NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

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Future7
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NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#1 Beitrag von Future7 » 17.05.2017, 14:09

Öffentlicher Protest ! Stadtrat Dessau: NAK-Abriss ist Kulturschande

Öffentlicher Protest gegen Abriss in Dessau Stadtrat von Dessau empfindet die Abriss-Entscheidung
dr NAK-Kirchenleitung als Kulturschande.

Weiter Infos unter www.naktalk.de

Boris
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#2 Beitrag von Boris » 17.05.2017, 21:06

Die Gier (Kostenoptimierung) der NAK - Leitung hat m. E. solche Ausmaße erreicht, dass inzwischen sogar die Außenwelt daran Anstoß nimmt. Die ekelhafte Missachtung der Leistung ihrer Mitglieder seitens der Kirchenleitung dringt also langsam auch zur Außenwelt.

Leider wird dieser Protest des Lokalpolitikers wieder von den armen, alles abnickenden und "Amen" - sagenden Schäfchen geschluckt, soweit sie es in ihrer Blasenwelt überhaupt mitbekommen. Die Verantwortlichen werden den Politiker vielleicht gar als Kirchenfeind bezeichnen,

meint Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Future7
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#3 Beitrag von Future7 » 18.05.2017, 06:08

Dieser Protest ist nur die Spitze des Eisberges. Schade ist nur das viele Glaubensgeschwister
die im hohen Alter sind, leider kein Internet haben. So könnten Sie sich auch über den Tellerrand hinaus
mal unabhängig informieren. Wer hat dazu einen Vorschlag wie diese Menschen, die viel in Ihrem Leben geleistet
haben zu mehr Information und damit zu mehr eigener Meinungsbildung kommen können ?

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Lulo
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#4 Beitrag von Lulo » 18.05.2017, 10:24

Über die Geschichte der Dessauer Kirche weiß ich nicht Bescheid, aber offensichtlich wurde sie zu Zeiten des SED-Regimes errichtet. Nun sind trotz der religionsfeindlichen Umgebung in der DDR-Zeit etliche Kirchengebäude entstanden, nicht nur in Dessau. Ob sie deshalb oder aus sentimentalen/ideellen Gründen schützenswert sind, sei dahingestellt. Darum geht es wohl erst in zweiter Linie, denn was hier den Protest heraufbeschworen hat, sind Art und Weise sowie die unsägliche Arroganz, mit der über die Köpfe der Masse hinweg Beschlüsse gefasst und durchgesetzt werden. Eine Entscheidung zum Abriss eines Kirchgebäudes ohne die betreffende Gemeinde zu treffen, ist ein starkes Stück. Demokratie geht anders. Offenbar pflegt die NAK die diktatorische und selbstherrliche Regierungsweise der DDR. Wozu denn das Fußvolk befragen? Vielleichht sollte die NAK-Führung mal einen Blick auf die jüngste deutsche Vergangenheit werfen, die gezeigt hat, dass Diktatur auf Dauer nicht funktioniert.
Future7 hat geschrieben: Schade ist nur das viele Glaubensgeschwister
die im hohen Alter sind, leider kein Internet haben. So könnten Sie sich auch über den Tellerrand hinaus
mal unabhängig informieren. Wer hat dazu einen Vorschlag wie diese Menschen, die viel in Ihrem Leben geleistet
haben zu mehr Information und damit zu mehr eigener Meinungsbildung kommen können ?
Das ist problematisch. Hier wird der Buschfunk wohl die einzige Möglichkeit der Kommunikation darstellen.
Wer loslässt, hat beide Hände frei.
(2009 aus der NAK ausgetreten)

tergram

Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#5 Beitrag von tergram » 18.05.2017, 12:36

Future7 hat geschrieben:Schade ist nur das viele Glaubensgeschwister
die im hohen Alter sind, leider kein Internet haben. So könnten Sie sich auch über den Tellerrand hinaus
mal unabhängig informieren. Wer hat dazu einen Vorschlag wie diese Menschen, die viel in Ihrem Leben geleistet
haben zu mehr Information und damit zu mehr eigener Meinungsbildung kommen können ?
Future 7, ist das wirklich schade oder für diese Senioren nicht eher eine Gnade, ein Segen?

Willst du wirklich einen 80-jährigen oder eine 90-jährige mit den Fakten über die NAK belasten? Was soll daraus werden? Ein zutiefst verunsicherter und verstörter alter Mensch, seines Glaubensfundamentes und seiner sozialen Kontakte beraubt und aufgrund des hohen Alters unfähig, sich eine neue geistliche Heimat zu suchen!

Ich warne eindringlich davor, alten Menschen sowas anzutun! Lasst sie doch in ihrem lebenslangen Glauben an die NAK und die Apostelherren. Es nützt ihnen jetzt mehr, als es ihnen noch schaden kann. Lasst sie in dieser Überzeugung sterben und beerdigt werden. Wer will verantworten, ihnen - am Ende des Lebens angekommen - den Trost ihres Glaubens zu nehmen?

Boris
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#6 Beitrag von Boris » 18.05.2017, 13:13

Da stimme ich mit tergram völlig überein.
Was hat es uns etwas Jüngeren teilweise schon für Kraft gekostet, diese Gemeinschaft zu verlassen. So etwas kann direkte Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Zum Thema Internet für die Senioren:
Meine Mutti ist ein geistig relativ agiler Mensch. Sie hat sich etwa mit Beginn des Rentenalters in das Thema Computer und Internet eingearbeitet. Sie hätte die Möglichkeit, alle Informationen zu erhalten.
Sie tut es nicht.
Aufgrund ihres lieben Verhältnisses zu uns, ihren Söhnen, kommt sie nicht drum herum, sich die ganzen Fehlinterpretationen, Irrungen und dubiosen Machenschaften dieser christlichen Sondergemeinschaft erklären zu lassen. Auch hat sie inzwischen ein etwas anderes Bild von Gott und Kirche, aber das ganze ist für eine Frau Mitte Siebzig schon sehr anstrengend. Sie kann nicht mehr so konsequent sein wie wir Jungen. Mein Vater, fast Achtzig, meckert schon immer über die Verhaltensweisen der Mitglieder. Insbesondere über die Amtsträger. Aber er lässt sich auf keine Diskussion bezüglich der NAK-Lehre ein. Sein Gesundheitszustand lässt es auch nicht mehr zu.

LG Boris
Wenn ich mich selbst wirklich kenne, kenne ich auch meine Mitmenschen. Wenn ich mich selbst liebe, kann ich auch andere lieben.

Boris
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#7 Beitrag von Boris » 18.05.2017, 13:20

tergram hat geschrieben:... Wer will verantworten, ihnen - am Ende des Lebens angekommen - den Trost ihres Glaubens zu nehmen?
Das möchte ich ausdrücklich nochmal herausstellen!
Ich finde es toll, dass tergram den Hinweis gibt. Danke!!!
Der Glaube gibt einem Menschen meist einen gewissen Halt im Leben. Einem Alten oder Kranken, der nicht mehr die Kraft für Neues hat, sollte man diesen Halt (dieses Standbein) nicht wegtreten. Das bedeutet m. E. Verantwortung und Respekt,

findet Boris
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Lulo
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#8 Beitrag von Lulo » 18.05.2017, 14:13

Boris hat geschrieben:Der Glaube gibt einem Menschen meist einen gewissen Halt im Leben.
Da pflichte ich dir bei und ergänze: Das trifft auf Gläubige jeden Alters zu. In meiner Verwandschaft gibt es jüngere Leute, die trotz Internet etc. mit Scheuklappen durch die Gegend laufen und einfach und ehrlich glauben. Ich bin mir sicher, dass es damit sehr schnell vorbei wäre, wenn sie auch nur über einen Bruchteil der Dinge informiert wären, die aktuell so ablaufen. Doch weil ich meinen Glauben verloren habe, gibt mir das kein Recht, anderen auch ihren Glauben zu nehmen. Und ja, als ich noch geglaubt habe, war vieles (eigentlich alles) einfacher. Entscheidungen werden ins Gebet gelegt und Verantwortung damit abgegeben. Der Heiland sorgt für dich. *würg* Aber schön für alle, die das glauben (können).

Allerdings biete ich den Menschen Paroli, die immer noch nicht begriffen habe, dass ich raus bin. Und da ist mir ziemlich egal, wie alt diejenigen sind. :twisted:
Wer loslässt, hat beide Hände frei.
(2009 aus der NAK ausgetreten)

R/S
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#9 Beitrag von R/S » 18.05.2017, 15:48

Tergram:
Ich warne eindringlich davor, alten Menschen sowas anzutun! Lasst sie doch in ihrem lebenslangen Glauben an die NAK und die Apostelherren. Es nützt ihnen jetzt mehr, als es ihnen noch schaden kann. Lasst sie in dieser Überzeugung sterben und beerdigt werden. Wer will verantworten, ihnen - am Ende des Lebens angekommen - den Trost ihres Glaubens zu nehmen?
Ich möchte Tergrams Warnung noch ein wenig weiter ausleuchten:
Eine alte Volksweisheit (weiß gerade nicht, von wem sie stammt) besagt, dass jedes Volk die Regierung hat/bekommt, die es verdient. Auch wenn diese Pointierung in ihrer Zuspitzung sicherlich hinterfragungswürdig ist, so möchte ich doch behaupten, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der Denkkultur von Staatsbürgern oder Kirchenmitgliedern und jener der politischen Führungs- oder religiösen Glaubenskultur. Dieser Zusammenhang wird als Ergebnis vielleicht am besten durch den Begriff „Identität“ zum Ausdruck gebracht. Man ist Teil eines großen Ganzen und sieht sich in Analogie zur bekannten Weisheit, dass eine Kette (das große Ganze) nie stärker wäre als ihr schwächstes Glied (die eigene Identifikation), als untrennbar mit ihm verbunden.
Wir haben es mithin mit einem Phänomen zu tun, das zutiefst in das menschliche Sein eingreift. So vehement und manchmal völlig überzogen Kritiker sich in eine „Alles-oder-nichts-Abwehrhaltung“ hineinmanövrieren, so vehement und fundamental ist die Affinität derer, die sich vollumfänglich mit einer Staats- oder Glaubenskultur identifizieren. Es sind jene 100-Prozentigen, für die 99 Prozent ein Prozent zu wenig und damit Verrat an der Sache ist.
Ich habe mich oft gefragt, wie solches zustande kommt und bin in meinem vierten Band zur NAK u.a. auf folgende Erklärung gekommen:
Für den Glaubensnormalo einer beliebigen Religionsgemeinschaft drückt sich die erwähnte Identität im Sinne des Glaubenskits, der alles zusammenhält, stärkstenfalls auf der Tugendebene der Gewissenhaftigkeit aus. Man versucht, so gut es im situativen Einzelfall möglich ist, gewissenhaft seines Glaubens zu leben. Auf der Richterskala der Affinitäts- und Identifikationsgrade liegt diese Gewissenhaftigkeit schon sehr weit oben. Gleichwohl liegt sie aber auf jeden Fall noch unter jener, welche man gemeinhin als Fundamentalismus oder Fanatismus bezeichnet.
Was bedeutet das? Gewissenhaftigkeit unterliegt, wenn auch nurmehr zu einem sehr geringen Teil, einer gewissen situativen Relativität. Auch ein noch so gewissenhafter Kirchgänger wird, wenn es ihm nicht so gut geht, auch mal zuhause bleiben. Oder er wird, geistige Bildung und Flexibilität vorausgesetzt, sich auch mal mit Kritik oder kritischen Inhalten beschäftigen – und sei es auch nur, wenn sich solches nicht vermeiden lässt. Für ihn ist sein Glaube Teil seiner Selbst, aber nachdem auch das Selbst immer nur relativ wahrnehmbar ist, wird auch der Glaube nicht verabsolutiert.
Der echte Glaubensfundi, lehnt das alles ab. Für ihn sind 99 Prozent ein Prozent zu wenig. Er kommt mit dem Kopf unter dem Arm zum Wochendienst in die Kirche und empfindet jede Form von Hinterfragen oder Selbstzweifel bereits als Glaubenssakrileg. Und er wird immer und überall jedem noch so überzeugenden Argument, das seinen Glauben in Frage stellen könnte, mit jener Art von Totschlagargumenten begegnen, die ihn außerhalb aller Rationalität stellen und so selbst gegen widerspruchsfreie Vernunftargumente immunisieren.
Woher kommt das? Im Gegensatz zu den zahllosen Graduierungen der Glaubensnormalos steht die Gewissenhaftigkeit beim Glaubensfundi nicht länger als eigenständiger und damit situativ abhängiger Wert. Sie paart sich vielmehr mit einem anderen, einem absoluten Wert: der Treue. Damit aber wird auch die Gewissenhaftigkeit ihrer situativen Relativität beraubt. Sie wird verabsolutiert und so auf eine völlig andere Tugendebene gehoben. Nämlich eine solche der Absolutheiten. Auf dieser Ebene gibt es nur Schwarz oder Weiß, Ja oder Nein, entweder … oder! Und dieses Schwarz-weiß-Denken wird als Ultima-Ratio-Tugend empfunden, also als unhintergehbarer Wert an sich. Denn Treue ist wie Wahrheit – es gibt sie nur im 100-Prozent-Gebinde.
Diese unselige Verknüpfung zwischen Gewissenhaftigkeit (und ähnlich hohen, aber nicht verabsolutierenden Tugendgraden, z.B. Gehorsam) und Treue wurde in zahllosen Predigten in die Hirne der Gläubigen hineingebrannt und zur zweiten (oder besser eigentlich „ersten“) Natur dieser Menschen. Sie ist damit nicht mehr nur Glaubens- sondern mithin sogar Lebensidentität solcher Menschen. Wird sie auch nur scheinbar angetastet, schalten sich bei solchen Menschen die evolutionären Notfallprogramme zu: Schockstarre oder Flucht oder aggressiver Gegenangriff – je nach Naturell und ansozialisiertem Charakter.
Damit zurück zu Tergrams nicht von der Hand zu weisender Warnung:
Wer will verantworten, ihnen - am Ende des Lebens angekommen - den Trost ihres Glaubens (ihre Lebensidentität) zu nehmen?
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

detlef.streich
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Re: NAK Dessau Öffentlicher Protest! Stadtrat Dessau:

#10 Beitrag von detlef.streich » 18.05.2017, 16:40

Rudi schrieb:"Wer will verantworten, ihnen - am Ende des Lebens angekommen - den Trost ihres Glaubens (ihre Lebensidentität) zu nehmen?"

Hoffentlich natürlich niemand. Es gibt aber sicher "Abgefallene", die nun mit ihrer Freiheit zwanghaft missionieren wollen (was nicht einmal unverständlich ist), und dies auch im engsten Familienkreis. Ich halte es im Kreis meiner (nun 15 Jahre neuen) Familie so, über das Thema frei zu reden. Man höre und staune: Meine Schwiegereltern (über 80, Mann selbst AT und VS gewesen) reden selbst offen über für sie völlig falsche Entwicklungen in der NAK, wie z.B. dass die Prediger lauter Familien- und Urlaubsstorys erzählen, dass die Predigten immer flacher werden und keinerlei geistliche Inhalte haben, dass man mehr Wert auf Events legt als auf religiöse Ausrichtung usw. Wenn Schneider spricht, fahren sie in Urlaub. Dann gebe ich dazu gezielt Infos weiter, denn die Enttäuschung über die NAK kann auch ganz alleine von innen kommen, dann sind weitere Infos durchaus nützlich. Und noch eins: Mein Schwiegervater hat fast von Anfang an (2006) annähernd alle Texte von mir bekommen und gelesen. Also solche Leute gibt es auch, die längst nicht mehr die alten Reden von der exklusiven Erwähltheit oder Apostelwort= Gottes Wort glauben. Auch ihre Ewigkeitsvorstellungen werden dünner. Meine Frau hat mal ein alter VS von der Alb angerufen, eine halbe Stunde mit ihr gesprochen und dann mitgeteilt, dass er jetzt loszieht, die Leute von den Lügen zu befreien, die er selbst jahrzehntelang verbreitet hat. Das war ihm jetzt ein neues Anliegen. So kann ea unter Umständen also auch gehen.

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