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BeitragVerfasst: 15.09.2017, 11:07 
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Beiträge: 55
Zitat:
Magdalena schreibt,
Von irgendwo her mussten doch unsere Eltern damals diese unmögliche Einstellung haben? Sie hatten sich das doch nicht selbst ausgedacht, oder???? Und nicht nur damals. Ich kann mich daran erinnern, dass ein Diakon in den 90er Jahren dafür kritisiert wurde, dass seine Frau nie am Mittwochabend in die GDs kam, weil sie kleine Kinder hatten. Jawoll, in den 90er Jahren!

Diese Einstellung kam von den Segensträgern. Die damaligen Segensträger haben ihre Einstellungen auch nicht von Gott bekommen. Es war zum Teil Zeitgeist gepaart mit kleinbürgerlicher Denkweise. An dieser Situation wollten zum Beispiel die 68iger gesellschaftspolitisch etwas ändern. Diese Entwicklung ist allerdings an der NAK vorbeigegangen. Hätte sie sich mit den damaligen gesellschaftlichen Diskussionen auseinandergesetzt, wäre eventuell so manche Entwicklung in der NAK anders verlaufen. Und somit ist die NAK heute in einer Situation, die sie selbst verschuldet und so zu verantworten hat wie sie sich gegenwärtig darstellt. Da gibt es nichts zu beschönigen.
Hier eine Bericht über die Situation zwischen gestern (DDR) und heute in Berlin: http://www.nak-bbrb.de//aktuell/meldungen/artikel/jugendprojekt-lud-neuapostolische-kirche-zum-gespraech/


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BeitragVerfasst: 15.09.2017, 16:36 
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Beiträge: 794
Wohnort: Zum Glück wieder auf der Suche.
Als ich das hier las, habe ich meine Frau befragt. Wie war denn das bei uns, in den 80er Jahren? - Sie sagte. Wir haben die Kinder Mittwochs und Montags auch schlafen gelegt und sind in die Kirche gegangen. Es war doch eine schöne Zeit. Auf meine Frage, ob es dazu schriftliches gibt, fiel ihr nichts ein. Also muss es mündliche Überlieferung bei uns gewesen sein.
Ich möchte dazu bemerken, dass die Zeit ohne Fernsehn für uns auch gute Seiten hatte. Mehr Kommunikation, mehr Dinge, die miteinander gemacht wurden.

Aus heutiger, übervorsichtiger Sicht geht das Alleinelassen der Kinder natürlich nicht. Aber, es war eben doch noch eine andere Zeit.

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Wenn eine Kirche auf eine andere blickt, schaut sie denselben Leib Christi, deren Teil sie selbst ist; sie blickt auf sich selbst (Apostel William Dow)


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BeitragVerfasst: 19.09.2017, 20:38 
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Registriert: 06.11.2013, 20:38
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Selbstverständlich wurden damals Kleinkinder am Mittwochabend zuhause gelassen, um den Gottesdienst zu besuchen. Auch ich.
Ich hatte trotzdem eine behütete Kindheit. Würde meine Eltern nicht tauschen oder missen wollen.
Selbstverständlich war das gängige Praxis und allen AT bekannt.

Das damals andere Zeiten waren ist für mich immer wieder eine niveaulose Universalentschuldigung für Leute, die nicht den Mumm haben, zu Fehlern zu stehen.
Es gab auch damals genügend andere Menschen, die diesem religiös-fanatischen Eifer nicht erlegen sind. Die ihre Kleinkinder niemals allein zum Nachtschlaf zuhause gelassen hätten. Religiöser Fanatismus ist nicht an Epochen gebunden.

Hätten die Neuapostolenführer ein reelles Verantwortungsgefühl, würden sie dafür gesorgt haben, dass die Schäfchen sich ihrer Elternpflicht nicht entziehen.

Sicher ist es tausendfach gutgegangen. Das macht die Sache nicht besser. Täglich fahren hunderte Autofahrer unter Alkoholeinfluss. Es geht fast immer gut ...

Es geht hier schlichtweg um Verantwortung.
Wie üblich ist da von Seiten der KL selbstverständlich nichts zu erwarten.
Zum Glück habe ich den Verein hinter mir gelassen.
Manchmal helfe ich anderen Mitfories gern bei Erinnerungen ...

LG Boris

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Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.


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BeitragVerfasst: 19.09.2017, 20:55 
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Bezirks-Elster hat geschrieben:
... Da die Kirchen immer knackevoll waren (weil die Eltern eben da waren und nicht zu hause bei den Kids) hat doch gezeigt, dass das Konzept anscheinend richtig war.

Das Konzept hat aus meiner Sicht tatsächlich zu Beginn gut funktioniert. Über richtig und falsch lässt sich trefflich streiten.
Wir alle sind beim Einkauf oft dem Etikettenschwindel (Verbrauchertäuschung) erlegen.
Auch dabei sagen viele Konsumenten, dass man sich doch nicht so haben soll, schließlich sei ja nichts schlimmes passiert. Allerdings stellt sich immer wieder die Frage, ob die Kunden das Produkt auch gekauft hätten, wenn sie den Inhalt richtig gekannt hätten.
Mit diesen Täuschungsmanövern beschäftigen sich hochbezahlte Leute. Manchmal grenzt so etwas schon an Betrug. Ist dann eine rechtliche Definitionssache. Das ganze hat aber dann nichts mehr mit freier Entscheidung zu tun. Menschen sind verführbar.

Soweit zum Parallelbild zur NAK.
Nun, da die "Konsumenten/Kunden" bzw. Schäfchen so langsam den Inhalt kennenlernten, stellt sich das Konzept als doch nicht mehr so tragfähig heraus. Manches braucht eben Zeit ... ,

meint Boris

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BeitragVerfasst: 20.09.2017, 16:01 
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Hat jemand den Thread verfolgt und könnte kurz zusammenfassen, was die sog. "Überzeugenden Gründe, NICHT aus der NAK auszutreten", sind? ;-)

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Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
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BeitragVerfasst: 20.09.2017, 21:01 
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Beiträge: 27
agape hat geschrieben:
Hat jemand den Thread verfolgt und könnte kurz zusammenfassen, was die sog. "Überzeugenden Gründe, NICHT aus der NAK auszutreten", sind? ;-)


Werte(r) agape, keine Zusammenfassung, nur meine nicht-nakologische Anregung zur Entscheidungshilfe ( ein Grund am Schluß) :
1. alle nakechetisch sozialisierten, die immer noch Schwierigkeiten haben, sich „am Opferstock vorbeizudrücken“, oder die Opfer-App ( VerAppelung der Gläubigen ) laufend benutzen, weil sie es anders nicht aushalten, machen drei Monate* lang Opferpause, bzw. so lange, bis sie sich in GDen der von ihnen geschätzten AT trotz dieses Frevels wohlfühlen. (Meine Annahme: sie haben sich vorher auch schon gelegentlich dort wohlgefühlt.) Das ersparte Geld sollte in Rücklagen, Geschenke an Ehepartner, Kinder, Lebenspartner, oder vielleicht am besten an wahre bedürftige gehen. Oder für z.B. am Helfer-Syndrom erkrankte an sich selbst ( „gib Dir zuerst“ ). Wenn nach drei bis sechs Monaten* immer noch Angstzustände, Händezucken in der Nähe des Opferstocks, nicht erklärbare Unruhe o.a. auftreten, empfehle ich den psychologischen Dienst. ( bei Bedarf gern Anfrage über PN ). Nach erfolgter Beratung dann erneuter Versuch ( wie vor ).
2. Sobald sich Gefühl und Verstand innerhalb / außerhalb der GD und bei weiter streng durchzuhaltender Opfer-Abstinenz beruhigt und wieder normalisiert haben, hört man in sich hinein: Welches Gefühl hatte ich beim Schenken, oder beim Geldzählen, oder .. Das nenne ich hier Phase 1.
3. Phase 2 ( alle die bereits „trockene“ NAK-Opferer sind, können gleich hier beginnen): Man besucht hin und wieder einen GD in der EKD oder - m.E. weniger empfehlenswert, aber jeder nach Veranlagung - der RKK, oder einer anderen Gemeinde, in welcher z.B. geschätzte Freunde aus der Welt sich wohlfühlen. Anschließend wieder Besuch eines GD in der NAK - natürlich weiterhin - genau - ohne Opfergabe.
4. Nach drei bis sechs Monaten* der Phase 2 befragt man sich selbst - oder man spricht mit seinem Ehepartner etc. über die Wirkungen: Vielleicht freut man sich über zehn bis dreißig Minuten* ersparter Autofahrt pro Sonntag. Oder man stellt fest, dass man auch ohne Opfergabe aus der Predigt begeisternde Gedanken erhalten hat, außerhalb oder innerhalb des NAK-Tempels ....Oder man fühlt sich ganz schlecht, dann bitte wiederholen ab Phase 1 oder 2.
5. Phase 3: man hat an sich eventuell eine „kopernikanische Wende“ oder gar Revolution erlebt: Im Zentrum steht Gott und Sein Sohn, kein Amt, kein Apostel, kein Papst, die „höchsten“ AT sind wie wir selbst nur interstellarer Staub ...
Wenn einem diese Erkenntnis Angst macht, kein Problem. Man kann in der NAK bleiben, seine Opfergaben vielleicht anders aufteilen, oder am besten einstellen ( in die eignen Rücklagen), oder es in Phase 1 nochmals versuchen, oder etwas ganz neues versuchen.....

Ein Vorteil in der NAK: man zahlt keine Kirchensteuer. Allen die jahrelang vielleicht von Jugend auf fast alles „im Glaubensgehorsam“ befolgt, also für den einzelnen erhebliche Beträge für den Brutto-Segen gespendet haben, würden sich vielleicht durch einen späten Austritt benachteiligen: Kinder und Enkel müssten für eine kirchliche Trauung bei anderen Denominationen wahrscheinlich zahlen, usw. Man kann weiterhin GDe abwechselnd in der NAK und anderswo besuchen nach freier Wahl, je nachdem, was näher liegt, ohne dass einem der Himmel auf den Kopf fällt ......
Allen insbesondere jungen Geschwistern wäre zu im obigen Sinne weitgehender Abstinenz zu raten, sodass immer eine gesunde Distanz zur Institution erhalten bleibt....
Da der Glaube die wohl persönlichste Sache ist, muss jeder gute Gründe für seine Entscheidung selbst finden. Die Beiträge hier sind jedoch für mich sehr anregend und hilfreich. Ich danke allen Diskurs-Teilnehmern des Forums und freue mich auf weiteren Gedankenaustausch.

*Zeitangaben ohne Verbindlichkeit individuell zu wählen bzw. gegeben

_________________
Sverdrup


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BeitragVerfasst: 22.09.2017, 08:11 
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Beiträge: 1028
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein
Liebe(r) Sverdrup,

vielen Dank für Ihre Replik.
Eine Anregung zur Entscheidungshilfe hatte ich persönlich nicht nötig. ;-)
Das Thema ist für mich durch.

Gut dargestellt sind die Opferphasen. Ein wesentlicher Aspekt in der NAK!

Kurz und gut kann man sagen: Man hat am Ende eine kostenlose Trauerfeier,
die nur den Preis hatte, dass man sich ein NAK-Leben-lang von "göttlichen" Netto-und Bruttosegen volllabern ließ
und daraufhin zu entscheiden hatte, wie man damit umgeht. Da wären wir wieder bei Ihren "Phasen". Merci. ;-)

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BeitragVerfasst: 30.09.2017, 12:12 
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Registriert: 19.08.2010, 21:54
Beiträge: 1050
Johannes,
ich hatte Dich freundlich gebeten, hier im Forum einmal eine Kostprobe einer von Dir gehaltenen Predigt einzustellen, um Klarheit darüber zu erhalten, wie sich Dein Jesus-zentriertes Dienen von einer typischen NAK Predigt unterscheidet. Leider hast Du Dich meiner aufrichtigen Bitte bislang verweigert. Aber ich bin noch interessiert daran, die von Dir ausgebreitete Theorie stückweit praktisch aufzunehmen. Daher nochmals, werter Johannes, schreib mal ein Stückchen Johannes Predigt! Vielleicht zum Danktag, der morgen in der NAK stattfindet. Ich gehe dann gern hier in die NAK Kirche, um zum Vergleich die typ. NAK Predigt zu hören.
Also in Erwartung Deiner Antwort
lG
Com.


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BeitragVerfasst: 02.10.2017, 22:34 
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Beiträge: 270
Wohnort: Kummerow
Comment, ich empfinde deine wiederholte Aufforderung um Predigtbeispiele an Bruder Johannes als unangenehm penetrant. Wenn Johannes deiner "aufrichtigen Bitte" um Wiedergabe seiner Predigten bisher nicht nachgekommen ist - was sein gutes Recht ist - dann akzeptiere das doch einfach und reite nicht so darauf herum. Da schämt man sich ja fremd.

Und - wer kann sich schon an seine gesprochenen Worte aus der Vergangenheit so genau erinnern (außer man arbeitet die Predigt im Vorfeld schriftlich aus, was bei NAK-Predigern aber nicht üblich ist, höchstens ein paar Stichpunkte als Gedankenstütze). Und das alles, nur damit du dann dabei gehst, diese Predigt zu zerpflücken. Ich würde dir diese Brocken auch nicht vor die Füße werfen. 8)

Im übrigen war gestern am Erntedank-Gottesdienst in der NAK ein schönes, altbekanntes Wort dran (Maleachi 3,10) - das musste wohl mal wieder gesagt werden. Ich hoffe, du warst dennoch dort und hattest deinen Spaß daran.

Ich hatte die Gelegenheit in einem Kantatengottesdienst mitzusingen. Und das gesungene Wort ging mir mehr ins Herz als die Predigt. Das gesprochene Wort in einer Kirche wird meiner Meinung nach sowieso überschätzt. Die Predigt ist immer nur eine "Krücke".

:wink:


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BeitragVerfasst: 03.10.2017, 09:28 
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Beiträge: 1050
Hermine Breithaupt, da Du mich persönlich angeschrieben hast, will ich Dir antworten. Spare Dir die Zeit, mir mitzuteilen, wie Du meine Postings an andere Fories meinst empfinden zu sollen. Deine Wertungen und Befindlichkeiten in Bezug auf mich und meine Korrespondenz mit Dritten interessieren mich nicht, und zur Sache besagen sie nichts.
Com.


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