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BeitragVerfasst: 06.12.2017, 21:20 
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Der BezÄ Will Andrich i.R. kommentierte diese Pfingstpredigt zutreffend wie folgt in einer Mail an mich:

"Mein erster Kommentar nach der heutigen "Veranstaltung der Peinlichkeiten" war:
Zu heute - meine Empfindungen:
Ich habe lange warten müssen, bis es im Herzen warm wurde. Kurz vor dem Mahl für die Entschlafenen: die wenigen Worte von BA Nehrkorn und dann der Liedervers:"Jesus Christ, du nur bist uns'rer Hoffnung Licht ..." - Alles andere hatte m. E. wenig [oder richtiger: nichts!] mit einer frohen Botschaft, mit dem Evangelium zu tun ...
Die drohende Botschaft: Keine Halbheiten! verletzte meine Seele zutiefst in der Art, wie sie uns, den Verlangenden, als Leistung abverlangt wurde. Was sollen z. B. nur die an Depression erkrankten Geschwister, die Freude tanken wollen, zu dem "Vorwurf der halben Freude" denken und empfinden. Vergißt der Stap. Fehr, dass Jesus Christus nicht gekommen ist, die Perfekten zu segnen, sondern die Sünder? - Ich werde zornig - wenn's denn christlich wäre! - , wenn ich an diese Veranstaltung denke, wo das Mitdienen der Bezirksapostel als ein "Geburtstaggeschenk" oder als "Beseitigen von Ungerechtigkeiten" bezeichnet wird. (...)
Die Arbeit des Hl.Geistes dagegen, wie sie in Joh. 16, 13.14 beschrieben ist, konnte ich heute wieder einmal nicht erleben.
Ich konnte dann auch bald nicht mehr in die Gesichter der Männer sehen, die angeblich Botschafter an Christi Statt sein wollen, aber ihren Herrn und Meister nicht zu kennen scheinen."


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BeitragVerfasst: 06.12.2017, 21:51 
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Bezirks-Elster hat geschrieben:
Zitat:
Die neuapostolische Kirche sei mittlerweile – zu dem Ergebnis kommt die Weltanschauungsstelle der evangelischen Landeskirche – „in einem Änderungs- und Öffnungsprozess begriffen, der auf verschiedenen Ebenen und in einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich weit fortgeschritten ist. Ein freundschaftliches nachbarschaftliches Miteinander auf kommunaler Ebene ist vielerorts erreicht“. In Kornwestheim – die neuapostolische Kirche zählt hier knapp 270 Mitglieder – griffen Pfarrer der katholischen und der evangelischen Kirche im Sommer 2015 beim Spatenstich jedenfalls ebenso zur Schaufel wie die Oberbürgermeisterin, die den Sakralbau als „Perle für die Weststadt“ bezeichnete.

Quelle

Zitat:
Am Sonntag (Mitte März) steht der Neustart in der Salamanderstraße an. Zum Einweihungsgottesdienst kommt mit dem Bezirksapostel Michael Ehrich ein ranghoher Vertreter in der neuapostolischen Hierarchie. Anfang April ist noch ein offizieller Festakt vorgesehen, zu dem auch Vertreter der Stadt und der anderen Kirchen kommen. Das sei der Neuapostolischen Kirche wichtig, sagt Steichele. „In Kornwestheim gibt es mittlerweile ein schönes Miteinander.“

Quelle

Schön, dass der Öffnungsprozess in Kornweschthaem gute Früchte trägt. Wäre aber sehr interessant zu wissen, was für den evangelischen und katholischen Geistlichen noch an Arbeit übrigbleibt, wenn die NAK die Menscheitserlösung übernimmt.

Zitat:
Überhaupt ist er (der Kornwestheimer Vorsteher) begeistert von der Arbeit des Pfullinger Architekten Thomas Bamberg. Dieser habe sich, obwohl nicht neuapostolischen Glaubens, auf die spirituellen und liturgischen Spezifika eingelassen und die Erfordernisse großartig umgesetzt.


Was ist in dem Zusammenhang ein spirituelles Spezifikum der NAK ? :idea:

Mit liturgischem Spezifikum kann ich mir den nicht-zweigeteilten Altar vorstellen.....


werter BE, werte Foris,
die Frage von BE ist mir völlig unverständlich. Der Hintergrund des "spirituellen Spezifikums" müsste doch allen treuen Napostolen völlig klar sein: ein Vorfahre des Architekten T. Bamberg ist inzwischen - durch das auch ins Jenseits wirkende Gnaden- und Apostelamt - nicht nur getauft, sondern auch versiegelt worden. Er hat danach bei einem Entschlafenen-Gottesdienst in sub-kontinentaler Entfernung - also in Europa - seinen Nachfahren Zeugnis vom wieder unaufrichtigem Gnaden- und Apostelamt geben können. Solcherart "begeistert" und inspiriert, hat dann Thomas Bamberg ( vielleicht gar eine verwandlungschaffende nein verwandtschaftliche Beziehung zu Apostel Bimberg, Kirchenbuchschreiber können sich irren ) - OBWOHL nicht neuapostolischen Glaubens - "die Erfordernisse grußartig umgesetzt" , ein Gruß aus der Ewigkeit sozusagen.

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Sverdrup


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BeitragVerfasst: 07.12.2017, 17:45 
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Detlef Streich zitierte den Kommentar zur R. Fehrs Predigt seitens des Bez.-Ält. Will Andrich:
Zitat:
"Ich habe lange warten müssen, bis es im Herzen warm wurde. Kurz vor dem Mahl für die Entschlafenen: die wenigen Worte von BA Nehrkorn und dann der Liedervers:"Jesus Christ, du nur bist uns'rer Hoffnung Licht ..." - Alles andere hatte m. E. wenig [oder richtiger: nichts!] mit einer frohen Botschaft, mit dem Evangelium zu tun ...
Die drohende Botschaft: Keine Halbheiten! verletzte meine Seele zutiefst in der Art, wie sie uns, den Verlangenden, als Leistung abverlangt wurde. Was sollen z. B. nur die an Depression erkrankten Geschwister, die Freude tanken wollen, zu dem "Vorwurf der halben Freude" denken und empfinden. Vergißt der Stap. Fehr, dass Jesus Christus nicht gekommen ist, die Perfekten zu segnen, sondern die Sünder? - Ich werde zornig - wenn's denn christlich wäre! - , wenn ich an diese Veranstaltung denke, wo das Mitdienen der Bezirksapostel als ein "Geburtstaggeschenk" oder als "Beseitigen von Ungerechtigkeiten" bezeichnet wird. (...)
Die Arbeit des Hl.Geistes dagegen, wie sie in Joh. 16, 13.14 beschrieben ist, konnte ich heute wieder einmal nicht erleben.
Ich konnte dann auch bald nicht mehr in die Gesichter der Männer sehen, die angeblich Botschafter an Christi Statt sein wollen, aber ihren Herrn und Meister nicht zu kennen scheinen."

Beim Lesen dieser aufrichtigen Zeilen kamen mir folgende ich drei Gedankenimpulse in den Sinn:
1. Wenn's doch mehr solche couragierten Amtsträger gäbe ...
2. Zornigwerden ist eine zutiefst christliche Eigenschaft. Nur das Kirchenchristentum hat daraus ein Privileg der Kirchenoberen gemacht.
3. Der Schweizer Pädagoge und Sozialreformer Johann Heinrich Pestalozzi hätte zu der Predigt seines Landsmannes wahrscheinlich diesen Satz gesagt:

Das Heil im Apostelamt ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch klerikalistischer Gnade...

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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)


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BeitragVerfasst: 10.12.2017, 20:07 
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Ich konnte den BezÄ Will Andrich i.R in vielen privaten Sitzungen erleben.
Was er oft über die Praktiken der NAK - Führung aussagte, war schon bemerkenswert.

Leider gibt es zu wenige Amtsträger die sich dem System entgegen stellen, so wie es jetzt ist

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BeitragVerfasst: 28.12.2017, 16:29 
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Zitat:
W/E: Was er (Andrich) oft über die Praktiken der NAK - Führung aussagte, war schon bemerkenswert.

Jetzt wär's schon interessant zu erfahren, was an bemerkenswerten Aussagen da getätigt wurden - wir sind offen für alles ... :wink:

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BeitragVerfasst: 28.12.2017, 18:33 
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Zitat:
Jetzt wär's schon interessant zu erfahren, was an bemerkenswerten Aussagen da getätigt wurden - wir sind offen für alles


liegt schon einige Jahre zurück, aber ich weis noch, dass er die Beiträge in der Zeitschrift "Unsere Familie" über Sonderopfer und Spenden anprangerte.
Das was oft dort beschrieben war (oder vielleicht noch ist) wurde nicht vo Sonderopfer finanziert, sondern vom normalen 10`ten.
Auch war er über Hr. Leber als verantwortlichen in Hamburg und als Stamm. AP alles andere als begeistert, damals gab es offensichtlich schon Diskusionsbedarf zur Lehre, zum Umgang mit anderen Gläubigen.

ich denke ich werde mal in alten NAK Unterlagen nachsehen, was ich noch an Gedankengut habe.

Es wird eh Zeit die alten Schmöker von NAK Zeitunterlagen zu entsorgen oder bracht der eine oder andere das noch?

==============
Mir ist da noch eine eMail von Hr. Ehrich aus dem Jahre 2007 in die Hände gefallen, damals ging's um den Neubau der Kirche in Aichach (Bez. Ingolstadt - früherer Wohnort AP Zenker)

Lieber Bruder ...

ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich nicht in einen Umfangreichen Dialog mit Ihnen bzgl. „Kirchenbau“ treten kann, will Ihnen aber auf Ihre E-Mail in der gebotenen Kürze antworten.

Nochmals unterstreiche ich, dass sachliche Kritik sehr wohl willkommen ist. Ihr Brief lässt Sachlichkeit jedoch in allen angesprochenen Punkten völlig vermissen. Übrigens verlangt auch Kritik an säkularen Objekten Sachlichkeit. Wer sachliche Kritik üben möchte, ist willkommen, soll dann aber bitte auch dazu stehen und keinen Dritten als „Briefträger“ benutzen.

Zu Ihrer Frage, die Sie mir erst stellen und dann dazu fügen, ich solle sie mir selbst beantworten – in der Tat ungewöhnlich – antworte ich Ihnen ebenso in aller Kürze: Auch wenn es unsere Glaubensüberzeugung ist, unmittelbar vor der Wiederkunft Christi zu leben enthebt uns das nicht der Verantwortung, nachhaltig zu handeln.

Mit herzlichem Gruß, Ihr M. Ehrich

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BeitragVerfasst: 28.12.2017, 19:57 
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Viele Punkte, die Will kritisierte, finden sich argumentativ hier in seinen eingestellten Ausarbeitungen (etwas runter scrollen):
http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/willandrich.htm


Aus Mail´s an mich:
Die Menschen werden (in der NAK) auf sich und ihre - stets unzulänglichen - Leistungen statt auf Gottes Erbarmen [Römer 9, 15.16] und seine Verheißungen geworfen.
Statt die Seelen mit dem Hinweis auf die "erste Liebe" zu erquicken wird mit den "falschen Kausalitäten (wenn ..., dann)",
die Liebe Gottes und seine Souveränität außer acht lassend– jedenfalls nicht bewusst machend!!! -, Leistungsdruck erzeugt.
So wird aus dem Evangelium schnell eine Gesetzesreligion.


Sein Grundanliegen war stets, sich mit allen gläubigen Menschen

„im alltäglichen Leben zu „versöhnen“, d. h. im Wesen und Sinn Jesu Christi, des Sohnes Gottes, liebend eins zu werden, und nicht erst im Jenseits in "versöhnter Verschiedenheit" sie in Hochachtung und Liebe voll akzeptieren. ... Ich habe es in den langen Jahren meines Apostolischseins noch nicht einmal erlebt, dass offiziell mit Hochachtung und Liebe für die Glieder anderer Kirchen in herzlicher Fürbitte eingetreten wurde, ohne sie - wenn auch nicht ausdrücklich - gleichzeitig vom Heil, das es ja nach offizieller Lesart nur bei uns gibt, auszugrenzen. ...
Ein Hauptmann von Kapernaum glaubte – so jedenfalls die Schrift – nicht an den Gott der Juden, besuchte keinen jüdischen Gottesdienst (in den Tempel wäre er ohnehin als Heide gar nicht hineingekommen!), erfüllte keine jüdischen „Heilsnormen“ wie die Beschneidung und das Halten jüdischer Feiertage usw., aber glaubte an die Macht Jesu. Und Jesus stellte ihn uneingeschränkt laut Matthäus 8,5-13 als Vorbild des Glaubens den frommen Juden vor.“
(aus einem Brief 2001)

"Apostolisch" heißt für mich nicht "neuapostolisch" sondern: "Ich habe dich gesandt! Weise die Menschen, die ich dir in den Weg führe, zu MIR!"

Wie glauben wir, geheiligt und lauter für die Opfer und Täter der christlichen Pogrome an Andersgläubigen und -denkenden (ca. 80 Millionen sind von Christen - auch im Namen der Rechtgläubigkeit! - gefoltert, gequält und ermordet) eintreten und beten zu können, wenn wir durch Lehre und Praxis nach wie vor Andersgläubige und -denkende ausgrenzen, nicht nur gesellschaftlich, sondern auch - das jedoch glücklicherweise nur in der Vorstellung der Kirchenleitung - im Hinblick auf das ewige Leben.
Die NAK meint, entgegen Mt 20,21-23 die Plätze im Jenseits zuteilen zu können ... "das Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, steht mir nicht zu. Das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist von meinem Vater."


Gott ist Liebe. Liebe ist ökumenisch. ER ist es, der alle Menschen „ökumenisch“ liebt: 2. Korinther 3, 19; Johannes 3, 16 und a. m.

[b]Aus einem kritischen Brief an Ap Drave nachfragend einige Formulierungen aus Fehrs "Halbherzigkeitenpredigt" (= fett gedruckt), die natürlich unbeantwortet blieben:


4) „Scheinkausalitäten“
Es kann gar keine Frage darüber geben, dass es ein Kausalgesetz – sowohl in der Schöpfung als auch in bezug auf Gottes Wort und Verheißung – gibt. Diese „göttlichen Kausalitäten“ sind stets verbindlich, zwangsläufig und unumstößlich. Darunter fallen insbesondere auch die von Ihnen zitierten Bibelstellen [Johannes 8, 24; Offenbarung 2 und 3 u. a. m.]
Gemeint sind nach meinem Dafürhalten solche Aussagen in der Verkündigung, die dort eine „Kausalkette“ [= Gesetzmäßigkeit] setzen, wo das Evangelium und die Logik etwas anderes sagen. Selbst auf die Gefahr, jetzt völlig missverstanden und als Querulant angesehen zu werden, möchte ich meine Intension verdeutlichen.
Ich weiß, ich trete jetzt wahrscheinlich ins „Fettnäpfchen“ und begehe ein „Sakrileg“, aber ich habe im Augenblick nichts anderes zur Hand, als Aussagen aus dem Pfingstgottesdienst 2001. Außerdem beziehe mich dabei auch auf die Aufforderung unseres Bezirksapostels Leber vom Dezember 2000 im MR 12/2000, wo er den Hinweis des Apostels Paulus „Prüft aber alles ...“ aus 1. Thessalonicher 5, 21 vertieft: und schreibt: „Ich halte es für wichtig, dass wir unsere Einsichten und Erkenntnisse immer wieder an der Heiligen Schrift - besonders am Evangelium Jesu Christi - „schärfen“. [...] Es kann sogar sein, dass man bei sorgfältiger Prüfung in der einen oder andere Frage von einer Sehensweise abrücken muss, die man so „von früher her kennt“ und die man einfach übernommen hat.“

Nehmen wir Aussagen wie:
Keinen halben Glauben! Ein halber Glaube ist Kleinglaube, und ein halber Glaube und ein Kleinglaube macht auch keine Glaubenserlebnisse und sammelt keine Glaubenserfahrungen.
Frage: Ist das zwangsläufig immer der Fall? - Wie war das z. B. bei dem sinkenden Petrus?

... ein ganzer Glaube! – Er wird ja geschaffen durch das Wort göttlicher Predigt, das wir aufnehmen und in uns bewegen.
Frage: Ist das immer und absolut der Fall? Und: Was ist das „Wort göttlicher Predigt“?

Wer nur eine halbe Hoffnung hätte, was beweist der denn damit? Dass er ein schwaches Vertrauen hat.
Frage: Ist diese Beweisführung schlüssig und zwingend?

Keine halbe Hoffnung haben, das wäre Zeugnis für ein schwaches Vertrauen...
Frage: Ist diese Beweisführung schlüssig und zwingend?

Keine Halbheiten. Wer nur halb sich freuen kann, für den wird manches zu viel im Hause Gottes.
Frage: Ist jedem Fall „halbe Freude“ kausal für mangelnden Eifer und Einsatz?

Wenn wir nur halben Eifer hätten, so würde das beweisen, dass wir oft müde sind.
Frage: Ist diese Beweisführung schlüssig und zwingend?

Wer oft müde ist, hat nur noch halben Eifer.
Frage: Gibt es für Müdigkeit nicht auch andere Ursachen?

Wenn wir nach göttlichen Normen und Gesetzen in der Gottesfurcht zu leben versuchen, schwindet alle andere Furcht.
Frage: Ist das immer und absolut der Fall?

In Wortwirken wird der Geist der Kraft offenbar.
Frage: Ist das immer und absolut der Fall?

[b]Wer's Wort im Glauben erfasst, versucht es umzusetzen [/b]
Frage: Ist das zwangsläufig immer der Fall? – Petrus glaubte und versagte trotzdem [Matthäus 16]

Er wird auch am Altar die Kraft erleben, die in diesem Wort steckt.
Frage: Ist das mit der Zwangsläufigkeit eines Kausalgesetzes immer der Fall? [Altarbegriff ?!]

Und er wird erleben: Diese Worte sind Geist und sind Leben.
Frage: Ist das zwangsläufig immer der Fall?

Und er wird erleben, es ist geistgewirktes Wort unseres Gottes, in dem Kräfte liegen.
Frage: Ist das zwangsläufig immer der Fall? Die persönliche Erfahrung sagt: Nein!

Im Werke des Herrn tun wir alles von ganzem Herzen, dann liegt das Wohlgefallen unseres Gottes auf uns.
Frage: Wer kann diese absolute Aussage so sicher treffen?

Es gibt im Gottesdienst, das hörten wir auch schon, keine halbe Freude, sondern nur eine ganze.
Frage: Ist das zwangsläufig immer der Fall?

Und der treue Gott gibt sich so einfach nicht mit einem halben Herzen zufrieden ...!
Frage: Wer kann diese absolute Aussage so sicher treffen?

Wenn wir mit ganzen Kräften, mit ganzem Herzen, mit ganzer Liebe, den Aposteln und dem Stammapostel nachfolgen, wenn wir dieses tun, dann dürfen wir auch einen vollen und ganzen Lohn erwarten.
Frage: Wer kann diese absolute Aussage so sicher treffen, zumal von der alles entscheidenden Nachfolge Jesu gar nicht die Rede ist? – Gilt das mit der Zwangsläufigkeit eines Naturgesetzes?
... usw. ...

Diese Aussagen enthalten zwar „Teilwahrheiten und Richtigkeiten“, sind aber wegen der fehlenden Unbedingtheit und Zwangs-läufigkeit keine – wie oft dargestellt und so empfunden – keine „automatischen Folgen oder gar absolut wirkenden Gesetzmäßigkeiten“. Solche Aussagen erzeugen, weil der aufmerksame Hörer für sich im Stillen eine Umkehrung der „Verknüpfungen oder gar Kausalkette des Predigers“ beim Hörer, der die gestellten Fragen und die aufgestellten Behauptungen verneint oder nicht akzeptieren kann, Schuldgefühle. Hierzu nur zwei Beispiele:
1. Weil ich keine Glaubenserlebnisse habe und keine Glaubenserfahrungen sammeln kann, habe ich nur einen halben Glaube. Das ist Kleinglaube, und ein halber Glaube und ein Kleinglaube machen mich nicht würdig, am Tag des Herrn bestehen zu können.
2. Oder: Weil ich oft müde bin, habe nur noch halben Eifer und damit keine Chance ... Aber ich kann doch nichts für meine Müdigkeit; die hat doch ganz andere Ursachen! – Und: Hat Jesus nicht gerade die „Mühseligen und Beladenen, die Ermüdeten, zu sich gerufen?
Die Beispiel ließen sich beliebig fortsetzen. In den „gewöhnlichen Gottesdiensten“ ist es mitunter geradezu „haarstäubend“, was da an „Verknüpfungen und Scheinkausalitäten“ zu hören ist, die allesamt nichts mit dem Evangelium zu tun haben.
Sie schreiben – zwar im anderen Kontext: „Wir wollen nicht so tun, als gäbe es den Heiligen Geist nicht!“ Vergessen wir doch nicht, welche Aufgaben der Heilige Geist bei einer Predigt nach den Worten Jesu zu erfüllen hat, was also zu Recht die Bezeichnung „geistgewirkte Predigt“ oder „Wort göttlicher Predigt“ verdient. Ich komme nicht umhin, die bekannte Bibelstelle aus Johannes 16, 13 und 14 abermals zu zitieren: „Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen.“
Ich erlaube mir zu fragen:
1. Wo wird in den oben zitierten Aussage aus dem Pfingstgottesdienst 2001 Jesus verherrlicht? - Jesus kam laut Matthäus 11,28-30, um zu erquicken, als sagte:
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
Das Wort [kopiao], das Luther mit „mühselig“ übersetzt, bedeutet: ermüden von der Anstrengung, erschöpft sein, müde werden, sich abmühen, sich anstrengen, sich abplagen ...
Ich darf doch weiter fragen:
2. Wo war Pfingsten 2001 bei der Aufzählung all der „Halbheiten“ die Erquickung, die Jesus verbreitete, wenn Müde, Erschöpfte, Ermattete, Geplagte zu ihm kamen?
3. Wann wurden die Hörer zu Jesus, den Heiland, den Heilenden der Welt, gewiesen und geführt und nicht auf ihrer eigenen, oft so vergeblichen Anstrengungen verweisen?
Schluss mit diesen Überlegungen! – Mich hat dieser Gottesdienst viel Kraft gekostet. – Reden Sie, lieber Apostel, auch jetzt noch mit mir?
Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich oben die Passagen aus dem Pfingstgottesdienst als Belege herangezogen habe. Andere schriftlich festgehaltene Predigten stehen mir momentan nicht zur Verfügung. Es ist die Verkündigung des Evangeliums nach wie vor das Hauptthema; denn es ist das „Brot, von dem wir leben“
Ich bin mir bewusst, dass ich in einem Zeitalter, in dem „Ketzer und Häretiker“ [oder auch nur „Hinterfrager“] einfach oft auf grausamste Art liquidiert wurden, kaum eine Überlebenschance gehabt hätte. Aber die „Ketzer“ sollen – wenn man der einschlägigen Literatur glauben darf – nicht die ungläubigsten und/oder glaubensschwächsten Menschen gewesen sein ...


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BeitragVerfasst: 29.12.2017, 14:58 
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Zitat:
Viele Punkte, die Will kritisierte, finden sich argumentativ hier in seinen eingestellten Ausarbeitungen (etwas runter scrollen): http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/willandrich.htm


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BeitragVerfasst: 29.12.2017, 15:58 
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Zitat:
Detlef: Die Beispiel ließen sich beliebig fortsetzen. In den „gewöhnlichen Gottesdiensten“ ist es mitunter geradezu „haarstäubend“, was da an „Verknüpfungen und Scheinkausalitäten“ zu hören ist, die allesamt nichts mit dem Evangelium zu tun haben.

Und damit sind wir wieder angelangt bei der Ur-Crux des NAK-Glaubens:

Gott offenbart sich durch seinen Heiligen Geist am Altar des Herrn! Deswegen brauchen neuapostolische Amtsträger auch keine fachliche Ausbildung ...

Dass dem nicht oder bestenfalls teilweise so ist, ist längst kein Geheimnis mehr und wird in Teilen sogar von der Kirchenleitung eingestanden.

Daraus allerdings die richtige Schlussfolgerung zu ziehen, dass nämlich der Heilige Geist sowohl vom Herzen als auch vom Hirn des jeweiligen menschlichen Verkünders abhängig ist (u.a., weil im Normalfall nicht offenbart werden kann, was nicht gedacht werden kann) - was nur über eine umfassend spirituelle, theologische und bibelwissenschaftliche Fachausbildung möglich ist -, diesen Schritt machten die Apostel und der ihnen untergebene Amtskörper selbst dann noch nicht (obwohl das Geld für voll ausgebildete Seelsorger da wäre), als sie von gebildeten Nicht-Amtsträgern im Internet ob ihrer theologischen Einfalt reihenweise bloßgestellt wurden. Lieber spielte man auf dem Altar den eingeschnappten Gottesknecht, der meinte, sich heftigst darüber beklagen zu müssen, dass seine Predigten schon am Montag im Internet zerrissen würden (OT R. Fehr).
Selbst als die Gläubigen begannen, in Scharen davonzulaufen, wollte in der KL niemand wahrhaben, was die Stunde geschlagen hat. Lieber schließt man Gemeinde um Gemeinde, um so den Schein großer Nachfolge zu wahren, als sich einzugestehen, dass man auf dem falschen Dampfer sitzt.
Nun, uns Kritikern kann's nur recht sein ... :mrgreen:

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BeitragVerfasst: 29.12.2017, 18:23 
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Zitat:
Und damit sind wir wieder angelangt bei der Ur-Crux des NAK-Glaubens:

Gott offenbart sich durch seinen Heiligen Geist am Altar des Herrn! Deswegen brauchen neuapostolische Amtsträger auch keine fachliche Ausbildung ...


So ein Irrsinn, finde ich.
Weshalb hat die NAK Theologen eingestellt, z.B den Herrn Kiefer, seines Zeichen theologischer Berater des Stammapostels. Wozu braucht Schneider einen theologischem Berater, wo er doch selbst der sprechende Mund Gottes für die Erdenbewohner ist. :D
Kiefer ist nicht der einzige Theologe der in Lohn und Brot der NAK steht.
Ein paar ganz wenige stehen neben ihm auch darauf. Weshalb der Aufwand wenn sich der heilige Geist am Altar auch ohne fachliche Ausbildung offenbart.
Weshalb erscheinen die Leitgedanken, die den NAK Amtsträgern jeden Gottesdienst schon vorkauen. :D
Weshalb bietet die NAK neuerdings ihren Amtsträger stellenweise theologische Unterweisungen an. Was soll der Quatsch und Aufwand, der heilige Geist offenbart sich doch angeblich durch die Amtsträger ohne das sich besonders anstrengen müssen am Altar. Sie leihen Gott ihren Mund.
Oder doch nicht?
Kann es sein das die Kirche selbst nicht richtig an all ihr Geschwätz glaubt, denn sonst wären keine theologischen Berater und dergleichen von Nöten. Auch keine theologischen Unterweisungen. Eigentlich dürfte von dem allen nichts, gar nichts nötig sein. :D
Aber die Ur-Crux des NAK Glaubens spiegelt sich in dem wieder, dass die Wirklichkeit nicht mit verkündeten überein stimmt. :D
Zusammengefasst:
Mehr SCHEIN ALS SEIN. :D


Zuletzt geändert von fridolin am 29.12.2017, 19:18, insgesamt 1-mal geändert.

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