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BeitragVerfasst: 10.10.2017, 07:13 
Bezirks-Elster hat geschrieben:
Hi Sverdrup,
zum besseren Verständnis. Bei uns wurde der Bogen etwas überspannt. Ich hätte a) früher auf die Signale meiner Familie achten sollen, b) besser bei mir sein sollen und in der Gemeinde mal mit der Faust auf den Tisch hauen sollen oder c) früher vom NAK-Schiff abspringen sollen.

Meine Frau hat irgendwann mal gesagt, "So, ich gehe mit den Kindern nicht mehr zur Kirche". Da stand ich wie ein begossener Pudel und musste ich mich entscheiden. Kirche oder Familie. Ich habe mich für meine Familie entschieden.

Wir haben eine familiäre Übereinkunft, die monatlichen Kindergottesdienste der evangelischen Kirche in unserem Ort zu besuchen. Wenn die Kinder da sind, ist es OK, im Vorfeld haben SIe natürlich keinen Bock. Dort sind auch einige ihrer Freunde und Schulkameraden.

Gerne würde ich meine Familie auch mit in die katholische Messe nehmen, bei der ich quartalsweise "die Orgel trete". Die Messe geht aber schon um 9:00 Uhr los, und das geht gar nicht.

Tja, ich würde gern Gott, Glauben und Kirche mehr in meine Familie einbauen - aber ohne Zwang ist mehr momentan nicht machbar. :(


Möchte auf deinen letzten Satz eingehen. Genau das ist es, was mich traurig macht. Meine Jungs gehen mittlerweile in die Jungschar und Teenie - Veranstaltungen, wo sie auch immer sehr ausgeglichen zurückkommen. Aber mit den Gottesdienstbesuchen ist es schwierig. Ebenso mit meinem Mann der immer noch dran festhält, wie er verletzt in der NAK wurde und sich auf nichts neues Gutes einlassen will. Zuhause kann ich nur mit meinem kleinsten noch beten und Glaubensdinge reden. Manchmal auch mit den älteren Brüdern. Was mir aber fehlt ist die Gemeinschaft zuhause, mal zusammen richtig beten, in der Bibel lesen, gute Glaubensgespräche führen usw.


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BeitragVerfasst: 10.10.2017, 07:28 
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Registriert: 17.11.2014, 15:41
Beiträge: 209
Hallo Bezirks-Elster!

Lassen sie sich viel Zeit mit einem Wechsel.
Ich bin 7 Jahre nicht mehr in die NAK gegangen und vor 5 Jahren ausgetreten und ich brauchte die Zeit um mich zu finden.
10 Jahre nach dem Amtsmissbrauch von Apostel Hoffmann bin ich aus der NAK. Das war für mich eine Art Ritual und Befreiung.
Eine Aufarbeitung von den Problemen hätte mir in der NAK viel gebracht, aber es ist nicht möglich. Ich hatte zu lange auf so einen Tag gehofft.

Gott wollte mich verändern, aber ich brauchte sehr lange um das zu begreifen.

Kinder spüren viel mehr als wir Erwachsenen. Manches haben sie mir gesagt, was sich hinterher als richtig rausgestellt hat.

Ich selbst bin halt mitgegangen bis mein Kinder nicht mehr in die NAK gingen. Ich wollte einfach nicht, dass sie sich sich zwischen Vater und Mutter entscheiden müssen.
Heute ist keins mehr Mitglied der NAK. Ich weiß nicht, ob ich nochmal so entscheiden würde, denn die GD-Besuche in der NAK waren von innerlicher Ablehnung geprägt, aber man macht ja alles zum 1. Mal und war ja in die NAK hineingeboren.
Für alle die in der Situation sind hier lesen http://www.praxis-ulrike-baer.de/pdf/Risiken.pdf

Man kommt wirklich nicht einfach so raus, wenn man in strengen "Amtsbrüderfamilien" groß geworden ist und die Eltern noch leben.

Begriffen hat mein Mann vieles erst, als ich nicht mehr ging. Dann hat es bei ihm "Klick" gemacht und erst ab dem Zeitpunkt haben wir vieles aufarbeiten können
und über vieles konnten wir dann offen reden. Wir einigten uns, dass er weiter in die NAK geht, da er Sonntag seine GD brauchte. Ich war damals nicht bereit wieder eine Kirche zu betreten und wenn, hat mich keine Predigt so "berührt", dass ich wieder dorthin wollte.

Jetzt gehe ich in eine freie evangelische Gemeinde, aber bin sehr vorsichtig und will auch viel Wissen.
Bevor ich überhaupt diese Kirche betrat, informierte ich mich schon über sie. Ich war nicht gewillt mich einer Kirche anzuschließen die keine ausgebildeten Pfarrer hat.
Dieses theologielose Gerede vom Altar bin ich leid und wollte es nicht wieder haben.

Von der Predigt bin ich in der Kirche erst einmal ergriffen und das ist auch der Grund warum ich mittlerweile gern dorthin gehen.
Letztens sprach ich mit dem Pfarrer und habe den mit Fragen bombardiert. Er beantworte mir alles ganz offen.
Im Moment nehme ich an einer Art Bibelkurs teil. Es ist echt interessant, wie einem die Bibel aufgeschlossen wird.

Ob ich jemals wieder Mitglied einer Kirche werde, weiß ich heute noch nicht. Ich lasse mich im Moment treiben und bin bei allem sehr vorsichtig.

Bezirks-Elster ich rate dir auch, wenn du möchtest immer mal in verschiedenen Gemeinden zu gehen. Du wirst erleben, dass auch in anderen Kirchen manchmal nur Mist gepredigt wird. Wir sind auch mal mit meinen Mann in einem Ort gefahren wo es die "Nacht der Kirchen" gab. Das fällt man nicht auf, aber auch das war ernüchternd.

Lasse dich in die Hand Gottes fallen und er wird dich leiten.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal wieder einer Kirche öfter betrete, nachdem was ich alles in der NAK erlebt hatte,
aber "GOTT KANN".


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BeitragVerfasst: 10.10.2017, 11:00 
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Registriert: 25.07.2017, 15:04
Beiträge: 132
Zitat:
Werter h.e.,
1) Jesus, der Sohn Gottes war als Person „zu unbedeutend“ ? Gott der Allmächtige hätte mit Seinem Sohn ohne die RKK bei uns Menschen sozusagen „keine Chance gehabt ?“. Wir beide haben wahrscheinlich unterschiedliche Auffassungen über Christus.
2) Dann wäre Ihr Beitrag unter „aus der NAK auszutreten“ besser aufgehoben und Sie selbst wahrscheinlich auch in der RKK statt der NAK.
3) das sind mit Verlaub Spekulationen. Sie verkennen wohl auch, dass es neben Paulus aus Tarsus später viele andere „Kirchenväter“ gab. Die östlichen Kirchen haben die Evangelien-Schriften als heilig angesehen ( Stichwort Peshitta, NT in englischer Übersetzung direkt aus dem aramäischen ), über 250 Jahre lang bemühten sie sich, diese Evangelien zu erhalten gegen den erbitterten Widerstand Roms, weil diese Lehre und die Gleichnisse Jesu unvergleichlich sind. Die Römer verbrannten die Rollen und Kodizes, wo sie nur konnten. Erst als Kaiser Konstantin erkannte, dass er wie viele andere zuvor das Christentum in seinem Reich nicht würde beseitigen können, musste er es halt tolerieren. Rom hat dem Christentum viele heidnische Kulte übergestülpt. Aber wie gesagt, wer die RKK für die beste aller Kirchen hält, sollte dort hingehen.

Severdrup,
das habe ich so nicht geschrieben. Ich will es noch einmal verdeutlichen: Nicht Jesus, nicht die ersten christlichen Gemeinden sind der Ursprung des Christentums, sondern beide gemeinsam als Angebot und Antwort. Kein Christentum ohne Jesus, aber ebenso wenig ohne die ersten Christen. Aus diesen ganzen Entwicklungen im ersten Jahrhundert nach Christus hat sich dann historisch gesehen die altkatholische Kirche entwickelt mit der Entstehung der spezifischen Lehren wie z. B. Dreieinigkeit Gottes. Damit ist über die Qualität der katholischen Kirche noch nichts ausgesagt. Die Grundlagen für die Entwicklung christlicher und kirchlicher Strukturen haben aber die Apostel und die Verfasser der Evangelien gelegt, vornehmlich Apostel Paulus.
Gegen Ende des 2. Jahrhunderts ist eine Ausbildung der Kirche als Institution erst möglich. Diese Entwicklung endet mit der Ausbildung der frühkatholischen Kirche, die gewissermaßen den Prototyp des späteren Kirchenwesens abgibt.


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BeitragVerfasst: 10.10.2017, 12:56 
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Beiträge: 407
Zitat:
Nicht Jesus, nicht die ersten christlichen Gemeinden sind der Ursprung des Christentums, sondern beide gemeinsam als Angebot und Antwort. Kein Christentum ohne Jesus, aber ebenso wenig ohne die ersten Christen.

Pssssst, h.e., ganz so (kirchlich) einfach ist die Geschichte nicht … :?
Was Sie schreiben, stammt im Prinzip aus der Küche kirchlicher Pseudoforschung. Eine wirklich unabhängige Forschung kommt zu großenteils anderen Ergebnissen. Jesus, seine Jünger und die ersten jüdischen Versammlungen in seinem Namen, waren allesamt jüdisch orientiert. Es gab weder ein Christentum, noch christliche Gemeinden, noch eine christliche Lehre. Es gab nicht einmal ein Neues Testament. Dies alles sind Erfindungen einer späteren Kirche.
Die Bezeichnung Christ(en) für die Nachfolger der paulinisch-heidnischen Jesulehre kam erst Mitte des 1.Jhs bei paulinisch geprägten Heidenchristen in Antiochien auf. Und weil Paulus mit dem leiblichen Jesus im Grunde wenig am Hut hatte (er kannte ihn nicht einmal) , wurden seine Nachfolger auch nicht Jesuaner o.ä. genannt, sondern eben Christen. Denn nicht Jesus und seine Lebensphilosophie standen am Beginn des Christentums, sondern Christus und sein angeblicher Sühnetod im Verbund mit heidnischer Philosophie der Antike – ein gewaltiges Herrschaftsinstrument für die kommende Kirche.
Paulus und die paulinische Schule ist nach allem, was wir heute wissen, Ursprung und Urheber einer Religionsphilosophie, der man den Namen Christentum gab, weil nicht ein Sozialreformer und Gesellschaftskritiker im Mittelpunkt dieser Lehre stand, sondern der ‚erhöhte Herr‘ und eine daraus erwachsende und zum Teil dämonische Herrschaftslehre. Über das, was Jesus zu seinen zu seinen Lebzeiten wirklich gesagt hatte, wissen wir so gut wie nichts. Dafür umso mehr, was man ihm in den Mund legte von Menschen, die völlig andere Interessen hatten und in anderen Lebensumständen standen.

_________________
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)


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BeitragVerfasst: 10.10.2017, 22:03 
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Registriert: 08.11.2013, 11:28
Beiträge: 95
R/S hat geschrieben:
Zitat:
Nicht Jesus, nicht die ersten christlichen Gemeinden sind der Ursprung des Christentums, sondern beide gemeinsam als Angebot und Antwort. Kein Christentum ohne Jesus, aber ebenso wenig ohne die ersten Christen.

Pssssst, h.e., ganz so (kirchlich) einfach ist die Geschichte nicht … :?
Was Sie schreiben, stammt im Prinzip aus der Küche kirchlicher Pseudoforschung. Eine wirklich unabhängige Forschung kommt zu großenteils anderen Ergebnissen. Jesus, seine Jünger und die ersten jüdischen Versammlungen in seinem Namen, waren allesamt jüdisch orientiert. Es gab weder ein Christentum, noch christliche Gemeinden, noch eine christliche Lehre. Es gab nicht einmal ein Neues Testament. Dies alles sind Erfindungen einer späteren Kirche.
Die Bezeichnung Christ(en) für die Nachfolger der paulinisch-heidnischen Jesulehre kam erst Mitte des 1.Jhs bei paulinisch geprägten Heidenchristen in Antiochien auf. Und weil Paulus mit dem leiblichen Jesus im Grunde wenig am Hut hatte (er kannte ihn nicht einmal) , wurden seine Nachfolger auch nicht Jesuaner o.ä. genannt, sondern eben Christen. Denn nicht Jesus und seine Lebensphilosophie standen am Beginn des Christentums, sondern Christus und sein angeblicher Sühnetod im Verbund mit heidnischer Philosophie der Antike – ein gewaltiges Herrschaftsinstrument für die kommende Kirche.
Paulus und die paulinische Schule ist nach allem, was wir heute wissen, Ursprung und Urheber einer Religionsphilosophie, der man den Namen Christentum gab, weil nicht ein Sozialreformer und Gesellschaftskritiker im Mittelpunkt dieser Lehre stand, sondern der ‚erhöhte Herr‘ und eine daraus erwachsende und zum Teil dämonische Herrschaftslehre. Über das, was Jesus zu seinen zu seinen Lebzeiten wirklich gesagt hatte, wissen wir so gut wie nichts. Dafür umso mehr, was man ihm in den Mund legte von Menschen, die völlig andere Interessen hatten und in anderen Lebensumständen standen.


Werter R/S,
offenbar haben Sie Zweifel an der Wahrhaftigkeit des NT und auch an der Dreieinigkeit Gottes, weil Sie Ihn wohl eher nur als Sozialreformer und Gesellschaftskritiker sehen, und nicht als Sohn Gottes. ( Ich nehme an, die Aussagen Bultmanns sind für Sie annehmbarer als der Wortlaut der Evangelien.) Damit wird eine Diskussion über Christentum schwierig, da wir auf unterschiedlichen Fundamenten stehen. Ich gebe zur Überlegung: 1) nur weil Bultmann & Co nicht an Wunder glauben wollen oder können, sind Wunder wie im NT beschrieben nicht auch automatisch unmöglich. Herr Bultmann konnte wohl nicht einmal gewisse "wunderbare" physikalische Tatsachen und Phänomene erklären, er wusste aber als Nicht-Naturwissenschaftler, dass solche Wunder Jesu nicht real sein konnten. 2) neuere Erkenntnisse der Papyrologie beweisen die Existenz der Evangelientexte bereits zwischen 55 und 70 n.Chr. in dem noch heute vorliegenden Originaltext ( vgl. "Der Jesus-Papyrus" von Carsten Peter Thiede ). 3) Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse nur der letzten 100 Jahre ( Astrophysik ) und die Einsicht in die immer neuen, unfassbaren Dimensionen der materiellen Schöpfung im großen wie im kleinen sollten Menschen eigentlich ratlos, demütig, und eventuell sogar gläubig werden lassen. Aber das ist wohl eine Frage der Veranlagung.
Wie gesagt, für mich ist ein christliches Bekenntnis und HKM/Bultmann & Co. nur schwer zusammenzuführen. Wenn man in den Kirchen nur noch Prediger der Bultmann'schen Schule hörte, wären die Kirchen wohl noch leerer.

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Sverdrup


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BeitragVerfasst: 11.10.2017, 06:43 
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Beiträge: 407
Irgendwoher kenn ich das ... :? :?
Wenn man Dinge hinterfragt oder Kindern ihr Spielzeug wegnimmt usw. ...
... dann liegt's an der (falschen) Veranlagung.
Dann muss ich Ihnen zu Ihrer wohl gratulieren ...

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BeitragVerfasst: 11.10.2017, 10:31 
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R/S,
Pseudoforschung ist Ihre Interpretation. Ich hatte eine ähnliche Diskussion schon mit Albert geführt: Ist Theologie eine Wissenschaft?
Theologie denkt immer analog und vornehmlich synthetisch. Ihre Vorgehensweise ist analytisches Denken. Kant hat die Unterscheidung zwischen analytischem und synthetischem Denken gut ausgearbeitet. Mit der historisch-kritischen Methode können Sie zu Ihrer Interpretation des Christentums kommen. Sie müssen nur bedenken, dass es lediglich eine Methode ist. Es gibt auch andere Methoden der wissenschaftlichen Analyse. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: um für meine Hirnzellen im Alter etwas gegen Demenz zu tun, beschäftige ich mich zur Zeit mit der christlichen Mystik. Dort beschreibt die Mystikerin Mechthild von Magdeburg mit poetischer Sprache eine göttliche Vision, die sie hatte. In dieser Vision beschreibt sie, wie sie die Berührung von Jesus empfunden hatte. Als Mediziner würde ich sagen, dass Mechthild in ihrer Vision einen weiblichen Orgasmus beschreibt. Der mystische Theologe wir ihre Schilderung als Vision beschreiben. Heute können wir das wissenschaftlich exakt nicht mehr feststellen, was ihr Gefühlszustand letztendlich gewesen ist, weil keiner dabei war. Bei der Himmelfahrt Jesus, von seinen Jüngern beschrieben, können wir heute auch nicht mehr feststellen, was damals exakt passiert ist. Nur ist es für den christlichen Glauben auch heute noch sehr wichtig, dass wir an die Himmelfahrt Jesus so glauben, wie sie in der Bibel beschrieben wurde. Ich kann mit der Entmythologisierung der Bibel von Bultmann wenig anfangen.
Um Gott zu erleben, müssen sie keine Theologie studiert haben, sie müssen keine Gottesdienste besuchen, wie Schneider immer wieder betont, sie brauchen keine Vorangänger. Um Gott zu erfahren, ist die einzige Voraussetzung: sie müssen sich auf ihn einlassen und dazu brauchen sie keinen schulischen Abschluss.


Zuletzt geändert von h.e. am 11.10.2017, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.10.2017, 10:34 
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Beiträge: 350
Lieber Sverdrup,

danke für Ihre Worte. Ich stehe voll hinter Ihnen und will ebenfalls nicht mit dem Mainstream schwimmen, der die Bibel so zerpflückt, dass von ihr so gut wie gar nichts Glaubwürdiges mehr übrig bleibt. Sobald man anfängt, die Bibel nur noch kritisch zu beäugen, kann man sie gleich in die Tonne klopfen. Sie ist dann m. M. nach nichts mehr wert. Ethische und soziale sowie sonstige wertvolle Aussagen findet man auch anderswo.

Ich habe mir geschworen, dass ich bei meinem Glauben an die Bibel samt Wunder Jesu Christi bleiben werde. Der Pfarrer Wilhelm Busch hat einmal sinngemäß gesagt, dass es sich ja in 50 oder 100 Jahren herausstellen wird, ob unser Glaube ein tragbares Fundament hatte oder weggewischt wurde wie so manche Philosophie, die sich nach einiger Zeit als haltlos erweisen musste.

In diesem Zusammenhang muss ich immer an die Millionen Christen der Vergangenheit und Gegenwart denken, die ihr Leben gelassen haben und noch heute lassen, um diese Bibel besitzen zu dürfen. Sie haben unter schwierigsten Bedingungen diese für sie Heilige Schrift abgeschrieben und kapitelweise an andere hungrige Seelen verteilt.

Mir ist es egal, wenn man hier über meine "naiven" Gedanken lächelt. Ich will unbedingt die Zeit nach meinem Tode - auch Ewigkeit genannt - nicht irgendwo verbringen müssen, sondern bei meinem Gott für immer geborgen sein, der mich liebt und den ich aus tiefstem Herzen versuche auch zu lieben. Ein Grund für meine Einstellung ist, dass ich in meinem langen Leben - und nicht nur ich - unzählige Wunder erleben durfte, die ich mir von niemandem ausreden lassen werde. ER ist eben ein allmächtiger Gott, dem ein kleines oder größeres Wunder kein Problem bereiten dürfte.

Jetzt - ohne NAK - wird meine Beziehung zu Gott und Jesus Christus immer intensiver, das Vertrauen wächst ständig, auch wenn es mal kleine Rückschläge gibt. Das Leben wird heller, ich darf gelassener werden - und am Ende habe ich Gewissheit darüber, wohin es mit mir geht.


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BeitragVerfasst: 11.10.2017, 11:20 
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Zitat:
h.e.:
Um Gott zu erleben, müssen sie keine Theologie studiert haben

Bitte gestatten Sie, dass ich nur diesen einen Gedanken herausgreife, weil er im Grunde bereits zeigt, wo Ihre Argumentation (und die einiger anderer) fehlgeht, fehlgehen MUSS.
Der zitierte Satz ist vollkommen richtig, geht aber ebenso vollkommen an dem vorbei, was ich Ihnen schrieb. Denn es geht in der Diskussion überhaupt nicht darum, Gott zu erleben o.ä., sondern um das Wissen, Glauben von Aberglauben (und wenn Sie wollen, auch falsche von richtigen "Aposteln" usw., usw.) unterscheiden zu können. Letzteres geht nur mit Wissen und Erkenntnis.
Dies alles betrifft selbstverständlich auch die sog. Heiligen Schriften, die ja nicht nur alles andere als "heilig" sind, sondern von Menschen für Menschen geschrieben wurden. Und wie bei allem, was Menschen schreiben (selbst wenn der Hlg. Geist im Spiel sein sollte) gilt vor allem anderen: GEISTERUNTERSCHEIDUNG ... oder mit modernen Worten "wissenschaftliche Herangehensweise". Der Glauben ist hierfür nicht gemacht, denn mit Glauben können Sie niemals zwischen Glauben und Aberglauben unterscheiden ...
Ebensowenig können Sie die Bibel mit der Bibel analysieren/prüfen oder was auch immer (wofür einige zu plädieren scheinen). Auch das läuft letztlich auf den gleichen Zirkelschluss hinaus.

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BeitragVerfasst: 11.10.2017, 12:01 
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Registriert: 25.07.2017, 15:04
Beiträge: 132
Natürlich bedient sich die Theologie wissenschaftlicher Methoden. Nehmen Sie Thomas von Aquin. Er entwickelt seine Theologie in seiner Summa... mit seinen Erkenntnissen aus der Philosophie von Aristoteles. Aristoteles hat in seiner Theologie eine so große Bedeutung, dass er in seinen Schriften nur von dem Philosophen schreibt und Aristoteles meint. Er behauptet z.B.: Gott ist das Sein. Wenn Gott aber das Sein ist, dann muss es exsistieren. Sonst wäre nichts. Darüber muss man natürlich diskutieren. Ich wende mich in meinen Ausführungen lediglich gegen die historisch-kritische Beurteilung der Bibel als einzig wissenschaftliche mögliche Beurteilung. Der Laie profitiert natürlich von diesen Erkenntnissen und kann sie berücksichtigen. Sie sind aber keine zwingende Voraussetzung für Gotteserfahrung. Daher bleibe ich auch bei meiner Feststellung, dass man in der NAK Gott erfahren und erleben kann auch wenn die Legitimation der Führung der NAK sehr strittig ist und die Lehre über die Apostolizität es nach meiner Meinung nicht einmal als Aufsatz in eine bedeutendere theologische Zeitschrift schaffen würde. Kiefer sollte es einmal versuchen. Vielleicht kann er mich widerlegen.


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