LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

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Schmetterling40

Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#11 Beitrag von Schmetterling40 » 14.06.2017, 20:54

Würde vorschlagen evangelisch - da ja die NAK schon mal mit Katholisch zusammen war und es gescheitert ist :?

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Bezirks-Elster
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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#12 Beitrag von Bezirks-Elster » 14.06.2017, 21:00

Na, na, nicht vermischen, Schmetterling. Katholisch-apostolisch war vor der NAK-Zeit. Richtig was gemeinsam haben die beiden nix.

Das würde aber erklären, dass die NAK letztens mit einem Stand auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin präsent war. :idea:
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Lulo
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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#13 Beitrag von Lulo » 15.06.2017, 06:54

Schmetterling40 hat geschrieben:Ich wäre dafür, dass die Seelsorger alle eine Fortbildung machen sollten im seelsorgerischen Bereich.
Außerdem sollten die Herren ab Apostel zumindest Theologie studiert haben.
Eine theologische Ausbildung wäre den NAK-Predigern (egal, welche Amtsstufe) dringend anzuraten. Entgleisungen, welcher Art auch immer, können dann nicht mehr auf den Heiligen Geist geschoben werden, sondern die Prediger müssen endlich Verantwortung für ihre Worte übernehmen. Bis auf einige Ausnahmen besteht eine Predigt in der Regel aus einer bunten Aneinanderreihung von Bibelversen, Zitaten irgendeines Apostels, Glaubenserlebnissen und Schwarz-weiß-Gleichnissen (die oftmals nach hinten losgehen). :roll: Als GD-Besucher musste man viel Wohlwollen mitbringen und durfte keine allzu hohen Ansprüche an eine Predigt stellen - ein Armutszeugnis der NAK. Dabei ist doch die Predigt das Kernstück des Gottesdienstes. Völlig unverständlich, warum so ein zentrales Element des GDs dem Zufall (Heiligen Geist) überlassen wird. Nur rhetorische Ausnahme-Talente können aus einer improvisierten Predigt eine gute Predigt machen.

Nach meinem Austritt war ich ein paar Mal in einem evangelischen GD. Der Aufbau der Predigt war logisch und bezog sich sowohl auf die Bibel als auch auf den Alltag. Es hatte alles Hand und Fuß, wie man so schön sagt. Und obendrein bin ich mit einem guten Gefühl nachhause gegangen. Trotzdem kommt für mich ein institutionierter Glaube nicht mehr in Frage.
Wer loslässt, hat beide Hände frei. :arrow: Status: 2009 aus der NAK ausgetreten

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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#14 Beitrag von Schmetterling40 » 15.06.2017, 09:11

Lieber Bezirks-Elster muss ehrlich zugeben, dass ich mit katholisch nicht ganz genau auskenne.
Habe zwar dort auch ein paar Gottesdienste besucht, mich aber nicht wirklich wohlgefühlt - kam mir ein Stück wie in der NAK vor.

Lieber Lulo,
ich bin jetzt evangelisch. Was mir halt dort immer noch am meisten zusagt, ist dass die Predigten nicht nur gut aufgebaut sind, sondern die Leute auch mehr ihren Glauben dort leben. Nur ein Beispiel. Mein Mann hatte Ende März einen schweren Hinterwandinfarkt und ich bin auch zusammengeklappt (bin auf der Warteliste einer Klinik). Als das Pfarrerehepaar es mitbekam, kam am selben Abend noch der Pfarrer und fragte, wo die Kirche uns unterstützen kann. Es war dann so und ist auch noch so, dass eine junge Frau immer kommt und mit meinem jüngsten Sohn auf Klassenarbeiten lernt, die Teenieleiter kümmern sich um meinen großen Sohn, nehmen ihn mit, laden ihn zu Fußballabende seines Lieblingsvereines ein, andere Frauen haben immer wieder für uns gekocht.
So was habe ich in den Jahren und das waren über 30 als ich in der NAK war nie erlebt. Da wurde immer nur ausgefragt und wenn man Glück hatte, kam ein: "Ich bete für dich."

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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#15 Beitrag von Magdalena » 15.06.2017, 09:59

Schmetterling40 hat geschrieben: Da wurde immer nur ausgefragt und wenn man Glück hatte, kam ein: "Ich bete für dich."
Genau! So kenne ich das auch! Praktische Nächstenliebe war auch in meiner Gemeinde kein Thema oder nur in ganz besonderen Ausnahmefällen und dann auch nur dort, wo es sich "lohnte" (Reklame, Werbung für die NAK usw.) Was nichts an Zeit, Mühe oder Geld kostete, wurde gern am Nächsten getan. :mrgreen:

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Bezirks-Elster
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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#16 Beitrag von Bezirks-Elster » 15.06.2017, 23:43

Zum Thema "Theologie" gibt es ja verschiedenene Sehensweisen.
Theologie ist die Lehre von Gott. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Quellen des Glaubens.
Wenn man die biblischen Geschichten um Jesu liest, scheint sowas damals für ihn nicht relevant gewesen zu sein. Auch Abraham, Mose & Co scheinen keine Wissenschaftler und Akademiker gewesen zu sein. Wenn diese Leute (Schriftgelehrten) in der Bibel erwähnt werden, kommen sie oft nicht gut weg.

Meines Wissens steht die NAK in dieser Verständnis-Tradition. Der Geist muss es sein, der wirkt. (Ob ers ist, kann ich nicht sagen, um das vorwegzunehmen).

Wenn ich noch an die ganzen Diskussionen damals denke, als das Leitbild "Gehaltvolle Predigt" eingeführt wurde. Die Traditionalisten haben die Welt nicht mehr verstanden.

Sehr angenehm fand ich damals den ev. Pfarrer unseres Ortes. WIr hatten ein schönes Gespräch, er erzählte von einer Gesprächsrunde/Bibelabend seiner Gemeinde. Er würde für das Bibelwort einen Zugang schaffen, den historischen Kontext klären, Deutungen aufzeigen. Und wenn eine alte Frau dann ihre einfache Sicht auf das Bibelwort erklärt, nimmt er sich mit seinem "verkopften, akademischen Gehirn" komplett zurück und stellt sich unter die Deutung der Frau.
Ich fand das damals so toll. Beide agieren in einer Augenhöhe. Jeder gibt das, was ihm gut liegt und alle profitieren davon.
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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#17 Beitrag von detlef.streich » 18.12.2017, 20:32

Wichtiger neuer Artikel zum Thema:

Stap Schneider und der Geistliche Missbrauch - Anmerkungen zur Bilanz von LINDD

http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/ ... .htm#lindd

Der Artikel ist für das Forum zu lang , bitte bei Interesse auf meiner Hp lesen und hier Anmerkungen machen!

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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#18 Beitrag von R/S » 19.12.2017, 11:42

Zitat aus der verlinkten HP von Detlef Streich:
Manche fragen auch, wieso es eigentlich kommt, dass LINDD in der Arbeit auf die ablehnende Haltung der KL stößt. Diese Frage ist doch aufgrund vielfältiger Erfahrung sehr leicht zu beantworten: "Es verlangt menschliche Größe, nachweisbares Fehlverhalten zuzugeben und gemeinsam nach Lösungen zu suchen…"
Gerade Stap Schneider ignoriert jegliche Versuche der Kontaktaufnahme seitens LINDD und verweigert damit den betroffenen Opfern eine entsprechende Hilfestellung, die er als Kirchenpräsident aber unbedingt mit auf den Weg bringen müsste, wenn er seine Aufgabe verantwortungsvoll wahrnehmen würde. Fehlt ihm also nur die von LINDD angesprochene "Größe" als Voraussetzung oder steht mehr dahinter?
Ich denke, es steckt viel mehr dahinter als die Frage nach der menschlichen Größe. Sicherlich, Fehler einzugestehen oder auf selbst verschuldete Missstände hinweisen zu müssen etc., ist nicht leicht und nicht jeder hat den Mut dazu. Das hängt u.a. mit dem jeweiligen Selbstbewusstsein und der damit verbundenen Authentizität zusammen.
Aber das eigentlich Problem liegt m.E. woanders. Missstände zuzugeben, die es aufgrund des eigenen Anspruchs nie hätte geben dürfen, werfen Fragen auf und zwingen in die Defensive. Damit beginnt die Angst vor einer befürchteten Lawine aus Folgekosten. Zuerst wird der (haus)eigene Anspruch in Frage gestellt. Dann all jene, die von diesem Anspruch profitiert haben (und noch profitieren). Sodann das ganze System, in dessen biotopartigem Schutzwall eine derartige Soße überhaupt gedeihen konnte. Und ganz am Schluss kippt das Ganze und es werden Rechnungen aufgemacht und Rechenschaften gefordert, die u.U. auch noch ans Eingemachte (nicht zuletzt der weidlich genossene Amtsstatus und vor allem die gehorteten Gelder etc.) gehen. Für die Kirchenleitung und jeden einzelnen Statusträger steht so viel auf dem Spiel, dass der durch die persönliche Aufrichtigkeit entstehende Gewinn den befürchteten - gesamtkirchlichen wie individuellen - Verlust nie und nimmer aufzuwiegen scheint.
Und gemessen an dem, was diese Leute umtreibt, ist das wohl auch so. Denn was diese Leute und das ganze System leben, war in den seltensten Fällen Wahrheit und Wahrhaftigkeit, dafür aber fast ausschließlich Berechnung und brutale Durchsetzung systemischer Interessen. Hier zählt, wie in jedem geschlossenen System, nicht das Einzelschicksal, sondern das große Ganze. Es ist wie im Krieg: Das Volk (und vor allem seine Führer) will überleben - dafür müssen Einzelne schon mal den Tod, zumindest jedoch jede Form von Nachteilen in Kauf nehmen. Das muss dem Volke Gottes zugemutet werden dürfen (OT J.G.Bischoff) ...
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich…; und irgendwann – wenn sich die Wahrheit nicht mehr leugnen lässt – imitieren sie dich. (In Anlehnung an M. Gandhi)

Hatikwa
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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#19 Beitrag von Hatikwa » 19.12.2017, 11:56

danke für eure Beiträge --- Detlef Streich und R/S --- hatikwa

Jinn
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Re: LINDD Fehlgeleitete Kirchenlehre mit fatalen Folgen

#20 Beitrag von Jinn » 19.12.2017, 11:59

Ich glaube nicht, dass all die hier dargelegten Vermutungen, warum die NAK-Leitung keine Gesprächsbereitschaft zeigt, die tatsächliche Intuition der NAKopstel ist.

Schon zu meiner Zeit, davor und auch heute noch, verstehen sich die "Gottgesandten" als die absolute, einzige und fehlerfreien Autoritäten auf dieser Welt.
Damals wurde einem eingebläut: Über Glauben und über die Worte Gottes, aus dem Mund eines NAKpostel kundgetan diskutiert man nicht.
Die simpelste Methode eine Naktatur aufrechtzuerhalten.
Bröckeln tut sie ja nur bei denen, die sich kritisch mit ihr auseinandersetzen. In ihrem Kern ist sie immer noch dasselbe unfehlbare Gesocks, dass sie immer war und immer bleiben wird.

Herzlichst
Jinn

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