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BeitragVerfasst: 06.12.2017, 22:12 
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Registriert: 08.11.2013, 11:28
Beiträge: 100
Mr. X hat geschrieben:
Ich hatte gestern eine sehr angenehme Unterhaltung mit meinem ehemaligen Vorsteher, er ist auch Öffentlichkeitsbeauftragter in unserer Gemeinde, sowie mit einem Pfarrer. In einigen Teilen Deutschlands ist die NAK sehr weit, was Ökumene betrifft. In anderen Gebieten allerdings ist es nach wie vor sehr konservativ. Ich denke, die Oberen können sich vor Veränderungen nicht mehr verschließen. Also könnte es mit der Idee von "gläubiger" durchaus was werden. Wenn viele mitmachen und sich nicht nur aufregen.


werter Mr. X,
ich kann nicht wissen, was Sie oder der von Ihnen erwähnte Pfarrer verstehen unter der Aussage "sehr weit in der Ökumene". Was die Ökonomie / Ökumönie betrifft ist die NAK in der Tat weiter vorangekommen als alle anderen Denominationen ( außer der RKK ): die BAps sind "alleinvertretungsberechtigt" und können mit dem sog. Vermögen schalten und walten wie sie wollen. In der EKD gibt es noch Mitbestimmungsmerkmale, diese sind offenbar - zumindest auf dem allerdings auch völlig nebensächlichen Finanzsektor - in der NAK nicht erwünscht.
Das ist allerdings kein Grund um sich aufzuregen, sondern sollte allen Voll-, besonders aber den Halb-Napostolen ( StAp Fehr lässt grüßen ) eher eine Motivation sein, sich umso mehr einzu(b)ringen, der DENNOCH-Glaube ( an die NAKI ) ist mehr denn je gefragt. Angenehme Unterhaltung ist apostolut angesagt.

_________________
Sverdrup


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BeitragVerfasst: 28.12.2017, 16:40 
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Registriert: 21.06.2013, 16:12
Beiträge: 434
Zitat:
Mister Bean: Eine Organisation, die nur den sogenannten Glaubensgehorsam gegen die Oberen kennt, wird NIE die kritische Masse an Mitgliedern hervorbringen, die genug Gestaltungswillen und Eigeninitiative besitzt, um als Avantgarde dem ganzen Laden eine neue Richtung zu geben.
Jetzt, bei dramatischer personeller Ausdünnung, rächt sich dieses Führerprinzip. Jahrzehntelang hat man Ja-Sager und Konsumenten produziert und beklagt nun das Fehlen von Unternehmern und Ja,aber-Sagern. Die Apostelherren werden dich freundlich lächelnd abtropfen lassen solange du keine Machtbasis hast.

Im Grunde wird in der NAK wie im kirchlichen Umfeld allgemein das Aufklärungsprinzip, wie es seit Kant versucht, den Menschen frei und selbstbestimmt zu machen, mit Füßen getreten:
Zitat:
Gleich in den ersten markigen Sätzen der Kantschen Schrift zeigt sich der Unterschied von Mendelssohns weicherer Art, indem der Nachdruck nicht auf die Verstandes- oder gar Gefühls-, sondern auf die Willensseite gelegt wird. "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit." Faulheit und Feigheit, Mangel an Entschlußkraft sind die Ursachen, die den größten Teil der Menschheit zeitlebens und sogar "gern" in geistiger Unmündigkeit verbleiben lassen. "Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!" lautet dagegen der Wahlspruch der Aufklärung.
Doch die Befreiung aus jenem schmachvollen Zustand ist nicht so leicht, wie manche es sich denken. Nicht bloß ist Selbstdenken den meisten unbequem und beschwerlich, sondern unberufene Vormünder haben auch dafür gesorgt, dass der bei weitem größte Teil der Menschen, darunter "das ganze schöne Geschlecht", den Schritt zur Mündigkeit für — sehr gefährlich hält. Einen entschiedenen Fortschritt erwartet der Philosoph — fünf Jahre vor 1789! — nicht von einer gewaltsamen Revolution, die für den gedankenlosen großen Haufen bloß neue Vorurteile statt der alten schaffen würde, sondern allein von der "Freiheit, von seiner Vernunft in allen Stücken öffentlichen Gebrauch zu machen".
Vor allem im "Hauptpunkte" der Aufklärung: "in Religionssachen", da die Unmündigkeit auf diesem Gebiete am schädlichsten und auch am entehrendsten ist. Als "Geschäftsträger" seiner Kirche und Angestellter seiner Gemeinde ist allerdings der Geistliche die offizielle kirchliche Lehre vorzutragen verpflichtet; wenn auch nur in der Form, dass er sagt: Unsere Kirche lehrt dieses oder jenes, bedient sich der und der Beweisgründe, und so dann daraus zieht, was er für praktisch nützlich hält. Übrigens nur, solange er darin nichts "der inneren Religion Widersprechendes" antrifft; in welchem Falle er sein Amt niederlegen müßte. Dagegen muß er als theologischer Gelehrter volle Freiheit haben zu schreiben, was er will. Auch darf er durch keine Kirchenversammlung oder Synode eidlich auf ein unveränderliches Symbol verpflichtet werden. Ein solcher Vertrag, der alle weitere Aufklärung verhindern würde, ist "schlechterdings null und nichtig", ja, sollte er auch durch Reichstage und feierliche Friedensschlüsse bestätigt sein, ein "Verbrechen wider die menschliche Natur". Denn auf die Aufklärung sogar für die Nachkommenschaft Verzicht tun, hieße "die heiligen Rechte der Menschheit verletzen und mit Füßen treten".

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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)


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