Jahreslosung 2013

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Luca
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Re: Jahreslosung 2013

#91 Beitrag von Luca » 25.01.2013, 16:35

Gaby, Sie sehen Glaube oder das "Göttliche im Menschen" als Licht. Wenn Sie dann schreiben "ein Licht das in der Dunkelheit leuchtet", dann fällen Sie ein Urteil. Sie sehen Sie sich als "erleuchtet", als "Göttliches in sich tragend", wogegen die anderen, denen Sie mit Ihrem göttlichen Licht meinen leuchten zu müssen, in Dunkelheit oder den "Gefahren einer stürmischen See" sind, um diese (nicht über alle Zweifel erhabenen) Bilder noch etwas weiter zu strapazieren. Sie sprechen damit diesen anderen ab, ihrerseits geistigerweise "erleuchtet" oder "helle", von Göttlichem erfüllt zu sein, im Licht zu stehen, Licht in sich zu tragen.

Wie hiess es doch zu meiner Zeit in der NAK: Wir sind nicht besser (heller), wir haben es nur besser (heller) ... Auch das ist definitiv ein Urteil.

Verstehen Sie, Sie vermitteln mir den Eindruck, dass die Liebe, ja irgendwie alles Gute nur von oben, nur von Ihrem Gott kommen kann. Der grossen Mehrheit der Menschen (siehe tergrams kürzliches Post) würde das somit fehlen.
Gaby hat geschrieben:Vielleicht magst Du hier ja mal reinlesen und verstehst dann etwas besser was ich meine ...
Ich halte mich an das, was SIE schreiben, traue ich Ihnen doch eine eigene Meinung zu.

Luca

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Gaby
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Re: Jahreslosung 2013

#92 Beitrag von Gaby » 27.01.2013, 14:49

Schaut euch die Dunkelheit an, aber verflucht sie nicht. Seid vielmehr ein Licht in der Dunkelheit und verwandelt sie. Lasst euer Licht vor den Menschen leuchten, damit die, die in der Dunkelheit stehen, durch das Licht eures Seins erleuchtet werden, und ihr werdet schliesslich wieder alle sehen, wer ihr wirklich seid.
~ Neale Donald Walsch in „Gespräche mit Gott, Band 3“, Seite 96


Vielleicht sollten wir uns erst einmal darüber unterhalten, was wir unter "in der Dunkelheit leben" verstehen? Die Abwesenheit von einem Glauben an Gott? Die Nicht-Zugehörigkeit zu einer Religion?
Nun zumindest ich sehe alle Menschen als "Göttliches in sich tragend". Trotzdem können Menschen mit dieser Göttlichkeit in sich m.E. nach in Dunkelheit leben. Es geht nicht darum religiöse Gesetzlichkeit/Dogmen zu befolgen oder super religiös/erleuchtet zu sein!
Es geht schlicht und einfach darum, einander zu lieben. Die Abwesenheit von Liebe ist Hass oder Gleichgültigkeit, die Abwesenheit von Frieden ist Unfrieden ... es gibt so vieles was Menschen unglücklich machen kann ... das heißt aber m.E. nicht, dass Menschen die in dieser "Dunkelheit" leben schlechter sind als ich oder sogar von Gott verlassen. Gott verlässt nach meinem Glauben niemanden. Wenn Menschen in dieser "Dunkelheit" leben, nutzen sie lediglich nicht die Kraft die auch in ihnen steckt. Mancher Atheist nutzt diese Kraft vielleicht unbewusst. Mancher Gläubige ist sich dieser Kraft nicht in vollem Umfang bewusst. Ich bin lediglich davon überzeugt, dass Gott uns diese Kraft geschenkt hat (was mich von einem Atheisten unterscheidet ist wohl das dieser glaubt diese Kraft aus sich selbst heraus zu haben) und wenn wir diese Kraft nutzen ob nun bewusst oder unbewusst, anderen Wegweiser sein können (zu leuchten) wie sie ebenfalls den Weg aus der Dunkelheit finden können. Jedem aufzuzeigen, dass er diese Kraft ebenfalls besitzt.
Vielleicht versteht ja der ein oder andere was ich meine ;-)
Denn in alledem liegt der Anfang des Reiches Gottes, das entstehen soll an der Stelle, an der du stehst. Nicht irgendwo, sondern in dir selbst. (Jörg Zink)

Maximin

Re: Jahreslosung 2013

#93 Beitrag von Maximin » 27.01.2013, 15:48

:) Ja! Angekommen!
LG Micha :wink:

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Gaby
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Re: Jahreslosung 2013

#94 Beitrag von Gaby » 27.01.2013, 17:02

Dann ist ja gut ;-)

Das passt wohl auch und man sieht mal wieder, dass Religionen wichtige Erkenntnisse gemeinsam haben: >>Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.<< - Buddha -
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Re: Jahreslosung 2013

#95 Beitrag von Comment » 27.01.2013, 18:15

Ja, wenn alles so einfach wäre ...

Wie viele loben und preisen Mutter Teresa? Doch wie viele machen ihr es nur halbwegs nach?
Respekt, Achtung vor dem Nächsten ... wo sind sie zu finden? Erst recht die Liebe zum Anderen, sie findet kaum statt auf dieser Welt. Oder sie ganz anders verstanden als sie der Nächste versteht. Und Bums ...

Dennoch! Dennoch - ja, es ist richtig, immer und immer wieder - weniger durch Worte als durch tätiges Handeln - zu zeigen, dass die Liebe das Größte ist, was Menschen besitzen und einsetzen können ...

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Gaby
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Re: Jahreslosung 2013

#96 Beitrag von Gaby » 28.01.2013, 09:31

Eine kleine Seele spricht mit Gott von Neale Donald Walsh
"Echte" Christen ;-) sehen solch eine Geschichte natürlich als "Verführung" den "wahren" christlichen Glauben zu verlassen ... ich sehe die Botschaft die diese Geschichte vermittelt und die das panENtheistische Weltbild widerspiegelt eher als Möglichkeit die Menschheit miteinander zu versöhnen. Einheit in der Vielfalt eben ...
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Re: Jahreslosung 2013

#97 Beitrag von fimaima » 28.01.2013, 10:07

Darf ich hier ein Buch vorstellen, das viele Antworten auf die in diesem Forum immer wieder gestellten Fragen enthält:
ISBN 978-3-89427-600-3
"Wie auf Erden so im Himmel - Wie das Leben als Mensch das Leben im Jenseits bestimmt" von Beat Imhof

Es handelt sich im ein 2012 in 2. Auflage erschienenes Buch eines Schweizer Autors - in Alter und Format ähnlich Hans Küng - der als gläubiger, jedoch gegenüber den Aussagen der Kirchen kritischer Christ in jahrzehntelanger vergleichender Jenseits-Forschung alle greifbaren Quellen der Mystik, der Weltreligionen und der Sterbeforschung zusammengetragen und den gemeinsamen Wahrheitsgehalt herausgearbeitet hat. Damit hat er ein Meisterwerk geschaffen, das als Meilenstein der spirituellen Forschung gilt.
U.a. geht daraus hervor, dass der ganze Kosmos aus einem geschlossenen System von Spären unterschiedlicher Dichte und Wellenlänge besteht, die ineinander verwoben sind. Die Zugangsmöglichkeiten werden bestimmt durch die Eigenschwingung der Seelen, also ihre Aura, die sie sich im Laufe ihres Lebens durch ihre Gefühle, Gedanken, Worte und Tagen geschaffen haben.
Gemäss vielen übereinstimmenden Jenseitskundgaben gibt es im Jenseits keine Hierarchien sowie keine Glaubensbekenntnisse und festen Regeln, welche die Weiterentwicklung der Seelen behindern oder begrenzen könnten - ausser dem göttlichen Gebot der Liebe, des Lichts, der Weisheit und des Verstehenwollens.
Irdische Glaubensvorstellungen und -Bekenntnisse haben also im Jenseits keine Berechtigung mehr, sondern stellen Beschränkungen dar, die überwunden werden müssen.
Das Buch macht sehr nachdenklich, besonders auch in bezug auf kirchliche Aussagen ...
Schade, dass die meisten AT's, die ihre gesamte Zeit der Kirche widmen, für die Lektüre solch horizonterweiternder Bücher vermutlich gar keine Zeit haben!

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agape
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Re: Jahreslosung 2013

#98 Beitrag von agape » 28.01.2013, 10:45

@ Comment: Ja, da kann man nur "Amen" drunter setzen.
Und im Grunde wissen wir alle, dass es nicht so schwer ist und auch nicht viel kosten muss.
Wie oft reicht es, jemandem, der sehr betrübt ist, mit einem kleinen Besuch und hilfreichen Worten (und Ritualen) den Geist zu stärken, damit evtl der verloren gegangene Lebensmut wieder aufblüht..
Auf den Straßen ziehen so viele Menschen an einem vorüber, dass man manchmal nur noch still segnend betet: "God bless you"...
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

tergram

Re: Jahreslosung 2013

#99 Beitrag von tergram » 28.01.2013, 11:30

fimaima hat geschrieben:...Gemäss vielen übereinstimmenden Jenseitskundgaben gibt es im Jenseits keine Hierarchien sowie keine Glaubensbekenntnisse und festen Regeln, welche die Weiterentwicklung der Seelen behindern oder begrenzen könnten - ausser dem göttlichen Gebot der Liebe, des Lichts, der Weisheit und des Verstehenwollens.
Irdische Glaubensvorstellungen und -Bekenntnisse haben also im Jenseits keine Berechtigung mehr, sondern stellen Beschränkungen dar, die überwunden werden müssen....
Berichte über Nahtoderfahrungen werden in der allgemeinen Diskussion immer wieder als Beleg für ein Leben der Seele nach dem Tod des Körpers benutzt. Interessant ist, dass Menschen, die diese Erfahrungen gemacht haben, nie etwas von Kirchen, Religionen, Einhaltung von Geboten oder Vollzug von religiösen Übungen erwähnt haben.

Wenn es diese andere Welt/anderen Welten gibt, scheinen unsere religiösen Normen und Vorstellungen dort keinerlei Bedeutung zu haben. Warum also sollten sie in der uns bekannten Welt viel bedeuten? Das "Licht der Erkenntnis" ist von Religionen ebenso unabhängig, wie Liebe, Mitmenschlichkeit, innerer Friede und die Freiheit der Seele.

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agape
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Re: Jahreslosung 2013

#100 Beitrag von agape » 28.01.2013, 12:58

Tja, liebe tergram,

was Du schreibst, sahen und sehen die MystikerInnen auch.
Sie waren meistens keine Feinde der inst. Kirche, aber auch keine Freunde der inst. Kirche.
Wohl war es aber so, dass die inst. Kirche die MystikerInnen als ihre Feinde und Gegner empfand.
Kein Wunder!
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

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