche (im allgemeinen) im 21. Jhd zui verstehen sein könnte, also eine Art Konsens im gegenseitigen Verständnis, wohin man gehen möchte. Vielleicht kann dieses Thesenpapier eine erste Diskussionsgrundlage bilden, um eine gemeinsame Basis zu finden.

Ansonsten wünsche ich der aus meiner Sicht guten Idee viel Erfolg:

Detlef Streich: Sinn und Aufgaben von Kirche in heutiger Zeit – Oder: Kirche ja, aber wohin? (ein Thesenpapier von 2004)

1. Kirche im allgemeinen Sinn ist
1.1 kein Heilsweg Gottes, sondern der freiwillige und offen gestaltete Zusammenschluss von Menschen, die ihre Beziehung zu Gott gefunden haben oder dabei sind, sie zu entdecken. Der Weg zu Gott ist und bleibt ein individueller Prozess innerer und ggf. äußerer Umkehr und liegt in der Einsicht, was das Leben ist und was es zu tun gilt, um es individuell und ökumenisch (in der Bedeutung der „belebten Erde“) zu fördern
1.2 mit der Einsicht verbunden, dass nicht die Lehre „einer“ Kirche Gültigkeit vor Gott besitzt, sondern dass Menschen in ihrer Glaubwürdigkeit im Reden von und vor Gott letztlich „Gültiges“ vor Gott bezeugen. Vor diesem Hintergrund ist keine einheitliche, weltweite Kirchenlösung anzustreben, da sich dieser individuelle Prozess in unterschiedlichen Konfessionen oder Denominationen vollziehen kann

2. Kirche im christlichen Sinn ist
2.1 in ihrem Grundwesen die Gemeinschaft aller an die Frohbotschaft Christi Glaubenden
2.2 verbunden mit der Aufgabe aller ihr angehörenden Menschen, das Abendmahlsgedächtnis (als ihren gemeinsamen Ursprung) und das Botschaftsvermächtnis (als Ziel dieses Weges) ihres Gründers, Lehrers und Heilsmittlers Jesus am geistigen Leben zu erhalten
2.3 weder hierarchisch ausgerichtet noch stellt sie mit faschistoiden Tendenzen den eigenen Systemerhalt über die Interessen der sie ausmachenden Gläubigen
2.4 tolerant gegenüber nichtchristlichen Lehren, die wie sie ursprünglich selbst an der Würde und Freiheit des Menschen orientiert sind und steht zu diesen anderen Glaubensüberzeugungen ohne missionarische Absichten
2.5 von der Einsicht geprägt, dass alles ´EINS` ist und einem übergeordneten Gedanken Gottes zustrebt im Sinn evolutionärer Entwicklung, ohne dass das ´Eigene` auf Kosten der ´Anderen` geschieht

3. Kirche (im christlichen Sinn) hat die Aufgabe,
3.1 eine kritische Funktion der Welt und der Gesellschaft gegenüber zu sein; indem sie aber diese kritische Funktion wahrnimmt, ist sie damit zugleich auch selbst eine kritisch zu befragende Größe
3.2 zur „Liebe“ als dem Grundsatz des Christentums zu führen, anstatt einen Katalog von Glaubensbekenntnissen und Dogmen festzulegen, die zu glauben und zu verkünden sind
3.3 in ihrer Struktur einen sich verselbstständigen Dogmatismus zu verhindern, damit der Glaubende auf seinem Weg zu Gott im Mittelpunkt bleibt
3.4 die Lehre (Jesu) auf das jetzt sich vollziehende Leben zu begreifen und (geistliche Lebens-) Räume für alle zu schaffen, die nach Gott fragen
3.5 Gläubigen bzw. Suchenden die Aussprache und gegenseitigen Austausch zu ermöglichen und Haltsuchenden Halt zu bieten
3.6 unter seelsorgerischen Prinzipien glaubwürdige, hinterfragbare, authentische und erbauende Gottesdienste und Predigten anzubieten, die ohne Sprachhülsen, ohne Druck, ohne manipulative Suggestionen im Bewusstsein eines christlichen Menschenbildes hier und heute dem Menschen helfen. Predigt kommt aus dem Leben und nicht aus dem Himmel und sollte direkt ins Leben einwirken

4. Kirche (im christlichen Sinn) muss ein Ort sein,
4.1 wo die Gläubigen lernen können, mutig und mündig - mit anderen Worten ohne Glaubensgeländer und andere dogmatistische Gehhilfen - in Eigenverantwortung ihren Weg zu gehen und mit einer individuellen Gottesbeziehung umzugehen
4.2 an dem sich die Kirche nicht als „die einzig richtige Kirche“ begreift, die dem Glaubenden ein geistiges Zuhause bieten will, sondern wo die Menschen in der Kirche gemeinsam dieses Zuhause schaffen
4.3 wo es kein moralisches Verurteilen gibt und Abweichler, Bedenkenträger, Zweifler und Andersartige nicht „bestraft“ werden, sondern in ihrem Denken und Fühlen ernst genommen werden
4.4 wo Glauben und Vernunft im richtigen Verhältnis zueinander stehen, indem Vernunft nicht zum Gegenspieler des Glauben gebrandmarkt wird, sondern zu seinem Gesellen wird
4.5 an dem institutionelle Flexibilität und maßvolle (!) Unverbindlichkeit nicht als ihre Schwäche sondern als ihre Stärke begriffen werden, da nur eine solche von Demut getragene geistige Beweglichkeit jedem Einzelnen (!) die Möglichkeit bietet, konstruktiver Teil der Kirche zu sein
4.6 wo um Wahrheit und Wahrhaftigkeit gegen menschliche Egoismen zu ringen ist

5. Die NAK sollte für die Zukunft anstreben ...
5.1
Zuletzt geändert von centaurea am 17.11.2017, 22:35, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Verlinkung mit ursprüglichem Thema

curato
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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#2 Beitrag von curato » 17.11.2017, 17:59

Hmmmm, und da habe ich schon mit etlichen Punkten Probleme, die ich so nicht unterschreiben würde wollen, da sie meinem christlichen Glauben fundamental widersprechen...
Sin, disturb my soul no longer: I am baptized into Christ! I have comfort even stronger: Jesus' cleansing sacrifice. Should a guilty conscience seize me Since my Baptism did release me In a dear forgiving flood, Sprinkling me with Jesus' blood!

R/S
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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#3 Beitrag von R/S » 17.11.2017, 18:03

...was auch ohne prophetische Gabe irgendwie jedem hier klar war ... :mrgreen: :mrgreen:
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

Grizzlydame
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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#4 Beitrag von Grizzlydame » 17.11.2017, 18:20

curato hat geschrieben:Hmmmm, und da habe ich schon mit etlichen Punkten Probleme, die ich so nicht unterschreiben würde wollen, da sie meinem christlichen Glauben fundamental widersprechen...

christlicher oder fundamentaler Glaube?

curato
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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#5 Beitrag von curato » 17.11.2017, 18:37

gläubiger hat geschrieben:
Es ist wünschenswert, dass alle die, die sich an dieser Diskussion beteiligen, darauf achten WIRKLICH am THEMA zu bleiben. Vielleicht kann hier ausnahmsweise der werte centaurea-Admin auch ein Auge darauf haben?!
Fängt leider schon an, wieder zu verwässern. :?
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detlef.streich
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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#6 Beitrag von detlef.streich » 17.11.2017, 18:44

Schon, aber lustig die Beiträge. Und eigentlich fängt die Verwässerung bei dir, curato, an, denn was soll der lapidare hmmmm-Satz ohne inhaltlich und argumentativ (ohne NAK-Floskeln) irgendeine Diskussionsbasis anzufangen???? Auch Pauschalisierungen sind wertlos! Fange doch mit den Punkten an, die du unterschreiben könntest - ansonsten bleibe NAK wie du bist, oder?
Zuletzt geändert von detlef.streich am 17.11.2017, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.

R/S
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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#7 Beitrag von R/S » 17.11.2017, 18:47

Curato: Fängt leider schon an, wieder zu verwässern.
... was SIE zu verantworten haben, Genosse Apostelapologetis.
Das Thema hieß:
Organisation einer Basisbewegung
und nicht
Neuapostolisches Rosinenpicken
oder
Wie kraule ich meine Segensträger
usw.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

fridolin
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Was wir der NAK - Basisbewegung mit auf den Weg geben wollen.

#8 Beitrag von fridolin » 17.11.2017, 19:38

oder
Wie kraule ich meine Segensträger
usw.
:lol:

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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#9 Beitrag von R/S » 17.11.2017, 22:28

Centaura,
auch wenn ich Ihr Eingreifen vom Prinzip her verstehen kann ...,
..., aber Sie sollten sich auch klar machen, was die Spielregeln für jede Art von Verständigung ausmachen - auch religiöse.
Was Leute wie Curato hier in diesem Forum zu suchen haben, ist mir nicht so recht klar.
Wenn Sie mit Ihrer Sektenmasche zwiegespaltene Seelen wieder ins untergehende Schiff zurückholen wollen, ist das die eine Sache. Wenn kritische Menschen diesem Szenario nicht gewillt sind, tatenlos zuzusehen, die andere.
NAKis vom Schlag eines Curato sind per Gehirnwäsche gedrillt auf die alte militärische Welt- und Glaubensanschauung:
Right or wrong, my country (richtig oder falsch, [es geht um] mein Vaterland). *
Das war und ist heute noch die Denke, die innerhalb des System NAK an der Macht ist und dort mit allen Mitteln verteidigt wird. Dieses Phänomen zu verteidigen, kann und darf nicht die Sache denkender Wesen sein. Insofern sehe ich Ihre gewaltsame Trennung als nicht sonderlich hilfreich an.

*Politisches Schlagwort frei nach dem Ausspruch des amerik. Admirals Decatur (1779-1820): ganz gleich, ob ich die Maßnahmen (der Regierung) für falsch oder richtig halte, meinem Vaterland schulde ich Loyalität. Statt Vaterland steht in unserem Rahmen NAK.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

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Re: Gründung einer progressiven Basisbewegung in der NAK

#10 Beitrag von curato » 17.11.2017, 22:42

R/S hat geschrieben: Was Leute wie Curato hier in diesem Forum zu suchen haben, ist mir nicht so recht klar.
Wenn Sie mit Ihrer Sektenmasche zwiegespaltene Seelen wieder ins untergehende Schiff zurückholen wollen, ist das die eine Sache. Wenn kritische Menschen diesem Szenario nicht gewillt sind, tatenlos zuzusehen, die andere.
NAKis vom Schlag eines Curato sind per Gehirnwäsche gedrillt auf die alte militärische Welt- und Glaubensanschauung:
Right or wrong, my country (richtig oder falsch, [es geht um] mein Vaterland). *
Das war und ist heute noch die Denke, die innerhalb des System NAK an der Macht ist und dort mit allen Mitteln verteidigt wird. Dieses Phänomen zu verteidigen, kann und darf nicht die Sache denkender Wesen sein.
Da komme ich mir ja wieder sehr willkommen vor...
Es spricht Bände darüber, was ein RS für ein Verständnis von Toleranz und Akzeptanz hat.
Was er mir hier unterstellt, ist recht perfide und klingt nach "Stürmer". Und das nicht zum ersten Mal..,
Den Mund lasse ich mir allerdings nicht verbieten...
"Christlicher Austausch und Dialog"?!?!
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