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BeitragVerfasst: 09.07.2017, 13:27 
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Vielleicht gibt es ja auch (überzeugende?) Gründe, nicht aus der NAK auszutreten?

Vielleich getraut sich der /die mutige/r NAK-Christ/in, hier die Gründe seiner/ihrer Glaubensüberzeugung darzulegen? Es müsste doch bei ca. 170.000 aktiven Mitgliedern den/die eine/n oder anderen Forumsleser/in geben, welche/r dazu was zu sagen hat?


Ich bin gespannt.

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Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.


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BeitragVerfasst: 09.07.2017, 14:57 
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Registriert: 01.12.2016, 18:51
Beiträge: 35
Nein, werter Brombär, ich werde dazu (überraschenderweise) keinen erhellenden Beitrag leisten können.

Da ich deine Frage so verstehe, dass sich nur die AKTIVEN Neuapostolischen angesprochen fühlen sollen, erwarte ich mir
keine neuen Erkenntnisse, die über das spezielle Glaubensbekenntnis der NAK - basierend auf einer sehr speziellen Auslegung der Bibel - hinaus gehen würden.

Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, wie ein konstruktiver und zivilisierter Dialog zwischen unvereinbaren Glaubenpositionen
entstehen könnte, von denen zumindest eine Seite ihren Glauben als unverhandelbare Tatsache ansieht.

Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. Gentlemen, start your engines!


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BeitragVerfasst: 09.07.2017, 20:02 
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Zitat:
Gentlemen, start your engines!


Why?

Everything is sad (said) *smile**

Heinrich

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Wer will, dass die Kirche bleibt, kann nicht wollen, dass sie so bleibt, wie sie ist!


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BeitragVerfasst: 09.07.2017, 21:28 
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Registriert: 01.12.2016, 18:51
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Don't be too serious, Henry. Need a clue? https://en.wikipedia.org/wiki/Indianapo ... ng_command


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 10:27 
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Beiträge: 794
Wohnort: Zum Glück wieder auf der Suche.
Na, der jahrelang eingeübte NAK-Schlaf wird ein wichtiger Grund sein.

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Wenn eine Kirche auf eine andere blickt, schaut sie denselben Leib Christi, deren Teil sie selbst ist; sie blickt auf sich selbst (Apostel William Dow)


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 13:37 
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Registriert: 07.08.2012, 08:46
Beiträge: 141
Ja, eine gute Frage, warum bin ich noch nicht aus der NAK ausgetreten. Warum stecke ich nach wie vor viel Zeit in die Kirche und bin nach wie vor aktiver Amtsträger?
Ich stand eine lange Zeit knapp vorm Ausstieg, vor der Amtsrückgabe und ich wäre dann auch nicht mehr gekommen. Ich habe schon lange erkannt, dass vieles, was in der Kirche gelehrt wird, nicht bibelkonform ist, dass der Umgang mit der Vergangenheit von Kirchenseite oft sehr leicht genommen wird, dass teilweise mit Geschwistern und Amtsträgern wirklich menschenunwürdig umgegangen wird. Oft fehlte der letzte Impuls, der mich zur Amtsrückgabe gebracht hätte, nach dem Infoabend am 4.12.2007 war ich soweit, da wollte ich noch einen Gottesdienst halten, und obwohl es niemand gewusst hat habe ich nach dem Gottesdienst so viel positive Resonanz erlebt dass ich mich zum Bleiben entschlossen habe. Der endgültige Entschluss, zu Bleiben und meinen Weg fortzusetzen, ist dann etwa vor drei, vier Jahren gefallen. Warum? Erstens habe ich innerhalb der Kirche nicht nur Negatives erlebt, sondern auch viel Positives. Wie gesagt, mir ist bewusst dass die Lehre nicht bibelkonform ist, dass es im zwischenmenschlichen Umgang viele Defizite gibt, allerdings gehe ich davon aus, dass ich das woanders auch erleben würde. Welche christliche Religion ist 100-prozentig bibelkonform? Wo gibt es keine menschlichen Schwierigkeiten? Die NAK ist keine Insel der Seligen, aber sie ist geistige Heimat für viele. Und mangels Alternative, die ich bisher nicht gefunden habe, bleibe ich in der NAK und versuche, das, was für viele eine geistige Heimat ist, so schön wie möglich zu gestalten. Ich versuche überall dort den Druck zu nehmen, wo ich verspüre, dass Geschwister unter diesem tatsächlichen oder gefühlten Druck leiden. Ich versuche Jesus den Geschwistern nahezu bringen, ich versuche Nächstenliebe zu leben, aktiv weiterzugeben, damit auch ein Vorbild zu sein. Ich versuche, aus der Kirche all das Positive zu ziehen, das darin vorhanden ist, ohne in neuapostolische Euphorie zu verfallen.
Ich denke, die Gründe die angeführt wurden, um aus der NAK auszutreten, sind alle samt und sonders richtig. Ich akzeptiere das, weil ich in einer ähnlichen Situation war, weil ich alle die Argumente zum Austritt selber an mir verspürt hat. Für mich selber habe ich eben die Entscheidung getroffen, zu bleiben.
Das Thema ist sehr komplex, und eine für mich ausführliche Antwort würde vom Umfang her knapp Buchdimensionen erreichen, aber ich hoffe dass ich damit wenigstens meinen Standpunkt darstellen konnte.
lg Johannes


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 14:23 
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Beiträge: 37
Selbst wenn ich sehr, sehr intensiv darüber nachdenke, fallen mir einfach keine Gründe ein, welche mich noch als Mitglied in der NAK halten würden. Wenn irgendwo der Ansatz einer positiven Veränderung erkennbar wäre - ein Silberstreif am Horizont sozusagen - dann vielleicht. Aber die Aussicht nach vorne ist sowas von rabenschwarz.

Es gibt - zumindest bei uns im Bezirk - keine Hoffnungsträger mehr. Die haben sie alle plattgemacht und auflaufen lassen.
Es gibt keine Anzeichen, für positive Veränderungen; einen offenen - vor allen Dingen ehrlichen - Dialog. Im Gegenteil - die Bezirks- und Gemeindeleitung mobbt, was das Zeug hält. Sie sind weder in der Lage, noch bereit, positive Kritik anzunehmen.

Es gibt immer weniger inhaltlich hörenswerte Gottesdienste. Meistens Phrasen bis zum Abwinken, keine klaren Botschaften, die ich im täglichen Leben umsetzen kann. Das Apostelamt wird total überhöht - steht in der Rangfolge noch über Jesus. Mit welcher Begründung? Unter anderem mit der Begründung, dass Christus den Aposteln den Auftrag erteilt habe, die Bibel auszulegen. So ein Quatsch, insbesondere wenn man berücksichtigt, wann der biblische Kanon erstellt wurde - nämlich nach Christus. Gerade für die NAK durchaus bedeutsam, da diese ja intensiv aus dem Neuen Testament lebt.

Die NAK hat auf den Modus Selbsterhaltung um jeden Preis umgestellt. Sie wird untergehen. Was soll mich da noch halten?


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 14:37 
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Registriert: 07.08.2012, 08:46
Beiträge: 141
Und genau das ist der Grund, warum ich noch geblieben bin. Ohne mich jetzt selbst zu überschätzen, ich möchte so ein Hoffnungsträger sein, ich möchte Gottesdienste mit klaren, aus dem Leben gegriffenen Botschaften liefern, ich möchte ein Ansprechpartner sein für alle, die Seelsorge suchen, die Hilfe brauchen.

Ich weiss schon, das ist ein hoher Anspruch, den kann ich nicht erfüllen, aber genau das, was Stefan eben in seinem e-mail geschrieben hat, wurde mir auf ähnliche Weise kommuniziert, und hat mich dazu gebracht, zu bleiben und so ein Hoffnungsträger zu sein. Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, ich will mich selber nicht überbewerten, aber die Kirche ist nach wie vor Heimat für viele, und die suchen und brauchen Hoffnungsträger, und als solcher möchte ich helfen. Und ich habe mir da in der Zwischenzeit ein ziemlich dicke Haut zugelegt, und vor allem kümmert mich die Meinung der Oberen nicht mehr. Und ich habe zum Teil doch das Gefühl, dass ich anderen Hoffnung vermitteln kann, dass ich andere dazu animieren kann, es in ähnlicher Art und Weise zu tun.

Beste Grüsse, Johannes


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 15:05 
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Registriert: 22.04.2016, 16:01
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Johannes, glaubst du an das heilsnotwendige Apostelamt, an Sakramentsspendungen für Tote (also an die Sonderlehren der NAK)?


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BeitragVerfasst: 10.07.2017, 15:19 
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Registriert: 01.12.2016, 18:51
Beiträge: 35
Herzlichen Dank, lieber Johannes, für deine ehrliche Positionsbeschreibung. Deine Einstellung finde ich höchst respektabel.

Ich wünsche dir, dass dir der Augenblick erspart bleibt, wo nicht mehr du selbst entscheiden kannst: gehen oder bleiben,
sondern wo du schlicht von den Oberen "abgeschossen" wirst. Wer die Seelsorge über die Lehre stellt, sagt unweigerlich irgendwann
etwas "Falsches".


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