Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Blablab

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Heinrich
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Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Blablab

#1 Beitrag von Heinrich » 26.08.2015, 16:40

Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste.
Schon restlos falsch, aber ist wohl seit ewigen Zeiten so gepredigt worden und wird dann gedankenlos auch so übernommen.

Als erstes begrüßt man aus meiner persönlichen Sicht „Gäste“ (wenn solche denn da sind), dann die „Schwestern“ und dann die „Brüder“.

Impressionen vom letzten Sonntag:

Im Eingangsgebet ewig dieselben Phrasen und man merkt förmlich, hier rackert sich einer mühevoll ab, der keine Ahnung hat, was er sagen soll/darf/muss.

Ich bin irgendwann gegangen und habe in einer nahegelegenen Bäckerei erst mal gut gefrühstückt………………

Und danach habe ich meine Frau (evangelisch, also eh nicht mit in der NAK-Kirche war) mit einem Blumenstrauß erfreut ;-)

Gruss aus dem heissen Süden,
Heinrich
"Dummheit ist, immer wieder das Gleiche zu machen und auf bessere Ergebnisse zu hoffen."
(Albert Einstein)

fridolin
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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#2 Beitrag von fridolin » 26.08.2015, 18:42

Heinrich du bist vorzeitig gegangen. :D
Phrasen, das war schon immer so. Wer es eben gerne mag, warum nicht.
Ist aber nicht unbedingt erbauend für jedermann um sich das sonntäglich anzuhören. :D

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centaurea
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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#3 Beitrag von centaurea » 26.08.2015, 21:30

Hallo Heinrich,

als ehemaliges NAK-Mitglied und Priester, kann ich mich noch sehr gut erinnern, wie ich von der (neuen und jungen) Gemeindeleitung angegangen wurde, als ich in mehreren aufeinanderfolgenden Gottesdiensten die Reihenfolge der Anrede selbstbewußt und überlegt umgedreht hatte.

Das wurde dann damals, vor ca. 10 Jahren, auch zum Thema in der örtlichen Ämterversammlung gemacht, damit es ja keine Nachahmer gibt.

Das ist mir spontan wieder eingefallen, als ich deine Zeilen gelesen habe.

Um auf dein Erleben zurückzukommen:
Der Arme ist wahrscheinlich in nichts unterwiesen, weil nichts vorhanden und soll lediglich schön in der Nachfolge stehend wiederkäuen...
Nur darauf liegt lt. NAK der Segen. Er hat also alles und im Sinne der KL richtig gemacht.

Homiletik ist nicht ohne und nur wenige nehmen wohl dieses Fach tatsächlich ernst.

In der NAK scheint Homiletik, mit Ausnahme von ein paar kosmetischen Tünchen und Bleichen, an sich verpönt zu sein.
Würde sich der von dir kritisierte Amtsträger der Homiletik annehmen und womöglich auch noch einen persönlichen und authentischen Stil entwickeln, würde er ziemlich sicher und sehr schnell in seine NAK-Schranken verwiesen werden.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine sehr spontane und kurze Korrespondenz mit einem stillen Mitleser hier im Forum.

Unter anderem habe ich dabei geschrieben:
"...Die KL tappt nicht im Dunkeln. Sie ist bestens informiert und weiß Bescheid.
Aber sie hält ihre Schäfchen bewusst im Dunkeln.
Und die verbliebenen, gesiebten FunktionsträgerInnen sind und werden auf Linie gebracht.

Ich denke, das passt auch hier.

Vielleicht zur Abwechslung mit der Ehefrau zusammen einen evangelischen Gottesdienst genießen?!
Nein, das ist kein Missionsversuch, sondern eine spontane Anregung für einen gemeinsamen Gottesdienst am Sonntagmorgen.
Einfach mal einen Perspektivwechsel vornehmen.

Auch dort kann man sich manchmal nur wundern, obwohl man grundsätzlich schon wesentlich mehr Substanz erwarten darf.

HG

Centaurea

Martha
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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#4 Beitrag von Martha » 27.08.2015, 07:35

Hallo Heinrich!

Mal ne ganz persönliche Frage an dich.
Du "maulst" immer über die NAK, über Bez.ap Ehrich usw. aber warum gehst du immer noch in die NAK?

Kannst du keinen Schnitt machen? Irgendwann kam bei mir die Entscheidung die Kirche zu verlassen.
Das war sicherlich ein sehr langer Prozess (ca. 10 Jahren ) in dem auch sehr viel passiert ist.

Komischerweise ist mein Glauben aber gewachsen und ich vertraue heute Gott mehr als früher,
weil keine Kirche, Apostel und Opfergelder dazwischen stehen.

Inzwischen habe ich viele Kontakte mir sehr gläubigen Menschen und da spielt die Religionszughörigkeit keine Rolle.
Wir sind ALLE Christen und beten zusammen und daraus hat sich sehr viel positives entwickelt.


Hallo centaurea!

Es ist leider auch schwierig in einer evangelischen Kirche einen theologisch wertvollen GD zu erleben.
Ich gehe gern in eine evangelische Kirche die ca. 100 km weit weg ist, genieße das Abendmahl usw.

War in einer Pfingstgemeinde und bin dort mitten im GD getürmt, weil es furchtbar war....

Boby Schuller ist nicht schlecht und die etwas gewöhnungsbedürftige Joyce Meyer kann man sich anhören.
Einer predigt theologisch und die andere gibt Ratschläge fürs Leben. Ne gut Mischung.

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Heidewolf
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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#5 Beitrag von Heidewolf » 27.08.2015, 08:26

Lieber Heinrich,
du hast das gut benannt. Die Prediger in der NAK MÜSSEN vieles sagen, deswegen sind die Beiträge so (ich trau mich nicht, dazu immer Predigt zu sagen). Das ist die berühmte Nachfolge. Da ist nicht viel vom Geist erwecktes dabei. Aber etliche hoffen doch, das ab und zu mal was erweckt wird.
Und, die Prediger der NAK dürfen vieles NICHT sagen, darauf werden sie ebenfalls getrimmt, weil es nicht zur Strategie passt. Da geht innerlich oft pure Angst um.
Und von oben wird sehr wohl die Einhaltung der NAK-Phrasen eingefordert. Ansonsten werden die da unten schon weitgehend im Dunkeln gehalten, wie vorher schon richtig bemerkt.
Meiner Ansicht nach liegt das Übel darin begründet, das die Kirchenorganisation spätestens seit 1933 stark von der Nazi-Ideologie geprägt wurde, die vorher schon sehr Kaisertreu und damit Obrigkeitstreu gestaltet war. Da gab es diese Hardliner wie F. Bischoff und G. Rockenfelder, die ganz im Sinne einer Gleichschaltung, sich zuerst die Presse vornahmen und zentral steuerten. Und sich dann auch der Richtlinien und Lehrwerke annahmen. Wie ein Volk zum Gleichschritt zu trimmen ist, hatten sie ja gelernt. Und Gott musste für alles herhalten, der ja angeblich ein Gott der Ordnung war.
Und kaum einer hat gemerkt, das damit die NAK in die gleiche Pharisäer-Falle gelaufen ist, wie die Juden schon zu Jesu Zeiten.
Es wurde wieder, geistlich gesehen, munter gesteinigt.
Das Gott ein Gott der Liebe ist, wurde nur sehr begrenzt zugelassen.
Ja, und da das deutsche Volk ja nach dem II. Weltkrieg noch sehr getrimmt war, fiel die Lehre noch auf einen fruchbaren Boden.
Nur ist das Volk inzwischen etwas aufgeklärter. Deswegen wendet sich die KL nun Afrika zu. Da ist die Bildung noch nicht so weit.

Liebe Martha, kannst du aus deiner kurzen Berührung mit Pfingstlern etwas im Detail berichten? Ich finde das spannend.

LG, H.
17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden (1.Kor. 15)

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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#6 Beitrag von Franke » 27.08.2015, 09:25

Martha hat geschrieben:Hallo Heinrich!

Mal ne ganz persönliche Frage an dich.
Du "maulst" immer über die NAK, über Bez.ap Ehrich usw. aber warum gehst du immer noch in die NAK?

Kannst du keinen Schnitt machen? Irgendwann kam bei mir die Entscheidung die Kirche zu verlassen.
Das war sicherlich ein sehr langer Prozess (ca. 10 Jahren ) in dem auch sehr viel passiert ist.

Komischerweise ist mein Glauben aber gewachsen und ich vertraue heute Gott mehr als früher,
weil keine Kirche, Apostel und Opfergelder dazwischen stehen.

Inzwischen habe ich viele Kontakte mir sehr gläubigen Menschen und da spielt die Religionszughörigkeit keine Rolle.
Wir sind ALLE Christen und beten zusammen und daraus hat sich sehr viel positives entwickelt.
Hallo Martha,

diese Frage hab ich mir bei Heinrich auch schon desöfteren gestellt. Seit ich in diesem Forum lese, "grummelt und mault" Heinrich über die Zustände in seiner Gebietskirche und über den Gebietskirchenfürsten.
Mir kam schon die Vermutung, dass Heinrich so eine Art Selbstversuch unternimmt, wie lange er diesen Belastungen, dem Ärger und der dadurch entstandenen inneren Zerrissenheit standhält.

Vielleicht eine privat Forschungsarbeit? Vielleicht aber auch nur eine etwas andere Art, Gott zu suchen. :mrgreen:

Fröhliche spätsommerliche Grüße vom
Franke
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Heidewolf
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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#7 Beitrag von Heidewolf » 27.08.2015, 10:44

Lieber Franke,
dein Ziel scheint, wie deine Kommentare zu Heinrich wieder mal deutlich machen, die Menschen zum Abschied von der NAK zu bewegen. Eben aufgrund der dort erkennbaren Schwächen.
Verständlich ist das schon, da der Glaube der NAK weitgehend auf Angst aufgebaut ist. Nämlich die Angst, nicht dabeizusein.
Diesen Glauben in einen Glauben der Liebe zu ändern, ist scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit.
Ich sehe da nur ein Problem. Ich denke, das Gott die Menschen lieb hat und die aufrichtigen Menschen auch gerne bei sich hätte.
Und dazu gehört auch ein ehrlicher, freudiger Glaube.
Es ist daher wichtig, dass ein gläubiger Mensch sich nicht von Gott abwendet, nur weil er von Menschen enttäuscht wurde.
Es ist eben deshalb auch so wichtig, Menschenwerk nicht mit dem Wesen Gottes zu verwechseln.
Und dazu ist es auf alle Fälle gut, in einer Gemeinschaft Gläubiger Unterstützung zu finden.

Und eben auch nicht in eine neue Falle zu laufen, wo die Angst regiert.
Wo ein Gottesbild vermittelt wird, welches Gott als kleinlichen Herrscher zeigt, der bei jedem Vergehen dem Menschen auf die Finger haut, wie man so sagt.

Wenn du also Menschen drängst, die NAK zu verlassen, sollte es auch eine gangbare Alternative geben. Sonst ist es sinnlos.
LG, H.
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tergram

Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#8 Beitrag von tergram » 27.08.2015, 11:33

Heidewolf hat geschrieben: Es ist daher wichtig, dass ein gläubiger Mensch sich nicht von Gott abwendet, nur weil er von Menschen enttäuscht wurde.


Ein Mensch wendet sich nicht von Gott ab, weil er sich von einer als falsch erkannten Gemeinschaft abwendet! Genau diese Argumentation ist angstbesetzt und wird daher in der NAK gern verwandt: "Wenn wir uns von ihm abwenden, wird es finster um uns her..." Gefährlicher Unsinn!!!
Heidewolf hat geschrieben:Wenn du also Menschen drängst, die NAK zu verlassen, sollte es auch eine gangbare Alternative geben. Sonst ist es sinnlos.
Natürlich gibt es eine Alternative - und die muss nicht zwingend in einer neuen Gemeinschaft bestehen. Übrigens sehe ich nicht, dass hier jemand zu etwas gedrängt wird. Hier drücken nur Menschen ihre berechtigte Verwunderung darüber aus, dass jemand offenkundig seit langem mit einer Situatuion unzufrieden ist, aber keine Bereitschaft zeigt, daraus die Konsequenzen zu ziehen.

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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#9 Beitrag von Schwäble » 27.08.2015, 15:56

Hallo tergram, so sehe ich das auch.
ich habe ja schon ab und an die Frage gestellt, warum Heinrich keine Konsequenzen zieht.
wenn ich so unzufrieden bin besonders mit dem Gebietskirchenfürst, dann ist es doch nur logisch dass ich dort meine Zelte abbreche.
Nur ausweichen in andere Gemeinden ist keine Lösung - ausserdem steht man ja nicht im Segen wenn man den Vorangänger ablehnt.

findet die Katzenmutter

Franke
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Re: Liebe Brüder, liebe Schwestern, liebe Gäste - dieses Bla

#10 Beitrag von Franke » 27.08.2015, 16:09

Nun ja, vielleicht dient ein über die Jahre gepflegtes "Feindbild", das man mit "maulen und grummeln" immer wieder füttern kann (ähnlich einem Tamagotchi), einem sinnstiftenden Lebensinhalt.

Wenn der liebe Heinrich damit sein Leben bereichert, will ich ihm dies nicht absprechen. :mrgreen:

Also lieber Heinrich, erfreue uns hier ruhig weiter mit deinen grummelnden Grüßen und dem Wetterbericht aus dem "wilden Süden".

Hab eine gute Zeit dabei...
HG Franke
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