Ich wage mal...KEINE Vision

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tosamasi
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#71 Beitrag von tosamasi » 18.11.2017, 13:10

@tosamasi, wer verurteilt unflätig, meinst Du mich damit? Weil ich was von Zuchtbullen schrieb?
Nenn mir dann bitte ein besseres Wort für gehirngewaschene Jungs, die scharf auf einen AT-Posten sind?
Ich glaube nicht, dass man das verallgemeinern kann. Heutzutage ist das At-Dasein kein Honigschlecken mehr. Es geben auch viele ihr Amt zurück, denen es zu sehr Belastung geworden ist.

Davon abgesehen, ja, diese Ausdrucksweise ist für mich gewöhnungsbedürftig, nicht nur in diesem Zusammenhang.
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#72 Beitrag von Grizzlydame » 18.11.2017, 13:10

Das ist eine etwas schwierige Frage tosamasi; Ich frage mich selbst, warum ich noch "drin" bin, es hängt wohl auch mit der Sozialisation zusammen. Im Grunde brauche ich es für mich nicht mehr, aber da spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Ist nicht so einfach, das Ganze...Magst Du mich vielleicht für inkonsequent halten, weil ich noch drin bin, Fakt ist, ich kann es selbst nicht genau sagen. Ich bin jedenfalls froh- wenn ich mal hin gehe- , wenn da ein einfaches Priesterlein am Altar steht, der sich Mühe gibt und wo man noch zuhören kann. Und wenn mal nicht ganz so verunstaltete Lieder gesungen werden. An solchen Tagen ist es für mich erträglich, wenn ich den Rest ausblende..
Aber das ganze Gedöns( bereits im Vorfeld), wenn der Herr Apostel sich angesagt hat, da kriege ich schon wieder das große Rennen...

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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#73 Beitrag von Grizzlydame » 18.11.2017, 13:14

tosamasi hat geschrieben:
@tosamasi, wer verurteilt unflätig, meinst Du mich damit? Weil ich was von Zuchtbullen schrieb?
Nenn mir dann bitte ein besseres Wort für gehirngewaschene Jungs, die scharf auf einen AT-Posten sind?
Ich glaube nicht, dass man das verallgemeinern kann. Heutzutage ist das At-Dasein kein Honigschlecken mehr. Es geben auch viele ihr Amt zurück, denen es zu sehr Belastung geworden ist.

Davon abgesehen, ja, diese Ausdrucksweise ist für mich gewöhnungsbedürftig, nicht nur in diesem Zusammenhang.
Tosamasi, dann überlies es doch einfach, was Dir an meiner Ausdrucksweise mißfällt? :idea:

Was sagst Du denn zu der Ausdrucksweise von Jesus, der mal etwas aufgeräumt hat, und von Schlangen, Otterngezücht und Mördergrube gesprochen hat?
Was würde Jesus heute zu der ganzen Geschäftemacherei in seinem Namen sagen, die in der NAK getätigt wird?
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tosamasi
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#74 Beitrag von tosamasi » 18.11.2017, 13:21

Magdalena hat geschrieben:
tosamasi hat geschrieben:Trotzdem geht es bei der angesprochenen Einheit um den Lehrinhalt, weniger um die Organisation.
Das ist mir im Eifer des Gefechtes leider entgangen: Auch mir ging es bei der Un-Einheit niemals um organisatorische Fragen, sondern um Lehrinhalte.
Zum Beispiel: Das Konkubinat. Es war bei uns verboten und man wurde schwer gemaßregelt, wenn man dieses Verbot "missachtete" - aus welchen Gründen auch immer. War das nur "organisatorischer" Art? In andern Bezirken ging man damit viel lockerer um, das war für mich unerträglich, denn was musste ich auf Grund meines "Ungehorsams" alles aushalten. Als ich einmal in einem andern AP-Bezirk zu Gast war und den Brüdern dort mein Dilemma schilderte, fand ich zum ersten Mal in meinem Leben verständnisvolle Zuhörer und Unverständnis darüber, wie man bei "uns" damit umging. Das war nur ein Beispiel von vielen.
Ja, das kenne ich auch, damit wurden viele -im Nachhinein gesehen- unglücklich gemacht. Da gab es in unserer Familie auch Punkte, die den übereifrigen, übermoralischen At zuzuschreiben und sogar ethisch nicht zu vertreten sind. Für mich abzuhaken unter dem von Fehr angeprangerten Wildwuchs. Der hätte aber unterbunden werden müssen, doch wo kein Kläger, da kein Richter. Ich habe mich empört, aber diese Gebötlein für mich nicht ernst genommen.

Der große Fehler dieser Kirche ist -und ich werde nicht müde, das anzuprangern, dass solche Dinge so hoch aufgehängt werden. Es ist wie mit der Predigt auch, für mich ist das nicht Gottes Wort, aber sicher AUCH inspiriert vom HG. Unsinn wird aber auch gepredigt, da wird manches von vorgestern nachgeplappert und man liest zu wenig.
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#75 Beitrag von tosamasi » 18.11.2017, 13:33

Grizzlydame hat geschrieben: Tosamasi, dann überlies es doch einfach, was Dir an meiner Ausdrucksweise mißfällt? :idea:

Was sagst Du denn zu der Ausdrucksweise von Jesus, der mal etwas aufgeräumt hat, und von Schlangen, Otterngezücht und Mördergrube gesprochen hat?
Was würde Jesus heute zu der ganzen Geschäftemacherei in seinem Namen sagen, die in der NAK getätigt wird?
Jesus war direkt, und das liebe ich auch an ihm!
Sprache entwickelt sich. Jesus sprach nicht Deutsch. Martin Luther hat sich auch sehr drastisch ausgedrückt. Dieser Jargon ist aber nicht der, den meine Kinderstube hergibt. :)

Man kann alles auch ein wenig gemäßigter ausdrücken, ohne der Aussage die Deutlichkeit zu nehmen. Wie würden wir reagieren, wenn in solch rüdem Ton gepredigt würde oder in der Gossensprache? DAS wäre für mich ein Grund für den letzten Tag in dieser Kirche.
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#76 Beitrag von Magdalena » 18.11.2017, 13:38

tosamasi hat geschrieben:Ich habe mich empört, aber diese Gebötlein für mich nicht ernst genommen.
Siehst Du, tosamasi, das ist der Unterschied zwischen den Jüngeren und den Älteren oder was auch immer.
Meiner Generation wurde mit der Muttermilch eingeflößt, dass alle dies "Gebötlein" - wie sie später liebevoll genannt wurden - für uns das maßgebliche Wort Gottes waren. Wer dagegen verstieß, verachtete die Segensträger und damit den lieben Gott. Er ging des Segens verlustig und musste damit rechnen, aus der Gnade Gottes zu fallen bzw. am Tage des Herrn nicht DABEI zu sein. Das war unser Leben. Und heute macht man sich zum Teil lustig über diese vertrottelten Geschwister von damals, die alles so tierisch ernst nahmen und es heute - so sie noch leben - immer noch so ernst nehmen. Seelisch ging man bald zugrunde, aber das interessierte damals niemanden. Da zählte nur Gehorsam, wenn möglich Kadavergehorsam. Der war den Obersten am liebsten. Und ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass viele, viele der damaligen ATs sich an ihrer Macht berauschten (vor allem, wenn sie zu Hause nicht viel zu sagen hatten).
Zuletzt geändert von Magdalena am 18.11.2017, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#77 Beitrag von Grizzlydame » 18.11.2017, 13:40

tosamasi hat geschrieben:
Grizzlydame hat geschrieben: Tosamasi, dann überlies es doch einfach, was Dir an meiner Ausdrucksweise mißfällt? :idea:

Was sagst Du denn zu der Ausdrucksweise von Jesus, der mal etwas aufgeräumt hat, und von Schlangen, Otterngezücht und Mördergrube gesprochen hat?
Was würde Jesus heute zu der ganzen Geschäftemacherei in seinem Namen sagen, die in der NAK getätigt wird?
Jesus war direkt, und das liebe ich auch an ihm!
Sprache entwickelt sich. Jesus sprach nicht Deutsch. Martin Luther hat sich auch sehr drastisch ausgedrückt. Dieser Jargon ist aber nicht der, den meine Kinderstube hergibt. :)

Man kann alles auch ein wenig gemäßigter ausdrücken, ohne der Aussage die Deutlichkeit zu nehmen. Wie würden wir reagieren, wenn in solch rüdem Ton gepredigt würde oder in der Gossensprache? DAS wäre für mich ein Grund für den letzten Tag in dieser Kirche.
Nu, nu...Jetzt wird es Luther zugeschoben, nur um keine richtige Antwort zu geben?
Jaja, der böse Luther ( der doch aber neuapostolisch geworden ist und nun sicher feines NRW- Deutsch sprechen dürfte)?
Da wird also herum gedeutelt, an den Worten Jesus, ist ja interessant. Demnach hat er also nicht die Tische der Händler umgeworfen? Was wird er wohl dann gesagt haben, als er das tat?

Wie lautet Dein gemäßigter Vorschlag?
Hatte jesus also für Dich auch keine "Kinderstube"? Und doch lässt Du Dir jeden Sonntag von ihm die Sünden vergeben?
Wie darf man das verstehen?

Und den Begriff "Gossensprache" verbitte ich mir für meine Person, Du hast immer noch nicht beantwortet, ob es für den Begriff "Zuchtbullen" ein NRW- Büromensch-kompatibles Wort gibt?

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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#78 Beitrag von tosamasi » 18.11.2017, 13:49

Magdalena, ich stamme auch aus deiner Generation, habe das alles also hautnah miterlebt. Trotzdem hatte ich Spaß, nicht so, wie die Jugend ihn heute kennt, mit den absoluten Freiheiten , aber wir hatten eine schöne Gemeinschaft und gute Freundschaften. Ich machte mir -das gebe ich ehrlich zu- keine großartigen Gedanken damals, ich fühlte mich geborgen. Als sensibles Kind und Jugendliche war das genau richtig für mich.

Später habe ich relativiert, als es um die Erziehung meiner Kinder ging und dann mit der Entwicklung meiner Familie. Je älter ich wurde, umso mehr hat sich das bei mir ergeben, obwohl ich nie "draußen" war. Ich habe heute einfach ein anderes, ein ganz entspanntes Verhältnis zu dieser Kirche. Und die sozialen Kontakte haben mich immer getragen.

Drei meiner vier Kinder haben sich mit ihren Familien von der Kirche entfernt, das war aber nie Thema bei uns. Sie leben ganz ohne Religion, bzw. eine Tochter hatte es eine Zeit lang mit Esoterik. Jeder, wie er mag, jeder ist für sich selbst verantwortlich.
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#79 Beitrag von tosamasi » 18.11.2017, 14:02

Nu, nu...Jetzt wird es Luther zugeschoben, nur um keine richtige Antwort zu geben?
Jaja, der böse Luther ( der doch aber neuapostolisch geworden ist und nun sicher feines NRW- Deutsch sprechen dürfte)?
Da wird also herum gedeutelt, an den Worten Jesus, ist ja interessant. Demnach hat er also nicht die Tische der Händler umgeworfen? Was wird er wohl dann gesagt haben, als er das tat?

Wie lautet Dein gemäßigter Vorschlag?
Hatte jesus also für Dich auch keine "Kinderstube"? Und doch lässt Du Dir jeden Sonntag von ihm die Sünden vergeben?
Wie darf man das verstehen?

Und den Begriff "Gossensprache" verbitte ich mir für meine Person, Du hast immer noch nicht beantwortet, ob es für den Begriff "Zuchtbullen" ein NRW- Büromensch-kompatibles Wort gibt?
Grizzlydame, du musst mich nicht so angehen. Es geht hier nicht um die Sprache Jesus, sondern um die Sprache in der wir uns unterhalten. Jesus sprach aramäisch, er lebte vor 2000 Jahren in einem ganz anderen Kulturkreis. Das zeigt sich z.B. ganz drastisch hier:
Mahnungen an die Sklaven

1. Petrus 2,18 Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen.

19 Denn das ist Gnade, wenn jemand um des Gewissens willen vor Gott Übel erträgt und Unrecht leidet.

20 Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr für Missetaten Schläge erduldet? Aber wenn ihr leidet und duldet, weil ihr das Gute tut, ist dies Gnade bei Gott.
Auch die Zeit Luthers hält keinem Vergleich stand, wir lernen das heute anders und ich bin froh, dass ich nicht in dieser Zeit leben musste, als die Frauen so rechtlos waren.

Ich verstehe den von dir geprägten Begriff "Zuchtbullen" nicht im Zusammenhang mit NRW-Büromensch, deshalb kann ich nur vermuten, dass jeder Mann, der Kinder zeugt ein "Zuchtbulle" ist, der vielleicht in NRW in einem Büro arbeitet, auch als Bürohengst bezeichnet?
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Re: Ich wage mal...KEINE Vision

#80 Beitrag von tosamasi » 18.11.2017, 14:11

tosamasi hat geschrieben:Magdalena, ich stamme auch aus deiner Generation, habe das alles also hautnah miterlebt. Trotzdem hatte ich Spaß, nicht so, wie die Jugend ihn heute kennt, mit den absoluten Freiheiten , aber wir hatten eine schöne Gemeinschaft und gute Freundschaften. Ich machte mir -das gebe ich ehrlich zu- keine großartigen Gedanken damals, ich fühlte mich geborgen. Als sensibles Kind und Jugendliche war das genau richtig für mich.
Darauf muss ich noch einmal eingehen. Da ich ein Kind der Botschaftszeit bin, hatte ich natürlich auch viele Ängste und fühlte mich oft nicht würdig. Ich hätte aber trotzdem damals nirgends anders sein wollen. Es war sozusagen meine große Familie, wo nicht immer alles in meinem Sinn lief, ich aber doch einfach dazugehörte. Dieses Dazugehörigkeitsgefühl begleitet mich bis heute.

Nach dem Tod Bischoffs atmete ich auf, ab da war für mich alles anders. Ab da wusste ich, ich muss das alles nicht mehr so ernst nehmen, blieb aber trotzdem "in der Spur", weil ich die "Familie" nicht verlassen wollte, weil ich in ihr viel Gutes erlebte und auch Freude hatte. Damals reflektierte ich die Glaubensinhalte kaum.
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