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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 15:56 
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@ Colette,

die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, aber kurz gesagt, nein, daran glaube ich nicht mehr

@ Mr Bean,

bis jetzt bin ich in der glücklichen Situation, dass man mich gewähren lässt. Wobei ich aber sagen muss, dass das wahrscheinlich von Apostelbezirk zu Apostelbezirk unterschiedlich ist, ich in einem sehr toleranten Bezirk lebe und meine diesbezügliche Meinung auch schon Aposteln gegenüber kundgetan habe. Und bis jetzt ist das ihne Konsequenzen geblieben, und ich kenne auch andere wo eine klare Positionierung keine Folgen hatte. Aber wie gesagt, da bin ich mir absolut dessen bewusst, dass so etwas in den meisten deutschen Bezirksapostelbereichen nicht möglich wäre

beste Grüsse


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 17:27 
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Werter Johannes,

ich finde Ihre Einstellung absolut Klasse.

Irgendwann mal "Ja" gesagt zu einem Amt auf Gemeindeebene und Sie machen das wohl mit Herzblut.

Das geht aus Ihren Zeilen hervor - toll!

Lassen Sie mich bitte weiter träumen.

Bezirksämter, manche Ihrer Apostel samt Gebietskirchenpräsident gehen Ihnen wohl mit Verlaub gesagt "am Arsch vorbei".

Allein wichtig ist Ihnen Ihre Gemeinde und das ist gut so!

Diese Denkweise ist die einzige richtige Denkweise für eine funktionierende Kirchengemeinde.

Wir brauchen diesen ganzen "Oberbau" NICHT!

Beispiel dazu: Neu in BaWü (schon ein paar Jahre her), es ist Sonntagmorgen: Es kommt ein Riesen-Mercedes, der Fahrer fragte mich, wo ist mein Parkplatz? Meine Antwort: Parken sie bitte wie alle anderen auch.

Dieser sehr lange Mensch steigt aus und versucht, mich vor dem Gottesdienst rund zu machen.

Auf meine Frage, was erlauben sie sich und wer sind sie bitte, kam ein Wutausbruch seitens dieser Person. Andere Personen schritten in den Disput ein und sagten "Heinrich, das ist der Gebietskirchenpräsident."

Tja, ich bin wegen diesem erlebten widerlichen Wortwechsels, diesem arroganten und authoritären Verhaltens eines AT der NAK in die benachbarte evangelische Kirche gegangen...................................

Gruss aus dem Süden,
Heinrich

_________________
In der Kirche halten zurzeit nicht wenige ihren eigenen Vogel für den Heiligen Geist.
(Ludwig Schick, Erzbischoff Bamberg)


Zuletzt geändert von Heinrich am 10.07.2017, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 17:41 
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mich würde mal interessieren wer in der NAK eigentlich auf die Idee kam die Ämter ab Gemeindevangelist nur noch mit Leuten zu besetzten die Führungskräfte in der normalen Welt sind.
Also entweder wirkt der Hlg. Geist durch das empfangene Amt oder man muss die Ämter zum Theologiestudium schicken bevor man sie einsetzt.


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 17:59 
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Das ist ganz einfach zu beantworten, wertes Schnoogele (oder werter Schnoogele?).

Ausgewählt werden aus meiner Sicht ab Vorsteher und weiter aufwärts mit Vorliebe seitens der jeweiligen Gebietskirchenverwaltung freiberuflich tätige Menschen oder Beamte, die sich ihren Tagesablauf selbst gestalten können.

In meinem alten Kirchenbezirk sah das so aus:

Bezirksältester – Rechtsanwalt und Notar mit eigenem Büro
Bezirksevangelist 1 – selbstständiger Versicherungsvertreter
Bezirksevangelist 2 – selbstständiger im Bereich Finanzberatung
Gemeindevorsteher – Gerichtsvollzieher

Also alles Personen, die ihren Alltag selbst gestalten konnten.

Noch Fragen?

Gruss, Heinrich

_________________
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(Ludwig Schick, Erzbischoff Bamberg)


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 20:05 
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Johannes hat geschrieben:
Und genau das ist der Grund, warum ich noch geblieben bin. Ohne mich jetzt selbst zu überschätzen, ich möchte so ein Hoffnungsträger sein, ich möchte Gottesdienste mit klaren, aus dem Leben gegriffenen Botschaften liefern, ich möchte ein Ansprechpartner sein für alle, die Seelsorge suchen, die Hilfe brauchen.


Nun, lieber Johannes, dann wünsche ich dir viel Erfolg, Mut und Kraft. Der Bezirk Minden ist da nicht so tolerant. Wir hatten einen Ältesten, welcher ähnlich dachte wie du. Mann (Apostel) hat ihn schnell entsorgt und durch einen absolut linientreuen ersetzt. Die Folge: Stagnation und Rückgang.
Die letzten Hoffnungsträger des Bezirkes sind dann nach und nach auch gegangen. Kritischer Dialog ist nicht erwünscht bzw. die Bezirksleitung und der Überbau sind dazu nicht in der Lage. Das schlimme daran ist - hier im Bezirk kann sich keiner rausreden, er habe es nicht gewusst! Weder Kirchenleitung vom Bezirksapostel bis Bischof, nach Bezirksleitung. Die Kirchenleitung will nicht. Bezirksapostel Storck ist nicht bereit etwas zu unternehmen. Das muß ganz klar so resümiert werden. Das heißt, als Apostel kann ich tun und lassen was ich will, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, ohne mich entschuldigen zu müssen oder ähnliches.
Die Bezirksleitung kann nichts machen, weil ihr einfach die notwendigen Fähigkeiten fehlen.
Die, welche den Dialog suchten, haben sie fertig gemacht bis auch diese aufgegeben haben.

Da kann ich nur alle Hoffnung fahren lassen, aber das ist die Realität.
Diese Kirche ist tot.


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 21:40 
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"die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, aber kurz gesagt, nein, daran glaube ich nicht mehr"

Johannes, wenn du an die "Säulen des NAK-Gebäudes" nicht mehr glaubst, wie kannst du dann den Predigtdienst versehen? Die Leitgedanken geben doch immer wieder mal genau diese Punkte vor.

Gut, du umschiffst sie, fällt es der Gemeinde, den anwesenden Brüdern nicht auf?

Loyalität deiner Kirche gegenüber ist dir vielleicht schnuppe. Andere At's haben gerade aufgrund der fehlenden Glaubensüberzeugung (Sonderlehren) ihre Ämter zurückgegeben.

Noch eine Frage: Aus welchem Bezirk bist du? Ich kenne nahezu keinen Bezirk in D, der soviel Spielraum lässt.


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BeitragVerfasst: 11.07.2017, 06:59 
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[quote="Johannes"]@ Colette,

die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, aber kurz gesagt, nein, daran glaube ich nicht mehr

.... /quote]

Die meisten der NAK-Mitglieder glauben genau dieses nach wie vor und haben aus meiner Sicht einen Anspruch darauf, dass ihre Amtsträger/der Lehrkörper dies entweder ebenfalls vertreten oder dass die Lehre offiziell von diesen Dingen entschlackt wird.

Als damaliger Priester und Religionslehrer war dieser Spagat für mich irgendwann einfach nicht mehr zu vertreten und eine Lehränderung in all den für mich kritischen Punkten nicht absehbar. Ich hab da überhaupt nicht mehr reingepasst.

In der Evangelischen Kirche habe ich für mich die größtmögliche Toleranz und Freiheit gefunden, meinen christlichen Glauben auf die eigene und persönliche Art zu leben und auch zu hinterfragen, ohne dabei Verbindlichkeit und Ernsthaftigkeit in Frage zu stellen oder gar der Beliebigkeit zu verfallen. Hier erlebe ich den positiven Streit, das Miteinander im Gespräch und auf dem Weg sein als sehr, sehr wohltuend und weitestgehend frei von Dogmen.

In der Bank zu sitzen und sich seine eigenen Gedanken zu machen, ist eine Sache.
Aber wer verkündet und lehrt, sollte die jeweilige Lehre aus meiner Sicht vertreten können.

In dieser Hinsicht habe ich die NAK auch immer als sehr konsequent erlebt und wundere mich über die hier dargestellte Freizügigkeit.

LG
Centaurea


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BeitragVerfasst: 11.07.2017, 07:31 
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Liebe Colette!

Die Leitgedanken "umschiffen" mittlerweile viele Priester. In einem Ältestenbezirk wird sogar der Kindergottesdienst anderes gestaltet.
Da man keine Brüder mehr hat, wird mittlerweile alles geduldet, zumindestens in dem Bereich wo mein Mann ist.
Mein Mann schickte letztens den Vorsteher Infos über das Textwort, weil dieser die Leitgedanken d**** fand.

Die, die sich etwas mit dem Evangelium auseinandersetzen und bleiben wollen, handeln genau so.
Wichtig ist es auch den Geschwistern die Angst zu nehmen. Kann da Johannes verstehen, ABER wie entwickelt sich der eigene Glaube?
Ist man in der NAK wird einem nicht die Bibel aufgeschlossen. Leider :( , aber um sich geistig weiter zu entwickeln braucht man dies.

Lieber Johannes
Wo informieren sie sich ? Wie steht ihr Frau dazu?

Lieber Heinrich!
Haben sie nicht mal das Bedürfnis mit ihrer Frau einen "gemeinsamen" Weg zu gehen.

Lieber centaurea

Sind sie in einer freien evangelischen Gemeinde oder Großkirche?


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BeitragVerfasst: 11.07.2017, 08:15 
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Eine Freie Gemeinde wäre mir definitiv zu eng.

Ich bin bewusst in der Landeskirche.


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BeitragVerfasst: 11.07.2017, 08:43 
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Zunächst einmal danke für die vielen Rückmeldungen, ich werde versuchen, sie alle zu beantworten.
Zunächst einmal zu den Säulen des neuapostolischen Glaubens, den Sonderlehren. Ich glaube nicht daran, dass Apostel heilsnotwendig sind. Gott kann sein Heil zuwenden, wie er will, und er braucht nicht bestimmte Menschen dazu. Oder wie es Apostel Kainz einmal vor vielen Jahren formuliert hat: "Jesus hat zu seinen Jüngern gesagt:Ohne mich könnt ihr nichts tun, nicht ich kann ohne euch nichts tun". Und solange sich ein Apostel dessen bewusst wird, ist er ein Jünger Jesu und kann Jesu in den Herzen verklären. Bezüglich Entschlafenenwesen, ich glaube sehr wohl daran, das Verstorbenen geholfen werden kann. Wie das vor sich geht, was dazu notwendig ist, das entzieht sich unserer Kenntnis, das weiss kein lebender Mensch.
Und wenn ich Gottesdienst halte, dann versuche ich von Jesus zu predigen, nicht vom Apostelamt. Bezüglich Entschlafenenwesen sage ich schon sehr klar meine Meinung, bezüglich Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes wird dieses von mir nicht erwähnt. Die Erfahrung zeigt, dass die Geschwister, die ebenfalls ihre Zweifel an der Allmacht des Apostelamtes haben, das sehr wohl verstehen, die, die daran glauben, denen fällt es nicht auf.
Und ich bin nicht der Überzeugung, dass man die neuapostolischen Sonderlehren predigen muss und dass die Geschwister darauf Anspruch haben. Erstens gibt es nicht nur mich, das heisst es gibt genug andere Gottesdienste wo man so etwas hören kann, zweitens sollte auch die NAK nur zu Jesus führen und auf ihn hinweisen. Und diesem Anspruch versuche ich gerecht zu werden. Und das lieben auch die meisten Geschwister. Also bis jetzt kann ich mit dem Spagat ganz gut leben. Und ich habe wirklich das Glück, in einer absolut toleranten Umgebung zu leben. Ich weiss, das klingt jetzt für viele unglaublich, aber ich hatte einmal ein Gespräch mit meinem damaligen Apostel, der in der Zwischenzeit im Ruhestand ist, und habe ihm alle diese Zweifel und Schwierigkeiten schonungslos gesagt. Und am Ende des Gesprächs hat er zu mir gesagt: "Ich kann Sie nur bitten, mir dabei zu helfen, dass Jesus weiter in den Herzen der Geschwister verklärt ist." In der Zwischenzeit habe ich einen anderen Apostel, aber das ist und bleibt für mich die Maxime meiner Tätigkeit.
Ich informiere mich sehr stark über das Internet, über verschiedene Literatur, und meine Frau sieht das alles im Prinzip genauso wie ich. Sie beschäftigt sich nicht so intensiv mit dem Glauben wie ich es tue und getan habe, aber sie hatte auch ihre Schwierigkeiten mit der Kirche, und sie geht jetzt auch den Weg, mit dem sie glücklich ist. Das heisst unter anderem, sie schaut sehr genau, wer in der Gemeinde Gottesdienst hält, und dann bleibt sie entweder zu Hause oder sie geht in eine andere Gemeinde.
Ich weiss schon, einige werden jetzt denken, der macht es sich aber leicht, entweder hundertprozentig dahinter und bleiben oder gehen. Aber es war für mich ein langer und schmerzhafter Weg von einem mehr als hundertprozentigen NAKler zur derzeitigen Situation, und ich habe momentan einen Status erreicht, mit dem ich leben kann und der mich zufrieden stellt. Ob das das Ende des Weges ist, da bin ich mir keineswegs sicher, aber da bin ich ganz offen für allfällige Entwicklungen.
Beste Grüsse, Johannes


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