Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

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shalom
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Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#1 Beitrag von shalom » 26.09.2009, 07:51

[=>Ruhr-Emscher-Opferwerkstatt]
Erster KiGo nach den Sommerferien (16.08.2009)

Oberhausen-Buschhausen. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen das Opfer und die Herzenseinstellung zum Opfer.

Den anwesenden Kindern wurden die Grundlagen des Opfersegens in die Herzen gelegt. Dazu gehören die Gottesfurcht, der Glaube und das Vertrauen an den Herrn und die Opferwilligkeit.

Ein gutes Beispiel für die Opferwilligkeit sei die Herzenseinstellung des späteren Bezirksapostel Kraus, der unter besonderen Umständen einen sehr großen Geldbetrag opferte und alles dem lieben Gott überließ. Daraus entstand ein großer Segen. So könnten beispielsweise die Teppiche in den Kirchen aus diesem Opfer stammen… .

Vor dem Schlussgebet wurde der Opferkasten vor den Alter getragen, damit dieser sichtbar gesegnet werden konnte ([=>Opferschweinchenaltar] aus der Bildergalerie).

Werte DiskursteilnehmerInnen,

die schlüssig un(theo)logische Bibelwerkstatt des Wirtschaftsapostels scheint auch im Ruhr-Emscher-Bezirk wie geschmiert zu funktionieren (Unterreferat Kinder- und Jugendarbeit / Fachgruppe Opferunwesen). Nach den Sommerferien und rechtzeitig vor dem neuapostolischen Erntedanksonderopferfest nicht ungeschickt terminiert.

Gottesfurcht, der (neue) Glaube, das Vertrauen und die Opferwilligkeit. Da wird in der Tat in der "Bibelwerksatt" des Bezirksapostelamtskörpers ganz schön gebastelt (autodidaktisch: "Wie helfe ich mir selbst?"). Ganz schön selbstbildgerecht und nimmersatt.

Das Konzept zur Förderung der glaubenskommerziellen Bindung für Geschwister und Amtsträger („Bibelwerkstatt") treibt schon merkwürdige Stilblüten und Selbstbedienungsfrüchte. Gut dazu passt noch ein [=>Opferschweinchen] auf dem Altar und die berühmt gewordene Frage der Starikone: „Welches Schweindel hätten’ s gern?“ :mrgreen: .

Ja dann hau ich mit dem… das ist ja der Hammer. Da wird Kindern die „Grundlagen des Opfersegens in die Herzen gelegt“! Der Opferhammer und die Stammapostellehre vom Hammersegen auf Taschengeld- und Kinderopfer. Immer schön auf dem "Teppich" (= “großer Segen“) des Felsenamts (praktisch praktizierte Glaubenslebenslehre) bleiben. Gib den Aposteln zuerst :wink: .

shalom

Dieter

#2 Beitrag von Dieter » 26.09.2009, 18:40

Nun wird noch zum guten Schluß der "OPFERKASTEN" gesegnet. Man glaubt es kaum noch und kann nur noch verwundert den Kopf schütteln. Hat man je schon mal etwas davon gehört, daß in einer katholischen oder evangelischen oder sonstigen Kirche der Klingelbeutel gesegnet worden wäre?
Da fragt man sich nicht nur: "Welches Schweindl hätt'n S´gern?" Nein, da fragt man sich eher: "Ham' se noch alle?"
Und wenn dann das Opferschweindl selbst geopfert wird, dann ist der dazu notwendige Hammer sicher vorhanden. Hammer schließlich alles. Und wenn es voll war, dann war das wohl der Hammersegen.
Nee, nee, nee.
Achso. Nochmals: Neeeeeee!

Dieter

GG001

Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#3 Beitrag von GG001 » 26.09.2009, 19:21

shalom hat geschrieben:
Erster KiGo nach den Sommerferien (16.08.2009)

Oberhausen-Buschhausen. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen das Opfer und die Herzenseinstellung zum Opfer.

Den anwesenden Kindern wurden die Grundlagen des Opfersegens in die Herzen gelegt. Dazu gehören die Gottesfurcht, der Glaube und das Vertrauen an den Herrn und die Opferwilligkeit.

Ein gutes Beispiel für die Opferwilligkeit sei die Herzenseinstellung des späteren Bezirksapostel Kraus, der unter besonderen Umständen einen sehr großen Geldbetrag opferte und alles dem lieben Gott überließ. Daraus entstand ein großer Segen. So könnten beispielsweise die Teppiche in den Kirchen aus diesem Opfer stammen… .

Vor dem Schlussgebet wurde der Opferkasten vor den Alter getragen, damit dieser sichtbar gesegnet werden konnte ([=>Opferschweinchenaltar] aus der Bildergalerie).

Beschluss der
NATIONAL SYNOD MEETING 2002
New Apostolic Church USA
Chicago, Illinois
September 27 -28, 2002

25. We will no longer bring the offering box to the altar. However, we must still bless the offering.
Please inform brothers in each congregation that this change is to be implemented as of Sunday, October 6, 2002.

Quelle: NACboard
Diesen Beschluss hat die Synode in den U.S.A. nicht umsonst gefaellt. Die zeitweise uebliche amerikanische Praxis, den Opferkasten zum Altar zu bringen um das Opfer segnen zu lassen, ist immer wieder in Frage gestellt worden.

Chor bitte: Eins im Geist und Streben ... Manche sinnvollen Neuerungen sprechen sich eben nur ganz langsam herum. Oder die Verlockung war eben zu gross, den Opferkasten zum Altar zu bringen, egal ob das ein "Geschmaeckle" hat oder nicht.

Die "besonderen Umstaende", unter denen BezAp Kraus ein Opfer gebracht haben soll, wurden in den U.S.A. so geschildert: Er hatte einmal kein Geld, um noch ein besonderes Opfer fuer den Herrn zu bringen. Deshalb hat er einen Kredit aufgenommen, um den entsprechenden Betrag opfern zu koennen. Er wurde reich gesegnet ...

Das (hypothetische?) Gegenbeispiel, wo Hoerer dieser Geschichte in entsprechender Situation ebenso handelten und nicht gesegnet wurden, sondern so ihre Schulden vergroessert hatten, war mit ein Anlass fuer die Amerikaner, das wiederkehrende Vortragen dieser Geschichte zu hinterfragen.

Ob Bezug zu den Teppichboeden wohl im Zusammenhang mit den Kirchen in den U.S.A., Kraus und "Kraus Carpet Mills" steht? Da bin ich mir aufgrund der vagen Formulierung nicht sicher. Das NACboard ist sogar fuer solche Themen eine Quelle.

shalom
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Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#4 Beitrag von shalom » 24.08.2010, 19:42

[urlex=http://jugend.bern-nord.nak.ch/flyer/news/Vorwort_09_10.pdf][ = > Jugend des NAKantönchen Bern-Nord ][/urlex] hat geschrieben: Vorwort im News-Heftli September

- 19.9.10 Eidg. Dank-, Buss- und Bettag

Wie können wir dem lieben Gott für alles danken? Mit unserem Opfer!

…Lasst mich ein einfaches, und gewiss aus heutiger Sicht ein bereits veraltetes Beispiel heranziehen, das als Bild dienen soll: Wenn der Vater am Zahltag nach Hause kommt, gibt er seinen ganzen Verdienst seiner Frau ab. Die Mutter sorgt dann dafür, dass alle Nahrung und Kleidung haben. Bringt der Vater in diesem Fall ein Opfer? Gibt er nicht einfach aus Liebe alles, was er hat?...

…Bezirksapostel Latorcai sagte einmal: „Wir sollen nicht fragen wieviel ich Gott opfern soll sondern wieviel darf ich von dem, was mir Gott gibt, behalten?

…Mit jedem Opfer, das wir Gott bringen, zeigen wir ihm unsere Dankbarkeit und Liebe und ziehen damit automatisch wieder den Segen und das Wohlgefallen Gottes auf uns. Geben wir unserem himmlischen Vater die Gelegenheit uns zu segnen, indem wir ihm mit freudigen Herzen unsere Opfer bringen… .

Wert Eid-, Dank-, Buß-, Bet- und Apostelgenossen 8),

der Jugendpriester des na-amtlichen Multi-Opferkultes der Gemeinde Roggwil wünscht seinen KultanhängerInnen einen megatollen und segensreichen Dank-, Buß- und Bettag :mrgreen: .

Wieder einmal mehr ist die na-amtliche Dankkultsaison in diversen Gebietskirchen eingeläutet worden. Na-türlich freut sich der Jugendkultpriester über einen opferreichen Eventgottesdienst :wink: .

Die automatische Segensziehung erfolgt aber – wie bei der Botschaft - ohne na-amtliche Gewähr. Der Zustand des na-amtlichen Segenziehungsgerätes ist seit dem Auftreten überlieferter Jesulehre: „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer“ ohnehin auf das Niveau eines einarmigen Banditen geschrumpft. Quasi "automatisch" :wink: . Leider fühlen sich die Bezirksapostel und deren subalternen Dienstleister von Barmherzigkeit nicht so sehr angezogen (ist häufig an Samariter outgesourct).

shalöm

tergram

Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#5 Beitrag von tergram » 24.08.2010, 21:43

Shalom, lassen sie das nicht Cemper lesen. Der wird behaupten, dass das in anderen Kirchen genau so gepredigt wird. Jedenfalls fast so.


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Loreley 61
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Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#7 Beitrag von Loreley 61 » 24.08.2010, 22:28

War das wirklich mal so, dass der Mann allen Verdienst seiner Frau gab? :shock: Sowas kenne ich gar nicht. Also früher bei uns zu Hause, bekam meine Mutter nur Haushaltsgeld zugeteilt, mußte ein Haushaltsbuch (wieviel Ausgaben für was und Vater hats kontrolliert) führen und mit dem zugeteilten Geld hatte sie einzukaufen und auszukommen. Sie wußte nicht einmal genau, was mein Daddy verdiente. Das war irgendwie Geheimsache. Er hatte die Hosen an und hätte sich da niemals in die Karten schauen lassen.

Na ja, dass mit dem neuap. Opfer und dem Segen ohne Gewähr wird Cemper nie verstehen. :roll: :lol:

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Cemper

Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#8 Beitrag von Cemper » 24.08.2010, 22:38

Doch Lory - ich verstehe das schon. Einen gewissen Einblick in soziale Wirklichkeiten habe ich. Zum Beispiel hat meine aus Polen stammende katholische Großmutter - die mit ihrem Mann nach Westdeutschland verschlagen wurde - ihren Mann freitags am Werkstor eines großen Walzwerks erwartet, um ihm den "Abschlag" - das ist eine Lohn-Teilauszahlung - abzunehmen. Der Mann - der bei 40 Grad zehn Stunden gearbeitet hat - wäre sonst in die Kneipe gegangen und hätte einiges von dem Geld versoffen. Das Einkommen reichte aber trotzdem nicht. Die Kinder meiner Großmutter haben sich vor der Schule in einem katholischen Kinderheim ein Frühstück geholt. Und das hat meine Oma immer als Segen verstanden und in einem Zusammenhang mit Spenden gesehen. Daher meine komischen Einstellungen ...

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Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#9 Beitrag von Comment » 24.08.2010, 23:24

Es kursieren auch noch andere Versionen darüber, wie Eheleute in früheren Jahren (als der Lohn vom Arbeitgeber bar ausgezahlt wurde) mit dem ausgezahlten Verdienst des Mannes angeblich umgingen. So wurde vor kurzem in einem GD der Neuap. Kirche durch den Prediger ausgeführt, dass irgendwo in einer damaligen Gemeinde Mann und Frau (beide neuapostolisch) den nach Hause mitgebrachten Barlohn gemeinsam in verschiedene Beträge aufteilten, und zwar so: einen Betrag 'Opfer', einen weiteren Betrag 'Miete', dann einen 'Haushalt' usw., und jeden dieser Teilbeträge in jeweils einen extra dafür bereitgehaltenen und entsprechend beschrifteten Topf legten - zu entsprechender Verwendung.
Klingt für uns heute sehr belustigend, nicht wahr?
Übrigens: dem Prediger ging es darum, seine Zuhörer auf die Reihenfolge der Topfbeschickung aufmerksam zu machen und darauf, was diese aus Glaubenssicht besage: der Topf Nr. 1 war immer der Opfer-Topf der Familie und deshalb wurde durch die Eheleute auch als erstes der Opferbetrag von dem empfangenen Barlohn abgezweigt und 'eingetopft', und danach erst wurde die weitere Geld-Aufteilung und -Eintopfung vorgenommen.
Die Tatsache, dass das Ehepaar am Anfang immer das Opfergeld bereitlegte, das dann im folgenden GD ins Haus des Herrn getragen wurde, lasse eine gottwohlgefälliges Umgehen der Gotteskinder mit ihrem Einkommen erkennen. Ja, und dann spannte der Prediger den Bogen in unsere Zeit und legte den Zuhörern nachdrücklich ans Herz, auch heute, wenn wir den Lohn auch nicht mehr bar in die Hand erhalten, sondern er auf's Konto überwiesen wird, davon in der Haltung wie jenes vorbildliche Ehepaar immer zuerst den Opferbetrag abzuzweigen, um diesen gleich dem Herrn darzureichen ... Darauf ruhe der Segen Gottes, das Ehepaar habe das auch stets erleben können. (Ob es so war, kann man nur glauben - oder auch nicht.)

Na, dann...

shalom
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Re: Opferwilligkeit dank Bibelwerkstatt

#10 Beitrag von shalom » 25.08.2010, 05:24

Cemper hat geschrieben:… Zum Beispiel hat meine aus Polen stammende katholische Großmutter - die mit ihrem Mann nach Westdeutschland verschlagen wurde - ihren Mann freitags am Werkstor eines großen Walzwerks erwartet, um ihm den "Abschlag" - das ist eine Lohn-Teilauszahlung - abzunehmen.
…und das noch vor dem „NaK-NRW-Haushaltsführerschein“ des SBW-Bildungsvereins des NaK-NRW-Wirtschaftsapostels… . Die Story vom Opferdöschen im mütterlichen Küchenschrank hatte auch Stammapostel Wilhelm I. im hessischen Dieburg kolportiert (gepredigt)… :wink:.

Die Sorge, dass Einkommen oder Erbschaften in der Kneipe versoffen werden, kann ich verstehen. Das neuapostolische Opfer gelangt ja auch nicht zu Gott, sondern dient u. v. a. – nichts Genaues weiß man nicht -, zur Alimentation von Apostelversammlungen im Hilton oder auch als Investitionen in Parkplätze (NaK-NRW-Sterkrade), in Cafes (NaK-BBB), in Mietwohnungen (NaK-Ffm.-Sachsenhausen oder sowie NaK-CH-Sektion Wien-Penzing) oderauch nur zur Renovierung des schnell veralteten NaK-Ehrich-Verwaltungsgebäudes incl. Betriebsferien. Was für ein nakademischer Segen!

shalom

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